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Friendly fire: Prof. Querulix redet Tacheles

17.03.201519:34 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
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Prof. Querulix, Tacheles und andere zeitlos-zeitkritische Beobachtungen und Kommentare
Prof. Querulix, Tacheles und andere zeitlos-zeitkritische Beobachtungen und Kommentare

(openPR) Es muß einem schon wichtig sein, wenn er Tacheles redet, also offen und unverblümt seine Meinung äußert. Und das ist bei Prof. Querulix der Fall. Daß Deutschland weit hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt, enttäuscht ihn nicht nur, sondern macht ihn geradezu wütend auf die dafür Verantwortlichen.



Nicht viel besser als in den sogenannten Bananenrepubliken herrscht inzwischen auch in den Staaten der sogenannten ersten Welt eine abgehobene polit-ökonomische Klasse über die menschlichen und sachlichen Potentiale der Völker und bedient sich nach Kräften selbst. Dabei sollten demokratische Regierungen ihr Handeln strikt am Allgemeinwohl ausrichten. Deshalb werden sie schließlich durch allgemeine Wahlen legitimiert oder besser: legalisiert. Denn was Regierungen nach ihrer Wahl tatsächlich tun, darauf hat der Wähler keinen Einfluß mehr.

„Demokratie, die nicht den Primat des Allgemeinwohls gewährleistet, ist Betrug am Volk. (Prof. Querulix) Nicht allein in Deutschland ist die Demokratie längst zu einer Lobbydemokratur verkommen, in der das allgemeine Wohl von den Politikern bedenkenlos persönlichen, parteilichen oder den Sonder- und Profitinteressen der politisch am besten vernetzten Lobbys geopfert wird.

Nur einige wenige Beispiele:

Müßte es in Deutschland Armut geben? Ganz sicher nicht, wenn Ausbeutung nicht vom Gesetzgeber – und das sind die vom Volk gewählten und mit Privilegien ausgestatteten Parlamentarier! – zugelassen, ja gefördert würde. Unzureichende Altersrenten sind moralisch ebenso skandalös wie prekäre Arbeitsverhältnisse. Wenn letztere, wie die Lobby der Wirtschaft und der Wohlversorgten nicht müde wird, zu behaupten, für Deutschlands internationale Wettbewerbsfähigkeit unabdingbar ist, brauchen wir endlich ein Grundeinkommen. Denn alle Deutschen haben ein Recht auf einen angemessenen Anteil am – schließlich gemeinsam! – erarbeiteten Volkseinkommen und Volksvermögen.

Ist die fortschreitende Desintegration der Gesellschaft unvermeidlich? Derzeit wird die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer. Soziale Gerechtigkeit ist selbst bei den Sozialdemokraten kein Thema mehr, kommt allenfalls als Klientelpolitik noch vor. Religionen sind nicht mehr Privatsache, wie es in einem modernen Staat vernünftig und für den sozialen Frieden hilfreichen wäre, sondern infiltrieren zunehmend das öffentliche Leben – mit allen negativen Folgen. Keine Gesellschaft hält wachsende Spannungen ökonomischer und religiöser Art auf Dauer aus, ohne daß die auseinandersetzungen eskalieren.

Warum sind die Politiker nicht fähig, zukunftssichernde Investitionen, zum Beispiel in soziale Sicherheit, Erziehung und Bildung, sichere und kostengünstige Energieversorgung, Verkehrsinfrastruktur usw. rational zu planen und durchzuführen? Liegt es tatsächlich daran, daß das Rudeltier „Mensch“ im Zweifel allein von seinen uralten Raubtierinstinkten gesteuert wird, die vernünftiges und kooperatives handeln unmöglich machen? Es ist doch eine Schande, daß die Herrscher über einen Wissenschafts- und Industriestaat ersten Ranges nicht in der Lage sind, Projekte wie die Hamburger Elbphilharmonie, den Berliner Flughafen und den Stuttgarter Hauptbahnhof vernünftig zum Erfolg zu führen – um nur drei spektakuläre Beispiele von ungezählten weiteren zu nennen. Wir verschwenden auf die Weise Milliarden Steuergelder. Weitere zig Milliarden versenken wir in Griechenland. Für die dringend erforderlichen zukunftssichernden Projekte in Deutschland bleibt nichts mehr übrig. Und das in einer Zeit, in der wir die Kredite für diese Investitionen fast geschenkt bekämen!

