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Korrekturlesen leicht gemacht – Tipps für fehlerfreie Texte

Ganz egal, ob in einer wissenschaftlichen Arbeit, einer geschäftlichen E-Mail oder in einem Online-Artikel, Flüchtigkeitsfehler verringern die Erfolgsaussichten, mit dem Inhalt des Textes zu überzeugen. Korrekturlesen ist daher ein absolutes Muss, erst recht, wenn es sich um Texte für die Öffentlichkeit handelt. Worauf Sie bei der Textkorrektur achten sollten, erfahren Sie im folgenden Artikel.

Was bedeutet überhaupt Korrekturlesen bzw. Korrektorat?

Korrekturlesen vom Profi (© Andrey Popov - stock.adobe.com)
Korrekturlesen vom Profi (© Andrey Popov - stock.adobe.com)
Bei einem Korrektorat geht es darum, einen Text bzw. ein Manuskript Korrektur lesen zu lassen, sodass dieser frei von Rechtschreib-, Grammatik- und Zeichensetzungsfehlern ist. Oftmals umfasst ein Korrektorat auch die Konsistenz des Layouts.

Allerdings wird beim Korrekturlesen nur selten der Inhalt des Textes geprüft. Das wäre die Aufgabe eines Lektorats. Auch bleibt eine stilistische Überarbeitung des Textes, etwa im Hinblick auf den Lesefluss und der Stimmigkeit des Textinhaltes aus.

Als Synonyme für Korrekturlesen kann man übrigens auch die Ausdrücke gegenlesen, einen Text korrigieren oder berichtigen benutzen.

Übrigens: Wird der Begriff Korrekturlesen als Substantiv verwendet, schreibt man ihn groß und zusammen. Als Handlung wird Korrektur lesen getrennt geschrieben.

Was ist der Unterschied zwischen Lektorat und Korrektorat?

Wie bereits oben erwähnt, geht es beim Korrektorat lediglich um die Korrektur von Rechtschreib-, Grammatik- und Zeichensetzungsfehlern. Dementsprechend kostengünstiger ist ein Korrektorat auch gegenüber einem Lektorat, bei dem es sich klar, um eine arbeitsintensivere Überarbeitung des Textes handelt. Denn bei einem Lektorat geht es auch darum, den Text stilistisch zu verbessern. Handelt es sich um eine wissenschaftliche Arbeit, sollte auch auf eine einheitliche Schreibweise der einzelnen Begriffe im gesamten Textdokument geachtet werden. Texte, bei denen man daher auf ein Lektorat verzichtet, sollten bereits sehr gut formuliert sein und möglichst frei von stilistischen Fehlern sein. Denn diese bleiben bei einem Korrektorat unangerührt.

openPR-Tipp: Nimmt man bei wissenschaftlichen Arbeiten ein professionelles Korrektorat in Anspruch, wird meist nur die Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung korrigiert. Um nicht im Bereich des Ghostwirtings zu kommen, wird kaum ein professionelles Korrektorat, aber auch Lektorat den Text groß inhaltlich verändern. Es ist allerdings möglich, dass Sie vom Korrektorat durch Kommentare auf inhaltliche Unstimmigkeiten hingewiesen werden. Da Sie innerhalb Ihrer eidesstattlichen Erklärung versichern, dass der Textinhalt und die Gedanken von Ihnen sind, ist ein Korrektorat immer legal. Fehler in der Rechtschreibung, Zeichensetzung und Grammatik dürfen immer unter Zuhilfenahme eines professionellen Korrektorats oder durch Dritte korrigiert werden.

Was kostet ein Korrektorat?

Die billigste Variante bei einem Korrektorat ist wohl die, einen Bekannten mit sprachlich ausgeprägten Fähigkeiten, den Text gegenlesen zu lassen. Wer hingegen einen Experten engagieren will, kann die Preise meist frei verhandeln. Die Kosten hängen dabei von den folgenden Faktoren ab:

  • Welchen Umfang hat der Text? Aussagekräftig sind hier die Zeichen- und die Seitenanzahl.
  • Bis wann muss der Text korrigiert werden? Gibt es gegebenenfalls Termindruck oder besteht ein großes zeitliches Fenster?
  • Handelt es sich um ein sprachlich anspruchsvolles Niveau mit vielen Fachbegriffen?
  • Muss der Text gegebenenfalls übersetzt werden?

