Pressemitteilungen informieren über Neuigkeiten und Ereignisse mit dem Ziel, öffentliche Aufmerksamkeit zu erzeugen – sei es bei Journalisten, potenziellen Kunden oder anderen Interessierten. Informieren ist gut – noch wirkungsvoller ist es jedoch, die Empfänger und Leser am Ende zur Handlung zu motivieren. Bestimmt haben Sie schon von sogenannten Calls to Action (CTA) gehört. Doch stellt sich die Frage: Ist das nicht eher etwas für Websites, Newsletter oder Social Media? Die klare Antwort lautet: Auch Pressemitteilungen können – und sollten – einen Call to Action enthalten, sofern dieser gut durchdacht, zielgerichtet und dem jeweiligen Kontext angemessen ist.
Was genau ist ein Call to Action?

Im digitalen Raum begegnet uns der CTA sehr häufig – meist in Form von auffälligen Buttons auf Webseiten mit Formulierungen wie „Jetzt kaufen“, „Mehr erfahren“, „Kontakt aufnehmen“ oder „Zum Newsletter anmelden“.
Vor allem in Newslettern, Social-Media-Posts oder Online-Shops ist der CTA fester Bestandteil, um gezielt Reaktionen hervorzurufen: Klicks, Anmeldungen, Käufe oder Rückmeldungen. Ein CTA funktioniert dabei auf mehreren Ebenen:
- Er zieht optisch Aufmerksamkeit auf sich,
- gibt eine Richtung vor
- und senkt die Schwelle zur Handlung.
Warum ein CTA auch in Pressemitteilungen sinnvoll ist
In einer Pressemitteilung sollte diese Handlungsaufforderung natürlich nicht als bunter Button eingebaut werden. Sie tritt in einer subtileren, textlichen Form auf. Dennoch erfüllt der CTA hier dieselbe Funktion: Er soll dem Empfänger eine Richtung geben, was er nach dem Lesen tun soll oder tun kann.
Stellen Sie sich vor, ein Journalist liest Ihre Pressemitteilung. Er findet das Thema spannend – doch was nun? Muss er selbst recherchieren, ob weiteres Material verfügbar ist? Wen er kontaktieren kann? Gibt es einen Anlass, über das Thema tiefer zu berichten oder gar ein Interview zu führen? Ohne eine Handlungsaufforderung bleibt all das vage. Mit einem CTA bieten Sie eine konkrete Anschlussmöglichkeit.
Doch nicht nur Journalisten zählen zur Leserschaft von Pressemitteilungen. Gerade im digitalen Umfeld werden sie auch von Kunden, Geschäftspartnern, Branchenexperten, Bewerbern oder potenziellen Investoren gelesen. Auch diese Zielgruppen können und sollen durch einen CTA abgeholt werden: Ein Interessent möchte vielleicht mehr über ein neues Produkt erfahren, ein Bewerber auf die Karriereseite wechseln oder ein Kunde sich zum Newsletter anmelden.
Ob ein Journalist nach weiteren Informationen fragt, ein Redakteur ein Interview vereinbart oder ein Leser auf Ihre Website klickt: Ein wirksamer CTA in einer Pressemitteilung bringt den Leser ins Tun. Er formuliert nicht nur ein Angebot, sondern schafft auch einen Anreiz: „Was habe ich davon, wenn ich dieser Aufforderung folge?“ Im Idealfall weckt der CTA Neugier und erleichtert dem Empfänger die nächsten Schritte.
So wird aus einer bloßen Information eine gezielte Interaktion – und aus einem Text ein Kommunikationsangebot!
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Verschiedene Zielgruppen = verschiedene Calls to Action

