openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Doping. Fluch der Rekorde

01.10.201412:44 UhrSport

(openPR) Dopingfälle führen regelmäßig zur Desillusionierung der Bevölkerung. Dabei sind es doch gerade die Zuschauer, welche durch ihre Gier nach neuen Rekorden die Athleten dazu animieren ihre Leistung kontinuierlich über das natürliche Maß hinaus zu steigern. Welcher Mechanismus steht hinter diesem Phänomen, wer sind die Akteure und gibt es langfristig eine Lösung der Dopingproblematik.



Gemäß dem olympischen Motto „höher, stärker, weiter“ streben Athleten stets nach einer Verbesserung der Leistung. Oft wird in diesem Zusammenhang auch die Einnahme verbotener Substanzen nachgewiesen. Meist finden dann strahlende Karrieren ein abruptes Ende und der Sportler wird an den Pranger gestellt. Dabei ist Doping ein gesellschaftliches Problem, welches nicht etwa die Folge eines bösartigen Charakters ist, sondern vielmehr rationales und logisches Handeln der Athleten wiederspiegelt. Ein Berliner Professor der Sportsoziologie geriet in die Schusslinie, als er genau diesen Sachverhalt ansprach: „Im Doping kommt der Sport zu sich selbst“. Er beschrieb Doping als natürliches Phänomen, welches aus dem Leistungssport nicht wegzubekommen sein wird.

Stellt man die Frage warum Athleten dopen, dann kann die Spieltheorie eine befriedigende Antwort liefern. Dieses Modell sagt aus, dass für zwei Parteien, welche nicht miteinander Kommunizieren immer die schlechteste Lösung für beide herauskommt. Hier eine kurze Erläuterung:

Ein Sportler hat einen Vorteil, wenn er dopt, aber seine Konkurrenten nicht und vice versa den größten Nachteil, wenn er der einzige ist, der seinen Sport sauber betreibt. Die allgemein beste Lösung wäre, wenn alle Athleten auf Doping verzichten und das schlechteste Szenario, wenn es alle tun. Dadurch, dass die Kommunikation fehlt versuchen Sportler lediglich den Nachteil auszugleichen, wenn Konkurrenten dopen, da allen das Gesundheitsrisiko bewusst ist. Dies führt zur aktuellen Lage in der die meisten Sportler dopten.
Weitere treibende Kräfte sind die hohen Leistungsanforderungen für Wettkämpfe oder Förderungsprogramme.

Da ein Betrug meist erst viel später auffällt kann der Athlet in der Zwischenzeit von den Sponsorverträgen und Werbeeinnahmen gut leben. Für Funktionäre und Verbände, aber auch Trainer und Betreuer ist Doping durchaus eine gute Sache, solange der Betrug nicht entdeckt wird. Deswegen werden auch nie Fälle im Fußball gefunden. Dies heißt nicht, dass diese Sportart besonders sauber ist sondern vielmehr ist der Fußball zu beliebt, um sich die Gunst der Zuschauer zu verspielen. Die Sportler bringen Leistung und schaffen die internationalen Normen. Fliegt allerdings eine solche Praktik auf, so wird die gesamte Schuld auf den Sportler abgewälzt. Druck auf den Athleten entsteht außerdem, da nur die wenigsten an die Spitze kommen und auch nur erste Plätze gut dotiert sind. So können Karrieren beschleunigt und vor allem auch verlängert werden. Die Gesundheit bleibt da auf der Strecke.

Solange also das Sportfördersystem bleibt wie es ist zeichnet sich auch keine Lösung für die Problematik ab. Auch engere und bessere Kontrollen können dabei nicht helfen, denn die Dopingsünder sind immer den Kontrolleuren voraus. Daher werden Stimmen immer lauter, welche eine generelle Freigabe fordern. Dies würde allerdings den Sport als eine Bühne der Pharmaindustrie etablieren und das ohnehin schon größte Experiment an der menschlichen Gesundheit legalisieren. Daher scheint ein innovatives und engmaschiges Kontrollsystem gemeinsam mit einer angemessenen Erwartungshaltung bezüglich der sportlichen Leistung als einen wichtigen Schritt hin zu einer Lösung.

