(openPR) „Weisheit läßt sich finden von denen, die sie suchen“ lautet ein Sprichwort. Doch wer sucht sie? Es scheint so zu sein, daß Menschen in dem Maße ärmer an Weisheit werden, je mächtiger und reicher sie werden. Zuviel Macht und zuviel Geld scheinen das menschliche Gehirn in entscheidenden Teilen zu paralysieren.
Die Goldbindung des US-Dollars wurde 1971 aufgehoben. Seitdem leben Die USA, allein von der – inzwischen allerdings stark erodierenden – Bereitschaft der übrigen Völker der Erde bzw. derjenigen, die für sie handeln, den Dollar als Welthandels- und Reservewährung zu verwenden. Inzwischen sind 20,6 Billionen Schulden aufgelaufen und es werden schnell immer mehr. Die USA sind faktisch bankrott und werden nur noch durch das zusehends schwindende Dollarprivileg vor dem offiziellen Eingeständnis dieser Tatsache bewahrt.
Das Dollarprivileg ist aber längst ein Auslaufmodell und die letzten, die das nicht kapieren, werden die sprichwörtlichen Hunde beißen.
Die Herrscher der Wall-Street scheint das nicht zu interessieren. Sie haben bewiesen, daß man nicht produktiv arbeiten muß, um reich zu werden. Solange sie ihren unproduktiven Reichtum mehren können, ohne dabei allzu viel Rücksicht auf die Folgen für Staat und Gesellschaft nehmen zu müssen, dürften sie zufrieden weiter ihren Geschäften nachgehen. Allerdings scheint ihnen längst nicht mehr so ganz wohl dabei zu sein. Sie kämpfen nämlich schon einige Zeit mit allen (!) Mitteln gegen den Kollaps der von ihnen erzeugten Blasen und speziell gegen das „Fieberthermometer“ Gold. Doch alles wird schließlich selbst mit Unterstützung ihrer privaten Notenbank FED nichts helfen: Das selbst erzeugte gigantische Derivate-Monster, das der erfolgreiche Investor Warren Buffett als Massenvernichtungswaffe der Finanzindustrie bezeichnet hat, wird kollabieren und nichts weiter als eine riesige Wolke gescheiterter Geldgier hinterlassen, die vor allem viele Unschuldige ersticken wird.
Auch in Europa wird es dann drunter und drüber gehen. Vor allem, wenn klar wird, daß die EZB weder mit ihrer Geldvermehrung noch mit der Enteignung der Sparer zugunsten der Subventionierung der skrupellosesten Schuldner und Bankster etwas „retten“ kann. Diverse Südländer der Europäischen Währungsunion sind immer noch meilenweit von einer Sanierung ihrer Finanzen entfernt, obwohl Mario Draghi sie – wie z.B. sein Heimatland Italien – mit seinen Anleiheaufkäufen bevorzugt versorgt. Warum sollten sie sich selbst anstrengen, um endlich ihre und ihrer Pleitebanken Schieflagen zu beseitigen, solange die EZB sie ungestört weiter auf Kosten und zum Schaden Unbeteiligter hätscheln darf? Warum sollten sie selbst an der Verbesserung ihrer desolaten Lage arbeiten, wenn begründete Aussicht besteht, daß schließlich andere für das Desaster aufkommen? Draghi arbeitet daran und macht ihnen Hoffnung.
Eine deutsche Regierung, die das duldet, macht sich gegenüber ihrem Volk schuldig. Aber wen interessiert das, wen interessieren die politischen Folgen? Kommt Zeit, kommt Rat. Draghi darf seinen ebenso skandalösen wie geld-, wirtschafts- und sozialpolitisch katastrophalen Kurs weiter verfolgen und den oft hart erarbeiteten Wohlstand von Millionen Menschen langsam aber sicher ruinieren. Nicht nur in Deutschland. Welche sozialen und politischen Folgen das haben wird, scheint ihn nicht zu interessieren.