In der Regel wird der Preis fürs Korrekturlesen pro Normseite abgerechnet. Eine Normseite umfasst durchschnittlich zwischen 1.500 und 1.600 Zeichen. Während einige Korrektorate für eine Normseite 1,50 Euro veranschlagen, gibt es auch andere Anbieter, die für eine Normseite bis zu 6,60 Euro plus Bearbeitungsgebühr verlangen. Zur Kosteneinschätzung bieten einige Korrektorate einen Preiskalkulator an. Nach Angabe des Textumfangs und des Sprachniveaus wird ein Kostenvoranschlag berechnet.

 

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Wie man Korrekturlesen übt und die eigenen Fehler korrigiert

Die Gründe, warum man die eigenen Fehler oftmals nicht sieht, können vielfältig sein. Nachfolgend die häufigsten Ursachen kurz aufgeführt:

  • Betriebsblindheit: Da wir wissen, was wir sagen, bzw. schreiben wollen, werden beispielsweise fehlende Buchstaben gar nicht wahrgenommen, erst recht, wenn der Text nur grob überflogen wird.
  • Erwartungshaltung: Vor allem beim Korrigieren des eigenen Textes wird der Satz meistens zu Ende gedacht, anstatt gelesen. Viele Fehler werden aus diesem Grund meistens gar nicht erst wahrgenommen.
  • Gleichklang: Einige Wörter, sogenannte Homonyme, klingen gleich, obwohl sie nicht nur unterschiedliche Bedeutungen haben, sondern auch verschiedene Schreibweisen aufweisen. Zu diesen Homonymen gehören etwa, das Substantiv "Leute" oder das Verb "läuten".

Die besten 11 Tipps für fehlerfreie Texte

Tipps & Tricks (© Martin Rettenberger - stock.adobe.com)
Tipps & Tricks (© Martin Rettenberger - stock.adobe.com)
Zwar ist nach einem professionellen Korrektorat der eigene Text so gut wie fehlerfrei, doch kann es auch ganz schön ins Geld gehen. Wer da Kosten sparen will, kann mit den folgenden einfachen Tipps die Korrektur des Textes auch alleine vornehmen.

1. Rechtschreibüberprüfung des Textbearbeitungsprogrammes nutzen

Mit der automatischen Rechtschreib- und Grammatikprüfung des eigenen Textbearbeitungsprogrammes lassen sich bereits die auffälligsten Fehler finden und korrigieren. Auch doppelte Leerzeichen können im Handumdrehen durch einfache Leerzeichen ersetzt werden.

2. Den Text ausdrucken

Das Korrekturlesen am Monitor ist nicht nur anstrengend, sondern auch anfälliger für Fehler. Beim ausgedruckten Text fällt es meist leichter, Fehler zu erkennen. Erst recht, wenn der Text in einer anderen Schriftart gedruckt wurde. Denn dadurch bekommen Sie gleich eine andere Perspektive auf den Text und werden viel mehr Unstimmigkeiten bemerken.

3. Abstand vom Text nehmen

Nicht immer ist es sinnvoll, den Text sofort nach der Fertigstellung Korrektur zu lesen. Um Fehler zu bemerken, braucht es einen gewissen Abstand. Nehmen Sie sich daher mindestens einen Tag Zeit, um sich von dem Text zu lösen und führen Sie die Autokorrektur erst nach einer gewissen schreibfreien Zeit durch.

4. Autokorrektur mit Pausen

Pausen macht lohnt sich, um das Gehirn wieder aufnahmefähig zu machen. Korrigieren Sie daher Ihren Text maximal 45 Minuten und machen Sie anschließend eine 15-minütige Pause. Danach klappt es auch wieder besser mit der Konzentration!

