Ihre Pressemitteilung wurde nicht veröffentlicht, einfach ignoriert. Vielleicht haben Sie einen Fehler gemacht? Pressemitteilungen sind ein wirksames Instrument, um wichtige Botschaften an die Medien und die Öffentlichkeit zu kommunizieren. Doch die Nichteinhaltung bestimmter Regeln kann dazu führen, dass Ihre Nachricht von Medienvertretern nicht beachtet wird. In diesem Ratgeber enthüllen wir die zehn größten Fehler in Pressemitteilungen und zeigen Ihnen, wie Sie diese vermeiden können, damit Ihre Botschaft Gehör findet.
1. Fehler: Die Nachricht ist keine Pressemitteilung wert

So machen Sie es richtig: Bevor Sie eine Pressemitteilung verfassen, fragen Sie sich, ob die Information wirklich von öffentlichem Interesse ist. Nachrichtenwerte Themen könnten ein neues Produkt, eine bedeutende Unternehmensfusion, eine wichtige Personalie oder eine preisgekrönte Innovation sein. Stellen Sie sicher, dass das Thema aktuell und relevant ist und potenziell Nachrichtenwert für die Medien und die Öffentlichkeit besitzt.
Beispiel: Eine Pressemitteilung über die Einführung eines neuen Produkts, das eine bekannte Herausforderung in Ihrer Branche löst, hat Nachrichtenwert. Ebenso eine Mitteilung über die Eröffnung eines neuen Werks, das viele Arbeitsplätze schafft, oder über eine bedeutende Partnerschaft mit einem renommierten Unternehmen.
2. Fehler: Falscher Adressat
Eine häufige Fehlannahme ist, dass jede Pressemitteilung an alle verfügbaren Medienvertreter geschickt werden sollte. Diese unspezifische Verteilung führt oft dazu, dass die Mitteilung ungelesen bleibt und das Ziel verfehlt wird.
So machen Sie es richtig: Recherchieren Sie im Vorfeld die relevanten Journalisten und Medien, die sich für Ihr Thema interessieren könnten. Erstellen Sie einen gezielten Presseverteiler und personalisieren Sie die Anschreiben. Senden Sie Ihre Pressemitteilung nur an diejenigen, für die die Information wirklich relevant ist. Dadurch erhöhen Sie die Chancen, dass Ihre Mitteilung gelesen und weiterverbreitet wird.
Beispiel: Wenn Sie ein neues technisches Produkt vorstellen, sollten Sie gezielt Technologie-Journalisten und Fachmagazine ansprechen. Eine Pressemitteilung über eine gemeinnützige Aktion Ihres Unternehmens sollte hingegen an Journalisten gehen, die sich auf soziale Themen spezialisiert haben.
Den passenden Presseverteiler für Ihre Pressemitteilung finden Sie hier.
Jetzt Pressemitteilungen auf openPR veröffentlichen und zielgerichtet verbreiten!
3. Fehler: Unklare oder irreführende Überschrift
Die Überschrift ist das Erste, was der Leser sieht. Sie muss daher klar und prägnant sein, um Interesse zu wecken und die Hauptaussage der Pressemitteilung zu vermitteln. Eine unklare oder irreführende Überschrift kann dazu führen, dass die Mitteilung ignoriert wird.
So machen Sie es richtig: Formulieren Sie eine aussagekräftige und prägnante Überschrift, die das Wesentliche der Mitteilung auf den Punkt bringt. Eine gute Überschrift sollte kurz, informativ und fesselnd sein. Vermeiden Sie Jargon und übertriebene Werbesprache.
Beispiel: Anstatt „Innovatives neues Produkt verfügbar“ könnte eine klarere und prägnantere Überschrift lauten: „Neue Wasserpumpe reduziert Energiekosten um 20 %“. Diese Überschrift vermittelt klar die wichtigsten Informationen und weckt das Interesse des brancheninteressierten Lesers.
