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Doping bei Pferden

11.01.201317:07 UhrFreizeit, Buntes, Vermischtes
Bild: Doping bei Pferden
Doping ist in Wettkämpfen und in bestimmten Trainingssituationen verboten. Foto: vetproduction
Doping ist in Wettkämpfen und in bestimmten Trainingssituationen verboten. Foto: vetproduction

(openPR) Was versteht man unter Doping bei Pferden? Welche Gefahren entstehen, wenn Pferde gedopt werden, und was wird getan, um Doping im Pferdesport zu kontrollieren? Diese und weitere Fragen zum Thema hat Tiermedizinportal.de für Sie beantwortet.


Doping bei Pferden: Was versteht man darunter?

Doping bei Pferden bedeutet, dass dem Pferd Substanzen verabreicht werden, um seine Leistungsfähigkeit bei sportlichen Wettkämpfen zu beeinflussen. So bekommt das Pferd zum Beispiel Schmerzmittel, damit es im Fall einer Krankheit die gewohnte Leistung erbringen kann. Anders herum kann das Pferd durch Doping-Substanzen aber auch in seiner Leistung beeinträchtigt werden, um so den Ausgang eines Wettkampfes zu manipulieren (sogenanntes Negativ-Doping).

Es gibt verschiedene Arten von Doping bei Pferden, zum Beispiel mit körpereigenen Stoffen, Vitaminen oder Medikamenten. Praktisch jede Anwendung von Arzneimitteln – auch wenn sie medizinisch gerechtfertigt ist – stellt im Zusammenhang mit der Teilnahme an Wettkämpfen Doping bei Pferden dar. Dabei ist es unerheblich, ob das Doping die Leistung des Pferdes beeinflusst oder nicht.


Gefahren von Doping bei Pferden

Doping bei Pferden stellt eine Gefahr für Reiter und Tier dar und ist in Wettkämpfen, sowie in bestimmten Trainingssituationen, verboten. Organisationen wie die UNESCO oder die World Anti-Doping Agency (WADA) versuchen Doping im Sport seit Jahren zu bekämpfen. Auf Basis der Doping-Bestimmungen der WADA hat hierzulande die Nationale Anti-Doping Agentur (NADA) ein Anti-Doping-Regelwerk (NADA-Code) beschlossen, welches für den Sport in Deutschland gilt.

Darüber hinaus führt die NADA eine jährlich aktualisierte Liste von verbotenen Wirkstoffen und Methoden. Diese unterscheidet:

• jederzeit verbotene Stoffe und Methoden,
• im Wettkampf verbotene Wirkstoffe und
Methoden,
• in gewissen Sportarten verbotene Wirkstoffe

Für Doping bei Pferden gelten darüber hinaus die Anti-Doping- und Medikamenten-Kontrollregeln für den Pferdesport (ADMR), welche von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung aufgestellt wurden. Die Anti-Doping-Bestimmungen beruhen unter anderem auf dem Tierschutzgesetz und sollen gleichzeitig auch der Unfallverhütung und dem Schutz des Reiters dienen, da die Pferde durch die Verabreichung bestimmter Substanzen unkontrolliert reagieren könnten. Auch der Einsatz von Doping-Substanzen zur Manipulation von Zuchttieren soll so verhindert werden. Darüber hinaus sorgen die Bestimmungen für Chancengleichheit bei Wettkämpfen.


Kontrolle von Doping im Pferdesport

Die Nationale Anti-Doping Agentur (NADA) ist für die Umsetzung der Bestimmungen zuständig. Geprüft werden in der Regel nur Pferde, die an Wettkämpfen im Pferdesport teilnehmen. Es wird geprüft, ob das Pferd zum Zeitpunkt der Doping-Kontrolle eventuell mit verbotenen Substanzen belastet ist.

Für die Untersuchung wird meist eine Urinprobe oder eine Blutprobe des Pferdes verwendet. Bei einem positiven Befund ist nicht entscheidend, ob der verabreichte Stoff zu einer Leistungsbeeinflussung des Pferdes geführt hat, sondern allein die Menge, welche in der Probe gefunden wurde. Auch wird dabei nicht zwischen absichtlicher oder versehentlicher Verabreichung der Doping-Substanz unterschieden.


Konsequenzen von Doping im Pferdesport

Im Pferdesport darf bei Antritt des Wettkampfs keine verbotene Substanz im Körper des Pferdes vorhanden sein. Falls das Pferd dennoch positiv auf Doping-Substanzen getestet wird, ist die verantwortliche Person immer der Reiter bzw. Besitzer oder auch Eigentümer des Pferdes. Wird eine verbotene Substanz nachgewiesen, so kann entsprechend dem Regelwerk eine Sperre von Reiter und Pferd verhängt werden.

Das Strafmaß hängt von der Art und Schwere des Verstoßes und von der nachgewiesenen Substanz ab. Wichtig ist auch, ob die Doping-Substanzen innerhalb des Trainings oder im Wettkampf verwendet wurden. Im Training sind manche Doping-Substanzen zu therapeutischen Zwecken erlaubt. Im Wettkampf hingegen werden bei Verabreichung von Doping-Substanzen meist sowohl das Pferd als auch der Reiter disqualifiziert, oder die Wettkampf-Ergebnisse werden sogar rückwirkend gestrichen.


Unabsichtliches Doping bei Pferden vermeiden

Ein großes Problem beim Pferdesport stellt das unabsichtliche Doping bei Pferden durch die Versorgung mit bestimmten Futter- oder Nährstoffen dar. In Naturprodukten, Shampoos oder Insektenschutzmitteln für Pferde können ebenfalls Doping-Substanzen vorhanden sein. Um das unabsichtliche Doping bei Pferden zu verhindern, gibt es bei Pferdeprodukten (speziell bei Pferdefutter) häufig die Auszeichnung „ADMR konform“. Dies bedeutet, dass das Futter den Anti-Doping- und Medikamenten-Kontrollregeln (ADMR) entspricht und somit alle enthaltenen Inhaltsstoffe während eines Pferde-Wettkampfs erlaubt sind.

Auch wenn der Tierarzt zur Behandlung einer Krankheit dem Pferd Medikamente verabreicht, können diese als Doping-Substanzen gewertet werden. Dies gilt zum Beispiel für bestimmte Medikamente gegen Allergien beim Pferd, örtliche Betäubungsmittel oder Salben. Um unbeabsichtigtes Doping bei Pferden zu vermeiden, ist es daher immer wichtig, die sogenannte Absatzfrist eines Medikaments zu beachten. Die Absatzfrist bezeichnet den Zeitraum, der verstreichen muss, damit das verabreichte Medikament nicht mehr im Urin des Pferdes nachweisbar ist.

Falls Ihr Pferd an Wettkämpfen teilnimmt, sollten Sie Behandlungen durch den Tierarzt und auch die Medikamentengabe immer dokumentieren und sich diese gegebenenfalls durch eine Unterschrift des Tierarztes bestätigen lassen. Falls Sie sich nicht sicher sind, ob Ihr Pferd bei einem Wettkampf frei von verbotenen Substanzen ist, können Sie im Zweifelsfall eine Urinprobe des Pferdes vom Tierarzt untersuchen lassen. Die ermittelten Substanzen können Sie dann mit der Liste der Anti-Doping- und Medikamentenkontrollregeln (ADMR) vergleichen.

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