(openPR) Symposium am Jean Monnet Centre in European Studies (JMCE) der Universität Osnabrück am 23. Januar 2016 ab 14 Uhr im Zimeliensaal der Biliothek, Alte Münze 16, Osnabrück
Die Analyse des schwierigen Verhältnisses zwischen EU und Türkei wird Gegenstand eines halbtägi-gen Symposiums des JMCE unter namhafter nationaler und internationaler Beteiligung sein.
Aufgrund der tiefen Uneinigkeit der EU Mitgliedsstaaten über eine gemeinsame Migrationspolitik in der EU wird insbesondere von der deutschen Bundesregierung nach Jahren des Stillstandes in den EU-Aufnahmeverhandlungen eine Annäherung an die Türkei gesucht. Dem gegenüber beherrschen das Wiederaufflammen des Kurdenkonfliktes sowie die tiefen Einschnitte in Medienfreiheit und Unabhängigkeit der Justiz die Berichterstattung aus der Türkei.
Das halbtägige Symposium soll die öffentliche Diskussion durch die Erörterung von zwei Schlüsselfragen anregen:
In einem ersten Panel (um 14 Uhr) soll debattiert werden, wie sich die von Erdogan proklamierte „Neue Türkei“ politikwissenschaftlich einordnen lässt. Ist die Türkei auf dem Weg zu einem autoritären Staat oder ist sie es bereits? Ein zweites Panel (um 16 Uhr) befasst sich mit den außenpolitischen Interessen der EU und der Türkei im Nahen Osten. Kann die Türkei ein Partner für die EU sein bei der Bewältigung von Migrationsbewegungen und bei der Befriedung Syriens? Oder verrät die EU ihre Prinzipien durch die Kooperation mit einer zunehmend autoritären türkischen Regierung? Ist es überhaupt gesichert, dass die Türkei und die EU die gleichen Ziele in der Region verfolgen?
Führende internationale Politikwissenschaftler und Experten wie Prof. Ziya Önis von der Koc University Istanbul, Ass. Prof. Cathy Macmillan von der Yedetepe University Istanbul, Dr. Günther Seufert von der Stiftung Wissenschaft und Politik Berlin und Ruprecht Polenz, ehemaliger CDU-Generalsekretär und Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages, werden diese Fragen diskutieren. Damit findet nicht nur ein Türkei-Seminar des JMCE seinen Abschluss, diese Veranstaltung soll brandaktuelle Fragen aufgreifen und politikwissenschaftlich debattieren.
Aufgrund der internationalen Beteiligung wird diese Veranstaltung auf English unter dem Titel "Turkey – authoritarian state and partner for the EU?" stattfinden.