4. Fehler: Wichtige Informationen am Ende oder im Anhang versteckt
Die wichtigsten Informationen sollten immer am Anfang der Pressemitteilung stehen. Wenn diese erst am Ende oder in einem Anhang versteckt sind, kann das Interesse des Lesers schnell verloren gehen.
So machen Sie es richtig: Nutzen Sie das Prinzip der umgekehrten Pyramide, bei dem die wichtigsten Informationen zu Beginn der Mitteilung stehen. Beginnen Sie mit den wesentlichen Punkten und Details und fügen Sie dann zusätzliche Informationen und Hintergrunddetails hinzu. Dies erleichtert es den Lesern, die Hauptaussagen schnell zu erfassen und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die gesamte Mitteilung gelesen wird.
Beispiel: Eine Pressemitteilung über eine neue Produktlinie sollte direkt zu Beginn die wichtigsten Details enthalten, wie den Produktnamen, die Hauptvorteile und das Datum der Markteinführung. Weitere technische Details und Hintergrundinformationen können danach folgen.
5. Fehler: Lange und komplizierte Sätze
Lange und verschachtelte Sätze erschweren das Lesen und Verstehen der Pressemitteilung. Fachbegriffe und komplizierte Satzstrukturen können abschreckend wirken und die Aufmerksamkeit des Lesers verlieren.
So machen Sie es richtig: Schreiben Sie kurze, klare und prägnante Sätze. Verwenden Sie einfache Sprache und vermeiden Sie unnötige Fachbegriffe. Jeder Satz sollte eine klare Aussage vermitteln. Wenn Sie komplexe Informationen vermitteln müssen, teilen Sie diese in mehrere kurze Sätze auf.
Beispiel: Anstatt „Unser neues Produkt, das durch die Verwendung modernster Technologien und innovativer Ansätze in der Lage ist, die Energieeffizienz um bis zu 20 % zu steigern, bietet zahlreiche Vorteile für unsere Kunden und die Umwelt.“ schreiben Sie: „Das neue Produkt steigert die Energieeffizienz um 20 %. Es nutzt moderne Technologien und bietet zahlreiche Vorteile für Kunden und Umwelt.“
6. Fehler: Zu werblich
Eine Pressemitteilung sollte informieren und nicht wie eine Werbeanzeige klingen. Übertriebene Selbstbeweihräucherung und werbliches Vokabular können die Glaubwürdigkeit der Mitteilung untergraben und Leser abschrecken.
So machen Sie es richtig: Konzentrieren Sie sich auf die Fakten und vermeiden Sie übertriebene Werbesprache. Objektive und sachliche Informationen wirken professioneller und glaubwürdiger. Beschreiben Sie die Vorteile und Besonderheiten Ihres Produkts oder Ihrer Nachricht ohne übertriebene Adjektive und lassen Sie die Fakten für sich sprechen.
Beispiele:
Anstatt „Unser revolutionäres neues Produkt ist das beste auf dem Markt und wird Ihr Leben verändern!“ schreiben Sie: „Das neue Produkt bietet zusätzliche Funktionen, wie (hier nennen), welche die Benutzerfreundlichkeit und Effizienz verbessern.“
Anstatt „Unsere bahnbrechende Technologie ist einzigartig und unübertroffen in ihrer Klasse.“ schreiben Sie: „Die neue Technologie nutzt fortschrittliche Algorithmen zur Steigerung der Effizienz und Genauigkeit.“ Erläutern Sie dies anschließend kurz.
7. Fehler: Daten und Fakten stimmen nicht
Ungenaue oder falsche Informationen können das Vertrauen der Medien und der Öffentlichkeit beschädigen. Es ist essenziell, dass alle Daten und Fakten korrekt und überprüfbar sind, um Glaubwürdigkeit und Vertrauen zu gewährleisten.
So machen Sie es richtig: Überprüfen Sie alle Informationen gründlich und stellen Sie sicher, dass sie korrekt und aktuell sind. Quellenangaben und Verweise auf vertrauenswürdige Datenquellen können die Glaubwürdigkeit Ihrer Mitteilung erhöhen. Vermeiden Sie es, Annahmen oder unbestätigte Informationen zu veröffentlichen.
