openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Öffentliche Bildungsausgaben weiterhin unterdurchschnittlich

27.02.201416:41 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Öffentliche Bildungsausgaben weiterhin unterdurchschnittlich

(openPR) Berlin, 27. Februar 2014 – Wie aus dem aktuellen Bildungsfinanzbericht der Bundesregierung ersichtlich wird, liegt der Anteil der öffentlichen Bildungsausgaben am Bruttoinlandsprodukt in Deutschland weiterhin deutlich unter den Ausgaben des OECD-Durchschnitts und dem Durchschnitt der EU-21-Staaten. Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) fordert angesichts der weiterhin hohen Staatseinnahmen, die Investitionen in Bildung deutlich auszubauen.

Die öffentliche Hand in Deutschland gab im Jahr 2010 nur 5,1 Prozent seines Bruttoinlandsproduktes für Bildung aus und belegt damit Platz 23 von 31 Staaten. Der OECD-Durchschnitt und der Durchschnitt der EU-21-Staaten lagen bei 5,8 Prozent. An der Spitze liegen Norwegen, Dänemark und Island. Aber auch Länder wie Österreich, Frankreich, Portugal und Polen gaben mehr für ihre Bildung aus. „Seit Jahren erreichen die Einnahmen der öffentlichen Kassen in Deutschland Rekordwerte. In solchen Zeiten ist es wichtig, in die Zukunftspotentiale des Landes zu investieren. Das heißt konkret, wir müssen vor allem in Bildung investieren“, erklärt Dr. Barb Neumann, Vizepräsidentin des VDP. Nach Ansicht des VDP ist erstens die Lehreraus- und Weiterbildung zu stärken. Die Lehrkräfte müssen für neue Herausforderungen wie etwa die Inklusion adäquat qualifiziert werden. Zweitens ist weiterhin der Ausbau von Ganztagesschulen trägerneutral zu fördern. „Drittens müssen zusätzliche Mittel für die Stärkung der digitalen Bildung und für die dafür notwendige Infrastruktur bereitgestellt werden, wenn es die Bundesregierung mit ihrer Ankündung im Koalitionsvertrag ernst meint, eine Strategie für digitales Lernen auf den Weg bringen zu wollen“, so Neumann weiter.

Darüber hinaus zeigt der Bildungsfinanzbericht die dramatische Kürzungspolitik der letzten Bundesregierung bei den Ausgaben für Qualifizierungsmaßnahmen von Arbeitslosen. So sind laut Finanzbericht die Ausgaben allein nur für die berufliche Weiterbildung von Langzeitarbeitslosen von 2009 bis 2012 um 37 Prozent gesunken. Dabei spricht die Bundesagentur für Arbeit selbst von einem harten Kern an Langzeitarbeitslosen, die besonders gefördert werden müssten, damit sie wieder eine Chance auf dem Arbeitsmarkt bekämen. „Auch hier steht die neue Bundesregierung in der Pflicht, die Ankündigung des Koalitionsvertrages einzulösen und 1,4 Milliarden Euro mehr für die Eingliederung von Arbeitssuchenden bereitzustellen“, sagt Neumann.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 780268
 880

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Öffentliche Bildungsausgaben weiterhin unterdurchschnittlich“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP)

Bild: Schulische Ausbildungen sind unverzichtbar für ein vielfältiges BerufsbildungssystemBild: Schulische Ausbildungen sind unverzichtbar für ein vielfältiges Berufsbildungssystem
Schulische Ausbildungen sind unverzichtbar für ein vielfältiges Berufsbildungssystem
Berlin, 02. September 2014 – Zum Ausbildungsstart zeigen sich auch in diesem Jahr in vielen Regionen wieder große Passungsprobleme: Einerseits sind einige Ausbildungsplätzen unbesetzt. Andererseits gibt es noch viele junge Leute, die keinen Ausbildungsplatz haben. Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) warnt davor, die Komplexität dieses Problems zu verharmlosen und mit schnellen Lösungen die Vielfalt der Berufsbildung in Deutschland nachhaltig zu schädigen. Aus Kreisen der Bundesagentur für Arbeit war in den letzten Tagen zu h…
Bild: Länder müssen Bafög-Entlastung tatsächlich in Schulen investierenBild: Länder müssen Bafög-Entlastung tatsächlich in Schulen investieren
Länder müssen Bafög-Entlastung tatsächlich in Schulen investieren
Berlin, 22. Juli 2014 – Niedersachsen plant, die frei werden Finanzmittel durch die vollständige Übernahme der BAföG-Finanzierung durch den Bund nicht in Schulen zu investieren. Damit weicht das erste Bundesland ab von dem zwischen Bund und Ländern getroffenen Beschluss, die frei werdenden Mittel für Schulen und Hochschulen auszugeben. Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) befürchtet eine Signalwirkung auf andere Bundesländer, die noch nicht erklärt haben, wie sie die freien Mittel verwenden wollen. „Leider droht nun der Fall …

Das könnte Sie auch interessieren:

