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„Qualität und Vergütung korrelieren“

21.03.201711:47 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: „Qualität und Vergütung korrelieren“
v.l.n.r. Frank-Dieter Zielke, Canan Bayram, Eveline Kietz-Dierichen
v.l.n.r. Frank-Dieter Zielke, Canan Bayram, Eveline Kietz-Dierichen

(openPR) Die Berliner Abgeordnete Canan Bayram (B'90/Die Grünen) setzt sich für Verbesserung der Rahmenbedingungen in der Berufsbetreuung ein.

Berlin, 21. März 2017 – „In meiner Anwaltspraxis hatte ich Mandanten, die aufgrund psychischer Umstände die Unterstützung von Berufsbetreuern brauchten. Daher weiß ich, wie vielfältig und anspruchsvoll die Aufgaben sind, die Sie übernehmen, und wie wertvoll für ein selbstbestimmtes Leben der Klienten.“ Das sagte die Sprecherin für Integrations-, Migrations- und Flüchtlingspolitik der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Canan Bayram, bei einem Gespräch mit Eveline Kietz-Dierichen und Frank-Dieter Zielke vom Landesvorstand Berlin des Bundesverbands der Berufsbetreuer/innen e.V. im Berliner Abgeordnetenhaus.



Ziel des Treffens war, die Grünenfraktionen zu motivieren, sich für die anstehende Gesetzesänderung für die Erhöhung der Stundensätze um 15 Prozent einzusetzen.

„15 Prozent mag sich viel anhören – Abgeordnete jedoch haben im selben Zeitraum 30 Prozent mehr bekommen“, sagte Frank-Dieter Zielke.

Canan Bayram hält eine Gesetzesinitiative für notwendig und die Argumente für eine Erhöhung für berechtigt. Die Rechtsanwältin: „Ich kenne die Thematik von Anwaltskollegen, die Betreuungen übernehmen. Vergütung korreliert mit Qualität: Wenn ich so viel verdiene, dass ich mehr ins Detail gehen kann, mehr Zeit für Klienten habe, dann dient das der Qualität. Es kann nicht sein, dass Berufsbetreuer ihr privates Zeitkonto einsetzen – da müssen Sie mich nicht überzeugen.“

Die Argumente, die die BdB-Vertreter für eine Erhöhung vorbrachten, sind vielfältig: Seit 2005 wurden die Stundensätze nicht erhöht. Gleichzeitig stiegen jedoch die Anforderungen an Aufgaben, Verantwortung und Bürokratie. Das derzeitige System fördert stellvertretendes Handeln und eine Vernachlässigung der persönlichen Betreuungsführung. Damit steht es im Widerspruch zu den Vorgaben der UN-BRK (Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen).

Dazu sagte Eveline Kietz-Dierichen vom BdB: „Kontakte mit Klienten sind das Wichtigste. Dafür brauche ich Zeit. Das Stichwort heißt hier Inklusion im Sinne der UN-BRK. Unsere Aufgabe dabei ist, den Willen zu ermitteln. Das geht nicht mit einem Gespräch alle halbe Jahr.“

Nach den bisherigen Ergebnissen zeigt die BMJV-Studie eindeutig, dass die Forderung des BdB nach höheren Stundensätzen zu Recht bestehen. Auch die Rahmenbedingungen müssen verbessert werden, um den Beruf für junge Menschen attraktiver zu machen. In den kommenden Jahren gehen viele Berufsbetreuer/innen in Rente. Das System Betreuung ist auch an dieser Stelle bedroht.

Canan Bayram schätzt die Arbeit der Berufsbetreuer/innen und will sich für eine bessere Vergütung einsetzen, unabhängig davon, ob es durch das vom Bundestag verabschiedete Gesetz oder durch eine am Ende einer Strukturdebatte gefundenen Lösung erfolgt. Dafür will ich werben und darüber mit Justizsenator Dirk Behrendt (Bündnis 90/Die Grünen) sprechen.“

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