Beispiel: Wenn Sie behaupten, dass Ihr neues Produkt die Energieeffizienz um 20 % steigert, stellen Sie sicher, dass diese Zahl durch Tests oder Studien belegt ist. Geben Sie Quellen an, die diese Informationen bestätigen, wie interne Tests oder unabhängige Studien.
8. Fehler: Fehlende Zitate oder Quellenangaben
Zitate von Verantwortlichen und Quellenangaben verleihen der Pressemitteilung Authentizität und Tiefe. Fehlende Zitate können die Mitteilung weniger überzeugend machen und den Leser unsicher über die Glaubwürdigkeit der Aussagen zurücklassen.
So machen Sie es richtig: Fügen Sie relevante Zitate von wichtigen Personen in Ihrem Unternehmen hinzu. Diese Zitate sollten die Hauptaussagen unterstützen und zusätzliche Perspektiven bieten. Achten Sie darauf, dass die Zitate gut formuliert und auf den Punkt gebracht sind. Quellenangaben können ebenfalls die Glaubwürdigkeit Ihrer Mitteilung erhöhen.
Beispiel: „Unser neues Produkt ist ein großer Schritt in Richtung Nachhaltigkeit,“ sagt Dr. John Doe, CEO von Beispielunternehmen. „Es reduziert den Energieverbrauch und bietet gleichzeitig eine hervorragende Leistung.“ Ergänzen Sie Ihre Aussagen mit Quellenangaben, wie „Laut einer Studie der XYZ-Universität reduziert unser Produkt den Energieverbrauch um 20 %.“
9. Fehler: Fehlende Kontaktdaten
Ohne klare Kontaktdaten wissen Journalisten nicht, an wen sie sich bei Rückfragen wenden sollen. Dies kann dazu führen, dass die Mitteilung nicht weiterverfolgt wird und wichtige Fragen unbeantwortet bleiben.
So machen Sie es richtig: Geben Sie immer vollständige Kontaktdaten an, einschließlich Name, Telefonnummer und E-Mail-Adresse eines Ansprechpartners. Dies erleichtert die Kommunikation und erhöht die Chancen auf Berichterstattung. Stellen Sie sicher, dass die angegebenen Kontaktdaten aktuell und erreichbar sind.
Beispiel: „Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: Petra Mustermann, PR-Managerin, Beispielunternehmen, Telefon: 123-456-7890, E-Mail: mustermann@beispielunternehmen.com.“
10. Fehler: Grammatik- und Rechtschreibfehler

So machen Sie es richtig: Korrekturlesen ist unerlässlich. Nutzen Sie Rechtschreibprüfungen. Lesen Sie die Pressemitteilung laut vor, um potenzielle Fehler und holprige Formulierungen zu erkennen. Lassen Sie die Pressemitteilung auch von anderen Personen gegenlesen. Buchen Sie gegebenenfalls Schlussredaktion / Lektorat hinzu, um sicherzustellen, dass die Mitteilung fehlerfrei ist.
Abschließender PR-Tipp
Machen Sie es den Medienvertretern so einfach wie möglich, alle wichtigen Informationen schnell zu finden und zu nutzen!
Medienvertreter haben oft wenig Zeit und erhalten täglich zahlreiche Nachrichten. Daher ist es entscheidend, dass Ihre Pressemitteilung klar, prägnant und gut strukturiert ist. Eine gut formatierte Mitteilung mit eindeutigen Überschriften, kurzen Absätzen und einer übersichtlichen Darstellung der Fakten erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Ihre Nachricht beachtet und weiterverbreitet wird. Stellen Sie sicher, dass alle relevanten Informationen auf einen Blick erfassbar sind und vermeiden Sie unnötige Ausschweifungen, um die Aufmerksamkeit der Pressevertreter zu gewinnen und zu halten.