(openPR) Seit September fast 50 Prozent weniger Neueintritte in geförderte Maßnahmen
Frankfurt am Main. Als „nicht nachvollziehbar“ bewertet der Bundesverband Deutscher Privatschulen e.V. (VDP) den erneuten Rückgang bei der Förderung beruflicher Weiterbildung durch die Bundesagentur für Arbeit (BA). Der Verband, in dem neben allgemein und berufsbildenden Privatschulen auch rund 1.000 private Weiterbildungseinrichtungen vertreten sind, kritisiert, dass die Zahl der Neueintritte in geförderte Weiterbildungsmaßnahmen seit September um fast die Hälfte auf rund 21.000 gesunken ist. Weiter bemängelt der VDP, dass sich diese Tendenz inzwischen auch auf den gesamten Teilnehmerbestand auswirkt.
„Die Entwicklung geht in eine völlig falsche Richtung“, kommentiert VDP-Geschäftsführer Christian Lucas: „Dabei ist Weiterbildung eines der wirksamsten Mittel im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit, wie verschiedene Studien immer wieder belegen.“ Zuletzt kam der Ende Dezember vorgelegte Hartz-Bericht der Bundesregierung („Die Wirksamkeit moderner Dienstleistungen am Arbeitsmarkt“) zu dem Schluss: „Die Ergebnisse des Benchmarking und der Makroanalyse geben Hinweise darauf, dass vor allem die Existenzgründungsförderung (…), aber auch die Förderung beruflicher Weiterbildung und Lohnsubventionen anderen Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik überlegen sind.“ Speziell zur Weiterbildung heißt es: „Quantitative Wirkungsanalysen (…) kommen zu dem Ergebnis, dass insbesondere Teilnehmer/innen an relativ langen geförderten Weiterbildungsmaßnahmen (…) nach der Maßnahme deutlich häufiger erwerbstätig waren als vergleichbare Nicht-Teilnehmer/innen.“
„Vor diesem Hintergrund ist es völlig unverständlich, dass die Teilnehmerzahlen bei Maßnahmen der geförderten Weiterbildung erneut sinken – vor allem, da es hier ohnehin in den vergangenen Jahren schon drastische Einschnitte gab“, kritisiert Lucas. Seit Anfang des Jahrzehnts sei die Zahl der geförderten Maßnahmen um rund 75 Prozent gesunken. Der VDP verweist in diesem Zusammenhang auch auf die Milliardenüberschüsse bei der BA. „Es ist offenkundig, dass das Argument der fehlenden Mittel nicht länger aufrechtzuerhalten ist“, so der VDP-Geschäftsführer: „Die vorhandenen Gelder müssen im Sinne der Arbeitslosen möglichst effektiv eingesetzt werden. Mit einem Ausbau der Förderung beruflicher Weiterbildung ist dies nachweislich möglich.“
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