In Lettland ist kürzlich wieder eine Bank mit sogenannten ELA-Krediten (einer Art Nothilfe bei drohendem Bankrott) vor dem Bankrott gerettet worden. Die anhaltende Misere italienischer Banken ist derzeit aus dem Blick der Öffentlichkeit geraten, aber deshalb nicht beseitigt. Griechenland ist nicht einmal ansatzweise über den Berg und es werden vor Abschluß des gegenwärtigen Rettungspakets schon neue Kreditfazilitäten ins Gespräch gebracht. Auch in Portugal könnte es bald größere Probleme geben. Um Deutschland, d.h. in erster Linie den Deutschen Mittelstand und deutsche Sparer, maximal ausbeuten zu können, soll deshalb möglichst schnell eine „Bankenunion“ geschaffen werden.
Ob unseren Politikern überhaupt klar ist, daß der politische Kurs der Währungsunion für unser Land brandgefährlich ist? Wenn die angesichts ihrer desolaten Lage verständlichen Forderungen der notorischen Schuldner nach einer Bankenunion nicht konsequent zurückgewiesen werden, könnte es für die Europäische Einigung und sogar für den Frieden in Europa schlimme Folgen haben. Die deutschen Politiker haben die Pflicht, den mehr oder weniger verklausulierten Forderungen der EZB und der Euro-Südstaaten, die Deutschen mögen für alle Schulden aufkommen, eine klare und entschiedene Absage zu erteilen.
Der Umgang mit Geld, vor allem mit dem Geld anderer Leute, mit Geld also, das andere oft mit großer Anstrengung und unter großen persönlichen Opfern erarbeitet haben, ist eine Frage der Mentalität und der Moral. An ersterer kann man nichts ändern und die Moral der „Eliten“ scheint derzeit total verkommen. Geld dient nicht mehr in erster Linie dem Menschen, sondern die Menschen werden von einer kleinen Minderheit und deren nützlichen Idioten zu Zwecken eigener Bereicherung nach Kräften ausgenutzt und ausgebeutet.
Derzeit sieht es so aus, als ob keine Partei und keine Politiker mehr Willens oder in der Lage wären, ohne Wenn und Aber ihrem Wählerauftrag zur Sorge für das allgemeine Wohl nachzukommen. Das Schicksal der Völker liegt deshalb in den Händen von Glücksrittern und ihren Spielchen und Manipulationen. Auch eine mögliche neue GroKo in Deutschland ist weder für den unvermeidlichen (finanz)wirtschaftlichen Kollaps gerüstet noch plant sie, die Finanzwirtschaft endlich wieder dem Primat des Allgemeinwohls unterzuordnen.
Während die Politiker sich offensichtlich mit wichtigeren (?) Dingen beschäftigen, ächzt das Lügengebäude der wirtschaftlichen Prosperität mit seinen falschen Wahrzeichen in Gestalt von aufgeblähten Börsenkursen und Immobilienpreisen bereits besorgniserregend. Der Graben zwischen Arm und Reich verbreitert und vertieft sich unaufhörlich weiter und die Politik plant keine Abhilfe. Die Europäische Währungsunion droht zum Selbstbedienungsladen des ClubMed zu degenerieren, dem der deutsche Mittelstand die Kassen füllen soll. Weiter-So! heißt bisher trotzdem die Devise.
Da braut sich einiges zusammen, dem kluge Menschen besser begegnen sollten, bevor ein Alptraum daraus wird.
Prof. Querulix beobachtet und kommentiert seit vielen Jahren das fragwürdige Treiben der Menschentiere, vor allem das ihrer „Eliten“. Seine Beobachtungen dokumentiert er unter anderem in der eBook-Reihe „Tacheles“, in der bisher 7 Bände erschienen sind. Der jüngste trägt den Titel: „Rien ne vas plus – Wohin treibt die Menschenwelt?“ (ISBN 978-3-943788-43-3). Wie seine 6 Vorgänger ist er im eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital (www.read.ruedenauer.de) erschienen und dort sowie in allen gut sortierten Buchhandlungen zum Preis von 9,95 Euro zu haben.
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