(openPR) Liebe Frau Merkel,
für die anstehenden Koalitionsverhandlungen empfehlen wir folgende Vorgehensweise:
1. Die Verhandlungen mit der CSU beginnen, immer die schwierigsten Partner zuerst. Die Obergrenze für Flüchtlinge opfern, dafür intern die Reihen schließen.
2. Mit der SPD Sondierungsgespräche führen. Es gibt SPD-Politiker, die den Aussagen des gescheiterten Kandidaten Schulz kritisch gegenüberstehen. Die Demokratie verlangt von allen Parteien, sich der Verantwortung zu stellen.
3. Die FDP ist der nächste Verhandlungspartner, die FDP hat sich inhaltlich noch nicht festgelegt und ist in dieser frühen Phase noch flexibel.
4. Dann mit den Grünen Gespräche aufnehmen, jedoch nur 2 Personen als Verhandlungspartner akzeptieren. Wenn die Grünen mit dem gerade vorgestellten Verhandlungsteam erscheinen, müssten diese mit dem Bus anreisen.
Folgende Taktiken gelten in den Koalitionsverhandlungen:
- Ein Scheitern ist keine Option – Neuwahlen sind ausgeschlossen. Es darf keine Partei das Wort „scheitern“ in den Mund nehmen.
- Vorbedingungen für Verhandlungen sind kindisch – das geht nur im Kindergarten. ("Wenn Du das nicht magst…")
- Personelle Entscheidungen sind Sache der Partei, nicht der Koalitionsverhandlung. Sätze wie: „Also wenn der Minister wird, dann…“ sind nicht erlaubt.
- Drohungen sind nicht akzeptabel, weil nicht durchsetzbar.
- Kritische Punkte müssen bis in das letzte Detail endverhandelt werden.
- Ideologische und nicht verhandelbare Punkte kommen in einen großen Topf – und werden in der „Nacht der langen Messer“ in einem Gesamtpaket entschieden.
- Das Vertagen von Entscheidungen ist keine Option. Formulierungen wie „wir prüfen… und entscheiden später“ sind nicht möglich.
- Nach der Wahl der Kanzlerin ist die Koalitionsverhandlung beendet, eine Nachverhandlung ist nicht möglich.
Der Koalitionsvertrag ist keine Absichtserklärung, sondern die nicht veränderbare Bibel für die kommenden Jahre.
Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!
Beste Grüße nach Berlin,
Matthias Schranner







