(openPR) Rückschritt beim Kampf gegen Doping
Köln ? Mit Unverständnis reagiert die Central Krankenversicherung auf den Frontalangriff des Internationalen Fußball-Verbandes (FIFA) und der Europäischen Fußball-Union (UEFA) gegen den weltweiten Anti-Doping-Kampf. Gemeinsam mit Olympiasiegerin Sabine Spitz und dem Mountainbike-Profiteam Central Ghost Pro setzt sich das Kölner Unternehmen für eine noch größere Transparenz und Kontrolldichte ein. ?Unser Engagement für mehr Glaubwürdigkeit und einen sauberen Sport wird ebenso wie das vieler anderer aktiver Doping-Gegner durch den Vormarsch der beiden Fußball-Verbände untergraben?, äußert sich Dr. Joachim von Rieth, Vorstandsvorsitzender der Central, enttäuscht.
Die Central und Sabine Spitz sind ebenso bestürzt über die Stellungnahme von FIFA und UEFA, wie die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA). Sie hatte zum 1. Januar 2009 den Welt-Anti-Doping-Code für alle Sportarten vereinheitlicht und damit auch die Informationspflicht für die Sportler ? die sogenannten Whereabouts?. Dabei waren die globalen Doping-Kontrolleure den beiden Fußball-Verbänden schon dahingehend entgegengekommen, dass die individuellen Meldepflichten der einzelnen Spieler auch für das ganze Team vorgenommen werden können. Auch das Central Ghost Pro Team rund um Sabine Spitz unterliegt als offiziell beim Radsport-Weltverband (UCI) registriertes Mountainbike-Profiteam diesen Regelungen. Doch der Radsportlerin des Jahres 2008 und ihrer Mannschaft gehen die bisherigen Kontrollmaßnahmen mit Blutvolumen-Messungen, Blutprofilen und DNA-Abgleichen noch nicht weit genug. Sie fordert den ?gläsernen Ath-leten?, der sich auch vor einer Handy-Ortung nicht scheut. ?Wer nichts zu vertuschen hat, lässt sich uneingeschränkt kontrollieren?, lautet Spitz? No-Doping-Philosophie. ?Es ist kaum glaubhaft zu vermitteln, warum sich Einzelsportler wie ich auf die aufwändigen WADA-Regeln einlassen sollen, während die Fußball-Verbände für ihre vielfach umsorgten Profis eine kontrollfreie Zeit reklamieren?, so Sabine Spitz.
Am 24. März 2009 hatten die Exekutivkomitees der beiden Fußball-Verbände FIFA und UEFA die von der WADA eingeführte individuelle Meldepflicht für ihre Profi-Fußballer offiziell abgelehnt. Dabei argumen-tieren sie mit dem Unterschied zwischen Einzelsportlern, die alleine trainierten und an einer beschränkten Anzahl Sportwettkämpfe teilnehmen würden, sowie Mannschaftssportlern, die sich sechs Tage pro Woche im Stadion aufhielten und leicht zu finden wären. Kontrollen während des ?ohnehin kurzen Urlaubs? seien im Sinne der Wahrung der Privatsphäre der Spieler sowieso inakzeptabel, so die offizielle Begründung der beiden Verbandsspitzen. Als Hintergrund-Information erhalten Sie beigefügt Auszüge aus dem Sponsoring-Vertrag der Central mit Sabine Spitz, in denen das Thema ?Anti-Doping? geregelt wird.








