(openPR) Der Europäische Anti-Diskriminierungsrat eröffnet in diesen Tagen die Ständige Vertretung bei der Bundesregierung in Berlin. Erster Ständiger Vertreter ist Hartmut Frenzel, der Anfang Mai durch den Direktor des EAC, Dr. Stefan Prystawik, sowie Präsidenten des Forschungsrates des EAC, Dr. Klaus Michael Alenfelder, in sein Amt eingeführt wird.
Im Rahmen vorangegangener Spitzengespräche auf politischer Ebene zeigte sich die Notwendigkeit, gerade in Deutschland eine Ständige Vertretung des auf EU Ebene tätigen Dachverbandes mit Hauptsitz in London zu errichten. Deutschland ist das einzige Land, das die EU Antidiskriminierungsrichtlinien noch nicht umgesetzt hat. Der Ständige Vertreter wird die ordnungsgemäße Umsetzung überwachen. Darüberhinaus zeigen die jüngsten besorgniserregenden Ereignisse, wie sehr Deutschland in der gesellschaftlichen und politischen Entwicklung gegenüber anderen führenden EU Staaten zurückliegt. Hier ist viel Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit zu leisten, so Dr. Prystawik wörtlich.
Nach Ansicht von Dr. Alenfelder ist ein Verbot jeder Diskriminierung ein wirtschaftlicher Vorteil, wie ein Blick auf das Wirtschaftswachstum in Großbritannien und den USA zeigt. Die Unkultur der Diskriminierung ist Mitursache der wirtschaftlichen Stagnation in Deutschland. Besonders wichtig ist die diskriminierungsfreie Personalauswahl. „Wer diskriminiert, wählt den schlechteren Bewerber. Nur vorurteilsfreie Personalentscheidungen sorgen für Auswahl nach Leistung“.
Nach Überreichen der Akkreditierungsunterlagen der Berliner Mission zeigte sich Dr. Alenfelder beim Verlassen des Reichstagsgebäudes zuversichtlich, daß die Ständige Vertretung einen wesentlichen Beitrag zum Aufbau gerechterer Gesellschaftsstrukturen leisten werde.







