(openPR) Steinbeis-Gutachten für Mecklenburg-Vorpommern erschienen / VDP fordert mehr Investitionen in Bildung
Berlin. Erneut haben Forscher des Steinbeis-Transferzentrums für Wirtschaft- und Sozialmanagement Heidenheim die Schülerkosten unter die Lupe genommen, dieses Mal in Mecklenburg-Vorpommern. Das Ergebnis der Studie, die gestern auf einer Pressekonferenz in Schwerin der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, ist keine Überraschung: Laut Gutachten liegen die Kosten pro Schüler um rund 2000 Euro höher, als vom Bildungsministerium berechnet. Dies wirkt sich negativ auf die Finanzierung der Schulen in freier Trägerschaft aus, da die staatlich ermittelten Schülerkosten die Basis zur Berechnung der Finanzhilfe sind.
Mit dem Steinbeis-Gutachten bestätigen die Forscher die Forderung des Verbands Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) nach einer höheren Finanzhilfe: „Wir fordern schon lange mehr staatliche Zuschüsse für Privatschulen“, erklärt VDP-Präsident Michael Büchler. „Die Ergebnisse des Gutachtens belegen wieder einmal, dass freie Schulen in den meisten Bundesländern immer noch nicht ausreichend finanziell ausgestattet sind.“ Die Zuschüsse seien jedoch die Voraussetzung dafür, dass Schulgelder sozial verträglich blieben und Bildung allgemein zugänglich sei. „Schüler und Eltern müssen sich unabhängig vom jeweiligen finanziellen Hintergrund für das pädagogische Konzept entscheiden können, das ihnen am meisten zusagt“, so Büchler. „Wir brauchen ein verbessertes Finanzierungsmodell, das hilft, finanzielle Hürden abzubauen und für eine freie Schulwahl sorgt.“ Bildungsausgaben dürften generell nicht als Kosten gesehen werden. Vielmehr seien sie Investitionen in die Zukunft des Bildungsstandorts Deutschland und müssten endlich erhöht werden.
Die aktuell veröffentlichte OECD-Studie „Bildung auf einen Blick 2008“ untermauert die Forderung des VDP nach einer Erhöhung der Bildungsausgaben in Deutschland: Die Autoren der Studie haben herausgefunden, dass die Bundesrepublik immer noch weniger für Bildung ausgibt als der Durchschnitt der OECD-Länder. Insbesondere bei der Förderung des Primarbereichs belegt Deutschland im internationalen Vergleich einen der letzten Plätze.