Doping findet auch durchaus Anwendung bei Studenten und Managern. Auch hier wird versucht, die Leistung mit allen Mitteln zu beeinflussen. Doping ist daher keinesfalls mehr ein Phänomen des Spitzensportes und hat es bereits auch ins herkömmliche Fitnessstudio, ins Büro oder die Schule geschafft. Hier muss dringend ein Umdenken stattfinden, damit nicht der Apotheker unser täglicher Begleiter wird. Die eigene Leistung können Sie am besten durch Training und gute Ernährung sowie Fleiß und Disziplin verbessern. Wir zeigen Ihnen gern wie.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 818813
 1047

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Doping. Fluch der Rekorde“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Your Personal Trainer YPT UG

Getreideprodukte sind eine schlechte Angewohnheit
Getreideprodukte sind eine schlechte Angewohnheit
Erzeugnisse aus Getreide sind schon lange Grundnahrungsmittel in unserem Kulturkreis. Sie sind weit verbreitet aber verbreitern leider auch Ihre Figur. Dabei gibt es aus ernährungsphysiologischer Perspektive keinen Grund, Getreideprodukte zu verzehren. Zwar sind diese nahrhaft und relativ günstig in der Herstellung, aber verträglich und sinnvoll sind diese nur teilweise. Betrachtet man die menschliche Entwicklung, so fällt sofort auf, dass erste Anfänge kontrollierter Landwirtschaft und Haustierhaltung wesentlich jünger sind als unser Verda…
Personal Trainer München - Individuelles Training
Personal Trainer München - Individuelles Training
Durch das Fehlen von Verbindlichkeiten zur Handlung erreichen viele Menschen ihre sportlichen Ziele nur selten. Mitgliedschaften in Fitness-Studios, Online-Kursen oder Gruppentrainings bieten hier eine hervorragende Möglichkeit um das plagende Gewissen zu beruhigen. Doch leider haben derartige Mitgliedschaften weniger etwas mit den eigenen Zielen zu tun. Die Fitnessbranche wächst laut den Zahlen des Arbeitgeberverbandes deutscher Fitness- und Gesundheitsanlagen (DSSV) stetig weiter. Schätzungen zu Folge wird die Zahl der in Studios aktiven S…
10.06.2013

