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Wohin treibt Griechenland?

05.02.201518:01 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Wohin treibt Griechenland?
Prof. Querulix: Tacheles - zeitlos-zeitkritische Beobachtungen und Kommentare zum Weltgeschehen
Prof. Querulix: Tacheles - zeitlos-zeitkritische Beobachtungen und Kommentare zum Weltgeschehen

(openPR) Der griechische Schriftsteller und Satiriker Emmanuel Roidis soll einmal gesagt haben: „Jedes Land hat seine Wunden: England den Nebel, Ägypten das Augenleiden, die Walachei Heuschrecken und Griechenland die Griechen.

Die neue Regierung Griechenlands unter Ministerpräsident Tsipras scheint allmählich Tritt und Ton im Umgang mit ihren Gläubigern zu finden. In der Sache muß sie allerdings erst beweisen, daß grundlegende Reformen zur Sanierung des Staates tatsächlich unwiderruflich in Angriff genommen werden. Diese durchzusetzen, wird nicht leicht fallen, ist aber, wenn das Land Mitglied der Währungsunion bleiben möchte, unausweichlich.



Die Milliardenkredite – insgesamt sage und schreibe 320 Milliarden Euro – wird Griechenland trotzdem niemals zurückzahlen; die wohl unvermeidliche Verewigung der Laufzeiten der Kredite oder die Vereinbarung, die Rückzahlung von der Zahlungsfähigkeit Griechenlands abhängig machen, werden dafür sorgen. Verantwortlich für dieses Desaster sind diejenigen Politiker, die nicht den Anfängen gewehrt haben. Griechenland hätte in seinem damaligen Zustand niemals in die Währungsunion aufgenommen werden dürfen und die soliden Länder hätten sich nicht in die Finanzierung der alten maroden und korrupten Strukturen des Landes hineinziehen lassen dürfen.

Jetzt steckt die sprichwörtliche Karre tief im Dreck und kann nicht ohne größere Schäden geborgen werden. Die Unschuldigen müssen für die Schuldigen bluten.

Die Geldgeber, vor allem Deutschland, sollten Griechenland vor die Wahl stellen: entweder ohne Wenn und Aber unverzüglich grundlegende Reformen im Sozial- und Fiskalsystem sowie Heranziehung der Profiteure des bisherigen Schlendrians zur Finanzierung des griechischen Staates oder Einstellung aller Hilfsleistungen. Den arbeitenden Menschen in den solventen Ländern ist nicht länger zuzumuten, Steuerflüchtlinge, Steuerhinterzieher und korrupte Beamte und Politiker zu finanzieren, die es sich auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung maßlos gut gehen lassen. Wird jetzt nicht die Notbremse gezogen, wird das griechische Drama ewig andauern und die anderen südeuropäischen Problemstaaten werden sich fragen, warum sie sich um solide Haushaltsführung bemühen sollten.

So wie es gegenwärtig aussieht, wird der Euro zwar ohnehin nur als Weichwährung überleben, aber zur Eulira oder Eudrachme sollte er doch nicht verkommen. Denn das hätte schlimme Folgen für die globale wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit Europas. Daß die Währungsunion das nicht überleben wird, sollte auch denen klar sein, die Europa im Handstreich unter der dazu überhaupt nicht legitimierten Herrschaft der EZB „vereinigen“ wollen.

Übrigens: Daß Deutschlands unaufhörlich steigende höhere Exportüberschüsse kritisiert werden, ist überflüssig. Richtig ist aber, daß die Deutschen damit ihre Leistungskraft verschenken, die im Inland für dringend erforderliche Reformen und Investitionen gebraucht würde. Wir erhalten für unsere Exporte überwiegend Papierdollars, deren innerer Wert nur deshalb und so lange noch erhalten bleibt wie diese Schuldscheine der USA von anderen Staaten als Leit- und Reservewährung akzeptiert werden. Die Akzeptanz nimmt aber bereits ab und viele asiatische Staaten kaufen lieber Gold als Papierdollars aufzustapeln. Dank der Papiergoldwirtschaft us-amerikanischer Bankster ist das seltene Edelmetall derzeit ja auch äußerst günstig zu haben.

Der Austritt Griechenlands aus der Währungsunion wäre gegenüber einem Weiter-So das viel kleinere Übel. Deshalb muß sich das Land, müssen sich seine „Eliten“ grundlegend ändern. In seiner jetzigen Verfassung ist das Land als Mitglied der Währungsunion wirtschaftlich nicht lebensfähig. Schaffen die Griechen einen kurzfristigen radikalen Kurswechsel nicht, wären weitere hohe (verlorene) Kosten, vor allem für Deutschland, überhaupt nicht zu rechtfertigen.

Es bleibt jetzt abzuwarten, was die Regierung Tsipras an grundlegenden Reformen zustande bringt. Viel Zeit bleibt ihr nicht mehr, und seitens der solventen Länder der Währungsunion noch mehr Geld in ein Faß ohne Boden zu versenken, wäre sträflich. Die Griechen müssen begreifen, daß sie nicht dauerhaft auf Kosten anderer leben können. Wenn ihre „Eliten“ und andere zu Unrecht Privilegierte Volk und Staat aussaugen, müssen sie sich dieses Jochs entledigen. Dabei sollten die anderen EU-Länder rechtlichen und administrativen Beistand leisten. Niemand als die Griechen selbst sind aber verantwortlich für die Zustände in ihrem eigenen Land.

Der Beweis, daß sie den Sumpf von Korruption und unberechtigten Privilegien wirklich trocken legen wollen und auch können, ist nach Jahren der Krise und der Alimentation durch die solventen Mitglieder der Währungsunion jetzt überfällig. Wird er nicht erbracht, sind allein die Griechen für die zwangsläufigen Folgen verantwortlich.

Nicht nur von Griechenland und dem weltweiten Finanzdebakel handeln Prof. Querulix‘ Beobachtungen und Kommentare zum bunten Treiben des Menschentiers und seiner Häuptlinge. Seine Gedanken erscheinen gesammelt in bisher vier Bänden eBooks. Sie sind unter dem Titel „Tacheles“ beim eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital und in allen guten (Internet-)Buchhandlungen für je 9,95 Euro erhältlich.

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