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CDA: INNENSENATOR MÄURER ALS BEHÖRDENCHEF ÜBERFORDERT

12.08.201609:58 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Mit Blick auf die neuerlichen Probleme des Stadtamtes sind nach Auffassung der Bremer CDA Zweifel an der Kompetenz des Innensenators als Behörden­chef angebracht. CDA-Sprecher Peter Rudolph: „Seit mehr als einem Jahr sorgt das Stadtamt Bremen mit seinen Personalproblemen regelmäßig für Ne­gativschlagzeilen. Nach dem im Januar 2015 lange Warteschlangen vor dem Ausländeramt für Aufregung sorgten und die Behördenspitze nach einer Klau­surtagung zu einem Sofortprogramm veranlassten, waren es im August 2015 die langen Wartezeiten bei der Kfz-Zulassungsstelle, die für Aufregung sorgten und von Amtsleitung und Personalrat mit rasant steigenden Autoverkäufen be­gründet wurden. Im März diesen Jahres musste der hohe Krankenstand zur Erklärung von langen Warteschlangen und Anmeldestopps bei der Beantra­gung von Personalausweisen und Meldebescheinigungen herhalten. Und letz­ten Monat waren es unvorhergesehene Abgänge und urlaubsbedingte Ausfäl­le, mit denen vom Stadtamt Wartezeiten von mehr als zehn Wochen bei der Bearbeitung von Geburtsurkunden durch das Standesamt erklärt wurden und Senator Mäurer dazu brachten, das Standesamt unter seine Leitung zu stellen. Heute nun ist das Ausländeramt erneut in die Schlagzeilen geraten, weil es mit der Bearbeitung negativ beschiedener Asylanträge zunehmend in Rückstand gerät, so dass sich auch die Durchsetzung der Ausreisepflicht nicht Aufent­haltsberechtigter unnötig verzögert.“



Die CDA verweist darauf, dass das Land Bremen ohnehin mit der Durchset­zung der Ausreisepflicht nicht Aufenthaltsberechtigter im Hintertreffen ist. Im ganzen Jahr 2015 wurden lediglich 28 Personen abgeschoben. Selbst wenn man die Zahl der 165 freiwillig Ausgereisten hinzurechnet, hinkt der Zwei-Städte-Staat anderen Bundesländern weit hinterher: so sind im dreimal größe­ren Hamburg 1500 nicht Aufenthaltsberechtigte freiwillig ausgereist, während 637 zwangsweise abgeschoben wurden. Rudolph: „Die schleppende und la­sche Abschiebungspraxis in Bremen ist ein Skandal und fördert Ressentiments gegen Flüchtlinge. Die CDA hat daher kein Verständnis dafür, dass durch Ver­waltungsmängel die Durchsetzung der Ausreisepflicht nicht Aufenthaltsbe­rechtigter zusätzlich verzögert wird.Die steigende Zahl von Akten aus dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) kommt für das Ausländer­amt nicht unerwartet. Das BAMF hatte bereits im Februar 370.000 noch nicht abgeschlossener Asylan­träge vermeldet und in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, dass die Zahl noch drastisch steigen werde, da die Asylanträge von 300.00 bis 400.000 Flüchtlingen noch ausstünden.“

Die CDA erwartet, dass endlich Schluss gemacht wird mit den chaotischen Zuständen im Stadtamt. Da die ohne Zweifel vorhandenen personellen Eng­pässe offensichtlich behördenintern nicht beseitigt oder überbrückt werden können, darf auch der vorübergehende Einsatz von Leiharbeitnehmern kein Tabu sein. Zwar können Leiharbeitnehmer keine hoheitlichen Aufgaben wahr­nehmen, aber nicht alle Tätigkeiten des Stadtamtes sind hoheitlicher Natur. Die Bürger haben ein Anrecht darauf, dass ihre Behördenanliegen in angemes­sener Zeit bearbeitet werden.

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