(openPR) Der neue griechische Ministerpräsident Tsipras ließ kurz seine Muskeln spielen, scheint aber jetzt doch eizusehen, daß es um das Schicksal seines Landes geht. Daß Deutschland für das künftige Schicksal seines Heimatlandes die letztlich entscheidende Rolle spielt, wird er auch noch einsehen.
„Wer Frechheit hinnimmt, fördert sie“, warnt Prof. Querulix. Zwar hat der Euro, wie schon mehrfach betont wurde, nur als Weichwährung noch eine Chance, und darauf arbeitet die EZB unter Draghi ja auch mit allen Kräften und Mitteln hin. Wenn es aber dem südeuropäischen Schlendrian gelingen sollte, die Währungsunion vollends zu erobern und Deutschland sich zum unbegrenzten Zahlmeister erniedrigen, ist die Währungsunion am Ende, vielleicht auch die Europäische Union insgesamt.
Dann hätte allenfalls noch ein vereinigtes Nordeuropa eine Chance, sich mit einer soliden und stabilen Währung im internationalen Wettbewerb zu behaupten.
Und noch eine Gefahr lauert. Von radikalen Tendenzen in der Bevölkerung wird letztlich auch Deutschland nicht verschont bleiben, wenn eine Währungsunion als Inflationsgemeinschaft die sozialen Verhältnisse weiter verschlechtern sollte. Die Deutschen werden sich nicht von ihren südeuropäischen „Freunden“ ausplündern lassen. Wenn dort der Wille fehlt, die erforderlichen Reformen zur Stabilisierung der Währungsunion durchzuführen, wird sich das bisher noch duldsame deutsche Volk auf die eigenen Interessen besinnen, und die liegen gewiß nicht in der Aufrechterhaltung griechischer Verhältnisse.
Zur Erinnerung: Deutschland war schon wirtschaftlich erfolgreich, als noch niemand an die Europäische Union oder gar die Währungsunion gedacht hat.
Es wird Zeit, daß Griechenland seine korrupte, skrupellos eigensüchtige „Elite“ loswird. Es wird Zeit, daß Griechenland hinsichtlich seiner Arbeitsproduktivität mindestens den europäischen Mittelwert erreicht. Es wird Zeit, daß die teure und schwerfällige griechische Bürokratie verschwindet und daß Sozialleistungen auf europäisches Durchschnittsniveau begrenzt werden. Das alles zu erreichen, ist Tsipras Chance – mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit seine einzige.
Griechenland hat sich die Mitgliedschaft in der Währungsunion erschlichen. Dabei soll auch Herr Drgahi eine zweifelhafte Rolle gespielt haben. Die weitere Finanzierung Griechenlands ist schwer vermittelbar, wenn sich die „Eliten“ dieses Landes nicht grundlegend ändern. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist derzeit noch gleich null. Nur die neue Regierung unter Tsipras könnte mit konsequentem Handeln daran etwas ändern. Ob sie es wirklich kann, wird über das Schicksal Griechenlands und seinen Verbleib in der Währungsunion entscheiden. Ein Faß ohne Boden, an dessen Reparatur die Eigentümer selbst nicht interessiert sind, braucht die Währungsunion nicht.
Es wird spannend. Prof. Querulix Beobachtungen und Kommentare zum bunten Treiben des Menschentiers und seiner Häuptlinge erscheinen gesammelt in bisher vier Bänden eBooks. Sie sind unter dem Titel „Tacheles“ beim eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital und in allen guten (Internet-)Buchhandlungen für je 9,95 Euro erhältlich.
READ Pressestelle