1. Klassische Pressemitteilungen für Redaktionen und Medienvertreter
Hier geht es vor allem darum, das Interesse von Journalisten und Redaktionen zu wecken. Sie benötigen vor allem weiterführende Informationen, um die Meldung redaktionell zu verwerten. Ein CTA könnte daher lauten:
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„Gerne vereinbaren wir Ihnen einen Interview-Termin mit der Geschäftsführung.“
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„Besuchen Sie unseren Pressebereich für hochauflösendes Bildmaterial und weiterführende Dokumente.“
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„Wir laden Sie herzlich zu unserer Pressekonferenz am [Datum] ein.“
Diese Formulierungen zeigen klar, was möglich ist – und was von der Gegenseite erwartet wird. Der CTA hat in diesem Fall eine unterstützende Funktion: Er soll die journalistische Arbeit erleichtern.
2. Online-Pressemitteilungen für ein breiteres Publikum
Online-Presseportale, Unternehmensblogs oder Social Media machen Pressemitteilungen für ein breiteres Publikum zugänglich – darunter Kunden, Partner, Investoren oder Fachinteressierte. In diesen Fällen darf der CTA durchaus direkter sein:
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„Jetzt hier Demo-Version kostenlos herunterladen und mehr über das neue Produkt erfahren!“
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„Jetzt zum Newsletter anmelden und als erster neue Angebote erhalten.“
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„Hier geht’s zur Event-Anmeldung mit Frühbucherrabatt: [Link]“
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„Folgen Sie uns auf Instagram für exclusive Einblicke.“
Solche CTAs haben eine Marketing-Funktion und sollen die Bindung zum Unternehmen stärken. Wichtig ist hierbei, dass sie nicht zu werblich klingen, sondern Mehrwert bieten und authentisch wirken.
3. Weitere CTA-Formate mit Beispielen
Je nach Inhalt und Anlass Ihrer Pressemitteilung sind viele weitere Varianten denkbar:
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Download anbieten: „Die vollständige Studie steht Ihnen unter [Link] zum Download bereit.“
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Video verlinken: „Einblicke in die Produktentwicklung finden Sie in unserem neuen Video.“
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Feedback einholen: „Wir freuen uns über Rückmeldungen unter ....“
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Produkt testen: „Gerne stellen wir Ihnen ein Testgerät zur Verfügung – schreiben Sie uns!“
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Bewerbung motivieren (z. B. bei HR-relevanten Meldungen): „Jetzt bewerben unter karriere.xxxxx.de.“
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Teilnahme ermöglichen: „Jetzt anmelden zur Online-Diskussion am [Datum].“
All diese Optionen eröffnen einen Dialog, eine Interaktion und bringen Ihr Anliegen weiter.
Was macht einen guten CTA aus?
Ein CTA sollte klar, verständlich, aktivierend und zielgruppengerecht sein. Dabei hilft es, sich folgende Fragen zu stellen:
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Was ist das Ziel?
Möchten Sie über ein Produkt informieren, eine Veranstaltung bewerben oder ein Thema in die öffentliche Diskussion bringen? -
Was soll der Leser nach dem Lesen tun?
Soll er Kontakt aufnehmen, etwas herunterladen, sich anmelden oder die Information weitergeben? -
Welcher Nutzen entsteht für den Leser?
Ein CTA ist besonders wirkungsvoll, wenn er nicht nur auffordert, sondern auch einen Mehrwert kommuniziert. Etwa: „Erhalten Sie exklusiven Einblick in unsere Studie“ statt „Studie hier.“ -
Wie leicht ist die Handlung umzusetzen?
Der Weg zur Umsetzung sollte so einfach wie möglich sein. Je weniger Hürden, desto besser. Ein direkter Link, eine sichtbare E-Mail-Adresse oder ein klar formulierter Hinweis helfen enorm.
Tipps für die praktische Umsetzung in Pressemitteilungen
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Platzierung: Setzen Sie den CTA am besten gegen Ende der Pressemitteilung, nachdem die wichtigsten Informationen vermittelt wurden. Optional kann auch ein zweiter, subtilerer CTA im Mittelteil integriert werden.
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Gestaltung: Auch wenn Sie keinen Button setzen, kann die Formulierung grafisch hervorgehoben werden – z. B. durch Absätze, Fettdruck oder optische Trennung vom Fließtext.
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Tonfall: Bleiben Sie professionell und sachlich, aber nicht distanziert. Ein freundlicher, einladender Ton wirkt oft besser als ein fordernder.
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Vermeiden Sie Floskeln: „Bei Rückfragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung“ klingt höflich, aber nicht aktivierend. Besser: „Für ein Interview mit unserem Geschäftsführer kontaktieren Sie uns unter…“
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Testen und anpassen: Beobachten Sie, welche CTAs in der Praxis Resonanz erzeugen. Welche werden geklickt, welche führen zu Rückmeldungen? Optimieren Sie Ihre Formulierungen entsprechend.
Was Sie vermeiden sollten

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Zu viele CTAs: Eine Pressemitteilung ist kein Marktplatz. Konzentrieren Sie sich auf maximal ein bis zwei Handlungsaufforderungen.
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Unklare Formulierungen: Vage Aussagen wie „Weitere Infos finden Sie online“ bringen wenig. Wo genau? Was erwartet mich dort?
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Werbliche Sprache: Vor allem bei Journalisten kommt es nicht gut an, wenn eine Pressemitteilung nach Werbung klingt. Halten Sie den CTA sachlich und informativ.
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Fehlende Kontaktmöglichkeiten: Es ist erstaunlich, wie oft Pressemitteilungen keine konkreten Ansprechpartner nennen. Ein CTA funktioniert nur, wenn der Leser eine direkte Möglichkeit zur Reaktion hat.
Fazit: Pressemitteilungen leben von der Handlungsperspektive
Ein Call to Action ist kein Fremdkörper in der Pressemitteilung – im Gegenteil: Er ist ein logischer Abschluss und eine Brücke zur nächsten Interaktion. Er macht aus einer einseitigen Mitteilung einen Dialog. Er zeigt dem Leser, dass seine Rolle wichtig ist – ob als Medienvertreter, Kunde oder Partner.
Dabei ist weniger oft mehr. Es braucht keine plakativen Slogans oder aufdringliche Formulierungen. Ein klarer, zielgerichteter CTA macht den Unterschied – er erhöht die Relevanz und fördert die Interaktion mit dem Leser.
Nutzen Sie den CTA als strategisches Werkzeug in Ihrer PR-Arbeit. Denken Sie dabei nicht nur an die Informationsvermittlung, sondern auch an den nächsten Schritt.
Denn gute Pressearbeit endet nicht mit dem Punkt am Satzende – sie beginnt dort erst richtig!