Die derzeitige poli-ökonomische Herrscherklasse hat ihre eigenen engstirnigen Vorteile so fest im Blick, daß sie offensichtlich unfähig ist, die langfristigen, für unser Land existenziell wichtigen Aufgaben zu erfüllen. Wir brauchen zum Beispiel kein Freihandelsabkommen mit den USA und Kanada, in dem wir einen Teil unserer gesetzgeberischen Souveränität an Hinterzimmergerichte abtreten. Davon profitieren (eine kurze Zeit lang) eine Handvoll reicher Leute und die restlichen Millionen Deutschen zahlen (solange sie es dulden) drauf. Was wir dagegen drignend brauchen ist die Abschaffung der Lobbydemokratur und eine Orientierung politischen Handelns am Allgemeinwohl.

Dazu wären verbindliche Vorgaben und allgemeingültige Erfolgskriterien für politisches Handeln erforderlich. Die sogenannten Nebentätigkeiten von Abgeordneten müßten vollkommen offengelegt werden und auf eine Interessenkollision müßte bei der Verteilung von Ausschußposten und Nebenämtern strikt geachtet werden. Wir brauchen für diesen Bereich auch ein strenges Strafrecht. Politik darf nicht zu einem Kampf um Beute verkommen, der in der Bevölkerung regelmäßig zahlreiche unschuldige Verlierer erzeugt. Wer ein Abgeordnetenamt annnimmt, hat sich ohne Wenn und Aber dem Allgemeinen Wohl zu verpflichten. Tut er das nicht, muß er Strafe fürchten. Nur so werden wir den Krebs der Lobbydemokratur besiegen können.

Politisches Handeln, das für die Bürgerinnen und Bürger erkennbar em Allgemeinwohl verpflichtet ist, wäre auch geeignet den zunehmenden Egoismus einzudämmen, der Projekte wie zum Beispiel die Stromversorgung Bayerns aus Windenergie verhindert. Auch die Wahlen gewännen wieder an Bedeutung, wenn Regierungsarbeit sich an nachvollziehbaren verbindlichen Kriterien des Allgemeinwohls orientierte, anstatt Sonderinteressen zu bedienen. Die erschreckend sinkende Wahlbeteiligung ist ein besorgniserregendes Symptom für die wachsende Überzeugung vieler Bürgerinnen und Bürger, von „ihren“ Politikern nicht mehr vertreten zu werden. Das ist eine sehr gefährliche Entwicklung.

Abhilfe können aber nur die Bürgerinnen und Bürger selbst schaffen, indem sie sich im hier aufgezeigten Sinne für ihre Belange einsetzen. „Wenn die Schafe nicht Schafe wären, könnten die Wölfe nicht Wölfe sein“, gibt Prof. Querulix zu bedenken.

Prof. Querulix nimmt seit langem das Treiben Menschentiere und vor allem das ihrer polit-ökonomischen Alphas ins Visier in Gestalt von Aphorismen, Reimen und Gedichten, sowie in Prosa. Sein friendly fire feuert er schonungslos auf Versager, verkappte Lobbyisten, dreiste Beutemacher, scheinheilige Schwätzer und die vielen nützlichen Idioten, die um kleiner Vorteile willen die legitimen Interessen ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger verraten.

In der Reihe „Tacheles“ sind bisher vier Bände eBooks erschienen, außerdem zahlreiche kleine Bände eBooks sowie eine CD mit Aphorismen, Reimen und Gedichten, in die zusätzlich auch Zitate anderer kritischer Geister aus zweieinhalb Jahrtausenden sowie eine kleine Bildergalerie aufgenommen wurden. Auf der WebSite des eVerlags READ – Rüdenauer Edition Autor Digital finden Sie eine Übersicht und Informationen über die Bezugsmöglichkeiten.

Lassen Sie sich von Prof. Querulix an- oder auch aufregen. Die Lektüre seiner Aphorismen oder Prosa-Beiträge unterhält und regt zugleich den kritischen Geist an. Dabei gleichgültig zu bleiben, soll bisher noch niemandem gelungen sein.

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