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Lance Armstrong zum Letzten?Bild: Lance Armstrong zum Letzten?
Lance Armstrong zum Letzten?
US-Anti-Doping Agentur legt Beweise gegen Lance Armstrong vor Lance Armstrong zum Letzten? Lance Armstrong hat keinen seiner Tour de France-Siege ohne Doping herausgefahren. Mehr noch, Armstrongs damaliges Rad-Team US Postal "unterhielt das ausgefeilteste, professionalisierteste und erfolgreichste Doping-Programm in der Sportgeschichte". Dies erklärte die US-Anti-Doping Agentur (USADA) in dieser Woche, die damit ein Fazit aus über 1000 Seiten Beweismaterial zog, welche nun dem internationalen Radsportverband (UCI) vorliegen. Die USADA hatte…
Bild: Growing up with anabolic agentsBild: Growing up with anabolic agents
Growing up with anabolic agents
Univ.-Prof. Dr. Wilhelm Schänzer, Head of the Institute of Biochemistry and the WADA accredited Anti-Doping Lab retires --- Univ.-Prof. Dr. Wilhelm Schänzer (65) is one of the most renowned anti-doping researchers worldwide. Most importantly, he has done ground-breaking work in the study of anabolic steroids (anabolic agents), in which he provided the scientific basis for their detection. He has worked at the Institute of Biochemistry since 1979 and was crucially responsible in developing the Cologne Laboratory up to 1995 to a leading doping…
Bild: Kampf gegen Doping: Wie effektiv wirkt das Sportrecht?Bild: Kampf gegen Doping: Wie effektiv wirkt das Sportrecht?
Kampf gegen Doping: Wie effektiv wirkt das Sportrecht?
Am Kampf gegen Doping scheiden sich die Geister: Die einen halten den Kampf für "verloren" und beklagen die fehlende juristische Handhabe; andere - etwa der Stuttgarter Sportrechtler Marius Breucker - sehen das Anti-Doping-Recht erst am Anfang und\n\nAuch über die Zuständigkeit wird diskutiert: Die einen sehen im Anti-Doping-Kampf eine Kernaufgabe des Sports, die anderen rufen nach staatlichen Gesetzen. Für eine "komplementäre Ergänzung" plädiert Marius Breucker, der als Anwalt unter anderem die Welt -Anti-Doping Agentur vertritt: "Der Staat …
Bild: Doping bei PferdenBild: Doping bei Pferden
Doping bei Pferden
Was versteht man unter Doping bei Pferden? Welche Gefahren entstehen, wenn Pferde gedopt werden, und was wird getan, um Doping im Pferdesport zu kontrollieren? Diese und weitere Fragen zum Thema hat Tiermedizinportal.de für Sie beantwortet. Doping bei Pferden: Was versteht man darunter? Doping bei Pferden bedeutet, dass dem Pferd Substanzen verabreicht werden, um seine Leistungsfähigkeit bei sportlichen Wettkämpfen zu beeinflussen. So bekommt das Pferd zum Beispiel Schmerzmittel, damit es im Fall einer Krankheit die gewohnte Leistung erbrin…
Athleten des Tierreichs - Sportliche Höchstleistungen
Athleten des Tierreichs - Sportliche Höchstleistungen
… erfolgreichsten Leistungssportler vollbringen im Sprint nicht annähernd solche Leistungen. Das Nachrichtenportal news.de stellt sportliche Höchstleistungen aus dem Tierreich vor. Viele große Rekorde im Sport (http://www.news.de/sport/364371176/) können nicht mit den Leistungen mithalten, die manche Tierarten erreichen. So wird zum Beispiel selbst die …
Bild: Buchtipp: Ed Caesar, ZWEI STUNDEN - Vom Traum, den Marathon zu laufenBild: Buchtipp: Ed Caesar, ZWEI STUNDEN - Vom Traum, den Marathon zu laufen
Buchtipp: Ed Caesar, ZWEI STUNDEN - Vom Traum, den Marathon zu laufen
… und Strecken, eine Analyse der körperlichen Voraussetzungen, die idealen Bedingungen für den perfekten Lauf werden ebenso behandelt wie kritische Aspekte rund um das Thema Doping. Doch dieses Buch erzählt auch die sehr persönliche Geschichte einer Lauf-Legende. Der Kenianer Geoffrey Kiprono Mutai zeigt, wie Lauferfolg für manche Menschen die einzige …
Bild: Im Kampf gegen Doping bleibt viel zu tunBild: Im Kampf gegen Doping bleibt viel zu tun
Im Kampf gegen Doping bleibt viel zu tun
Bad Boll / Kreis Göppingen - Sport, Staat und Wirtschaft sind in der Schlacht gegen Wettkampf-Manipulationen noch lange nicht in der Vorhand, bemängelten Fachleute auf einer Tagung der Evangelischen Akademie Bad Boll. Bei der Doping-Bekämpfung in Deutschland gibt es nach Ansicht von Experten noch erhebliche Mängel. Auf einer Tagung der Evangelischen Akademie Bad Boll am Wochenende (13./14.02.09) sprach der Tübinger Sportwissenschaftler Helmut Digel von einem »beschleunigten Moralverfall im Sport«, ungenügenden gesetzlichen Grundlagen und wir…
Bild: StellungnahmeBild: Stellungnahme
Stellungnahme
Rückschritt beim Kampf gegen Doping Köln ? Mit Unverständnis reagiert die Central Krankenversicherung auf den Frontalangriff des Internationalen Fußball-Verbandes (FIFA) und der Europäischen Fußball-Union (UEFA) gegen den weltweiten Anti-Doping-Kampf. Gemeinsam mit Olympiasiegerin Sabine Spitz und dem Mountainbike-Profiteam Central Ghost Pro setzt sich das Kölner Unternehmen für eine noch größere Transparenz und Kontrolldichte ein. ?Unser Engagement für mehr Glaubwürdigkeit und einen sauberen Sport wird ebenso wie das vieler anderer aktiver …
Bundespräsident war schlecht beraten
Bundespräsident war schlecht beraten
Nichtberücksichtigung des Doping-Opfer-Hilfe-Vereins 31. März 2004 - Der sportpolitische Sprecher der CDU/CSU Bundestagsfraktion, Klaus Riegert MdB, erklärt zum Treffen des Bundespräsidenten mit Doping-Opfern der ehemaligen DDR: Die Nichtberücksichtigung des Doping-Opfer-Hilfe-Vereins und die Einladung des NOK zu einem Gespräch beim Bundespräsidenten mit Doping-Opfern der ehemaligen DDR hinterlassen einen faden Beigeschmack. Den Doping-Opfer-Hilfe-Verein, der bislang die einzige Anlaufstelle für systematisch geschädigte Doping-Opfer der ehe…
Mythos Doping: Der Dopingexperte Matthias Heitmann entmystifiziert den Dopingbegriff
Mythos Doping: Der Dopingexperte Matthias Heitmann entmystifiziert den Dopingbegriff
che Grundhaltung, die den Menschen keinen mündigen Umgang mit ihren rationalen Fähigkeiten zutraut. Matthias Heitman: Mythos Doping, Parodos Verlag: Berlin 2010, 64 Seiten, ISBN 978-3-938880-32-6, EUR 7,90 Weitere Informationen zum Buch: http://www.parodos.de/buechershop/Sozialwissenschaften/Mythos_Doping.html
Sie lesen gerade: Doping. Fluch der Rekorde