 

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5. Immer nur auf einen Aspekt fokussieren

Welche Fehler passieren Ihnen immer wieder? Konzentrieren Sie sich bei jedem Durchgang immer nur auf einen Schwerpunkt. Das kann zum Beispiel die Rechtschreibung, der Satzbau, aber auch die Zeichensetzung oder die Wortwahl sein.

6. Auf besonders gängige Fehler achten

Gängige Fehler (© beebrigh - stock.adobe.com)
Gängige Fehler (© beebrigh - stock.adobe.com)
Es gibt Fehler, die treten besonders oft auf.

Hierzu gehören etwa Wörter, die durch Buchstabenkombinationen leicht verwechselt werden können, wie "das" oder "dass" oder "nein" und "kein", aber auch Wörter, die zwar ausgesprochen ähnlich klingen, jedoch unterschiedlich geschrieben werden, wie "seit" und "seid" oder "Ware" und "wahre".

Außerdem kommt es häufig vor, dass besonders in den Vorsilben Buchstaben vergessen werden und es daher fälschlicherweise "einnern" statt "erinnern" heißt.

Beliebte Fehler sind auch Buchstabendreher, wie "shcon" statt "schon" oder eine uneinheitliche Schreibweise bei Wörtern, die mehrere Schreibweisen zulassen, wie bei "Geografie" und "Geographie".

7. Überschriften separat lesen

Da Überschriften meist übergangen werden, sollten Sie sich bei einem Ihrer Korrekturdurchgänge nur darauf konzentrieren.

8. Den Text langsam und laut vorlesen

Das laute Vorlesen eines Textes bewirkt schon Wunder. Je langsamer dabei jedoch vorgelesen wird, desto eher springen einem die Fehler regelrecht ins Auge. Fehlende Worte, unstimmige Formulierungen, aber auch falsche Wortendungen werden auf diese Weise schnell erkannt und können korrigiert werden.

9. Den Text rückwärts lesen

Nicht nur lautes und langsames Vorlesen des Textes hilft beim Korrekturlesen. Auch durchs Rückwärtslesen gelingt es, sich noch besser auf jedes einzelne Wort und dessen Rechtschreibung zu konzentrieren, da der Textzusammenhang durch diese Methode verlorengeht.

10. Gegenlesen lassen

Da vier Augen bekanntlich mehr sehen als zwei, sollten Sie Ihren Text unbedingt durch jemanden gegenlesen lassen. Vielleicht fallen dieser Person noch weitere Fehler auf, die Sie bislang übersehen haben oder dessen Sie sich gar nicht bewusst waren.

11. Nutzen Sie gängige Nachschlagewerke

Vielleicht sind Sie sich bei einigen Wörtern auch nicht so sicher? Gehen Sie auf jeden Fall auf Nummer sicher und ziehen Sie gängige Nachschlagewerke zurate. Hierzu gehört natürlich "Die deutsche Rechtschreibung". Aber auch ein Grammatik- und Fremdwörterbuch können nicht schaden. Um Wortwiederholungen zu vermeiden, können Sie auch einmal im Synonymwörterbuch nachschlagen.

Fazit: Warum Korrekturlesen so wichtig ist

Manchmal ist man sich einfach sicher, dass der eigene Text nach mehrmaligem Korrigieren fehlerfrei ist. Um jedoch auf Nummer sicher zu gehen, sollte zumindest für die Endkontrolle nochmal eine andere Person gegenlesen. Denn vier Augen sehen bekanntlich mehr als zwei. Durch den Abstand zum Text kann einer außenstehenden Person auch so manche Ungereimtheit ins Auge springen, für die man, als Verfasser des Textes, einfach blind ist. Insbesondere, wenn es sich um eine wissenschaftliche Arbeit oder einen Text für die Öffentlichkeit handelt, sollte man besondere Sorgfalt walten lassen – viele Fehler können sich negativ auf die Bewertung bzw. auf das Image des Verfassers auswirken.

Lesen Sie auch unseren Artikel "Redigieren von Texten – professionelle Tipps, Tricks und Checkliste für Redaktoren".

 

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