OECD-Bildungsstudie - Besorgniserregendes Ergebnis für Deutschland
OECD-Bildungsstudie - Besorgniserregendes Ergebnis für Deutschland
… steht in einem grundlegenden Widerspruch zu den steigenden Qualifikationsanforderungen im Beruf und zur Notwendigkeit zum Lebenslangen Lernen. „Deutschland befindet sich bei Bildungsausgaben im OECD-Ländervergleich abgeschlagen im untersten Viertel. Mit öffentlichen und privaten Finanzmitteln in Höhe von 4,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BPI) ist …
Bild: Steinbeis-Gutachten belegt: Freie Schulen sind unterfinanziertBild: Steinbeis-Gutachten belegt: Freie Schulen sind unterfinanziert
Steinbeis-Gutachten belegt: Freie Schulen sind unterfinanziert
… Ergebnisse liegen bereits für andere Bundesländer vor. Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) fordert die Länder auf, bei der Berechnung ihrer Bildungsausgaben alle tatsächlichen Schülerkosten zu berücksichtigen und die Finanzhilfe für Schulen in freier Trägerschaft entsprechend anzuheben. „Das aktuelle Gutachten für Rheinland-Pfalz bestätigt …
Studien belegen - Privatschulen sind unterfinanziert
Studien belegen - Privatschulen sind unterfinanziert
… das ihnen am meisten zusagt“, so Büchler. „Wir brauchen ein verbessertes Finanzierungsmodell, das hilft, finanzielle Hürden abzubauen und für eine freie Schulwahl sorgt.“ Bildungsausgaben dürften generell nicht als Kosten gesehen werden. Vielmehr seien sie Investitionen in die Zukunft des Bildungsstandorts Deutschland und müssten endlich erhöht werden. …
Hochschulfinanzierung muss raus aus der Sackgasse
Hochschulfinanzierung muss raus aus der Sackgasse
… fordern die Einrichtung einer unter den Ländern solidarisch ausgestalteten Hochschulfinanzierung - die Zeit für die Einführung eines solchen Modells ist reif." Weiter muss Bildungsausgaben ein höherer Stellenwert eingeräumt werden, der fzs fordert hierfür die Aufnahme von Ausgaben für Bildungsinfrastruktur in Artikel 115 des Grundgesetzes. "Das hieße, …
Bild: DIW-Studie: Deutschland investiert viel zu wenig in BildungBild: DIW-Studie: Deutschland investiert viel zu wenig in Bildung
DIW-Studie: Deutschland investiert viel zu wenig in Bildung
… dringend mehr Finanzmittel bereit stellen und das für alle Schulen, unabhängig von ihrer Trägerschaft“, erklärt Dr. Klaus Vogt, Vizepräsident des VDP. 20 Prozent aller Bildungsausgaben sind private Investitionen. „Darin enthalten sind die Mittel von Eltern für die Schulgelder ihrer Kinder, die sie aufbringen müssen, weil Schulen in freier Trägerschaft …
Wie wird Deutschland zur Bildungsrepublik?
Wie wird Deutschland zur Bildungsrepublik?
… nämlich nur rund vier Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Bildung investiert.“ Um Deutschland als Bildungsnation nach vorne zu bringen, sei eine Steigerung der Bildungsausgaben nötig: „Wir müssen uns endlich verabschieden von der Auffassung, Bildungsausgaben seien reine Kosten. Bildungsinvestitionen sind Zukunftsinvestitionen: Jeder Euro, der in Bildung …
Bild: Bayernweite Proteste gegen Kürzungen im BildungsbereichBild: Bayernweite Proteste gegen Kürzungen im Bildungsbereich
Bayernweite Proteste gegen Kürzungen im Bildungsbereich
… Landesregierung zu protestieren. „Zum einen hat Frau Schavan die Bildungsrepublik ausgerufen und auf der anderen Seite kürzen die Bundesländer, wie jetzt Bayern, die Bildungsausgaben“, so Florian Pranghe, Vorstandsmitglied im fzs. Kritisiert wird auch die mangelnde Mitbestimmung der Studierenden an bayerischen Hochschulen. So gibt es seit 1973 keine …
Bild: „Mehr Geld für Bildung statt Eliteförderung“ - Bildungsland Rheinland-Pfalz auf den Weg bringenBild: „Mehr Geld für Bildung statt Eliteförderung“ - Bildungsland Rheinland-Pfalz auf den Weg bringen
„Mehr Geld für Bildung statt Eliteförderung“ - Bildungsland Rheinland-Pfalz auf den Weg bringen
… aussichtsreichen Platz 6 der Landesliste Rheinland-Pfalz für DIE LINKE kandidiert. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes liegt das Land Rheinland-Pfalz im bundesweiten Vergleich bei den „Bildungsausgaben je Einwohner“ im unteren Drittel und bei den „Laufenden Ausgaben pro Studierenden“ sogar auf dem letzten Platz. „Unser Bundesland wird sich eine weitere …
Bild: OECD-Bildungsstudie: Deutschland muss Investitionsstau im Bildungsbereich beendenBild: OECD-Bildungsstudie: Deutschland muss Investitionsstau im Bildungsbereich beenden
OECD-Bildungsstudie: Deutschland muss Investitionsstau im Bildungsbereich beenden
… Länder auf, die Kürzungen im Bildungsbereich endlich zu stoppen und zur Kenntnis zu nehmen, dass Bildungsinvestitionen sich für den einzelnen und die Gesellschaft auszahlen. Die Bildungsausgaben sind in Deutschland von 1995 bis 2008 von 5,1 Prozent des Bruttoinlandsproduktes auf 4,8 Prozent gesunken. Damit investieren nur Tschechien und die Slowakei …
Wirtschaftskrise - Jetzt in Bildung und Ausbildung investieren
Wirtschaftskrise - Jetzt in Bildung und Ausbildung investieren
… ist noch immer der beste Schutz vor Arbeitsplatzverlust und Armut. In Deutschland wird von staatlicher Seite jedoch zu wenig für Bildung ausgegeben. Der Anteil der Bildungsausgaben in Relation zum BIP liegt mit 5,1 Prozent deutlich unter dem OECD-Durchschnitt von 5,8 Prozent (statistisches Bundesamt, 2005). Finnland führt mit 6,3 Prozent Bildungsausgaben …
Sie lesen gerade: Öffentliche Bildungsausgaben weiterhin unterdurchschnittlich