(openPR) Der Frankfurter Autor Matthias Heitmann zeigt in seinem gerade erschienenen Buch Mythos Doping die vielen Widersprüche in der Doping-Diskussion auf. Seine zentralen Thesen zusammengefasst:
- "Doping" ist keine wissenschaftlich basierte, sondern eine rein moralische Kategorie. Die Anti-Dopings-Codes der nationalen und internationalen Anti-Doping-Agenturen sind entweder zirkulär oder in sich widersprüchlich und tragen damit zu einer Mystifizierung des Doping-Begriffs bei.
- Der Zweck heiligt nicht alle Mittel, die aktuelle Doping-Verfolgung führt wie z.B. im Fall Claudia Pechstein zu massiven Eingriffen in die Grundrechte der Sportler, ist somit nicht verfassungskonform, ebenso die in Doping-Verfahren ausgesprochenen Berufsverbote, wie sie von dem Heidelberger Doping-Experten Werner Franke massiv gefordert werden.
- Der von Befürwortern von Doping-Verboten ins Feld geführte Fairnessgedanke bei der Diskussion um unerlaubte Medikation muss ins Leere laufen, da Leistungssport immer unter ungleichen, „unfairen“ Voraussetzungen betrieben wird, dazu zählen z.B. ungleiche körperliche Konstitution oder ungleiche technische und finanzielle Unterstützung, die Sportler mancher Länder klar bevorteilt.
- Hinter der Doping-Kritik verbirgt sich häufig eine leistungs-, entwicklungs- und technologieskeptische Grundhaltung, die den Menschen keinen mündigen Umgang mit ihren rationalen Fähigkeiten zutraut.
Matthias Heitman: Mythos Doping, Parodos Verlag: Berlin 2010, 64 Seiten, ISBN 978-3-938880-32-6, EUR 7,90
Weitere Informationen zum Buch: http://www.parodos.de/buechershop/Sozialwissenschaften/Mythos_Doping.html











