(openPR) VDP begrüßt Bildungsgipfel / Mehr Investitionen in Bildung gefordert
Berlin. Weiterbildung muss in der Bildungsförderung eine stärkere Rolle spielen: Das haben Bildungsverbände heute bei einem gemeinsamen Pressegespräch in Berlin anlässlich des Bildungsgipfels der Kanzlerin gefordert. Grundsätzlich sei es ein positives Signal, dass die Kanzlerin zu einem Bildungsgipfel geladen habe. „Nun kommt es auf die Umsetzung an“, erklärt Julia Schier, Bundesgeschäftsführerin des Verbands Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP), der als einer der am Pressegespräch beteiligten Verbände die Politik zu konkretem Handeln im Bildungsbereich aufforderte. „Derzeit werden nämlich nur rund vier Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Bildung investiert.“ Um Deutschland als Bildungsnation nach vorne zu bringen, sei eine Steigerung der Bildungsausgaben nötig: „Wir müssen uns endlich verabschieden von der Auffassung, Bildungsausgaben seien reine Kosten. Bildungsinvestitionen sind Zukunftsinvestitionen: Jeder Euro, der in Bildung investiert wird, zahlt sich doppelt aus.“
Neben einer verbesserten Bildungsfinanzierung gehe es auch um eine grundsätzliche Neuorganisation von Bildung, führt VDP-Präsident Michael Büchler aus. „Wir brauchen größere pädagogische Freiräume, insbesondere für unsere Schulen. Aufgabengerechte Gestaltungsmöglichkeiten der Bildungseinrichtungen, und zwar unabhängig von ihrer Trägerschaft, sind unabdingbare Voraussetzung für ein international wettbewerbsfähiges Schulwesen. Insbesondere in der Personal- und Finanzverwaltung fordern wir Schulautonomie.“ Bildung beginne nicht erst in der Schule und ende auch nicht mit einem berufsqualifizierenden Abschluss. „Neben dem Ausbau der Frühförderung mit obligatorischen Sprachstandserhebungen muss das Ganztagsangebot bedarfsgerecht ausgebaut werden. Auch die Aus- und Weiterbildung der Lehrkräfte muss verstärkt im Fokus stehen“, so Büchler.
Vor allem im Bereich der Weiterbildung müsse die Politik nachlegen: „Was wir jetzt brauchen, sind Taten, die auf schöne Worte wie Bildungsrepublik und Bildungsgipfel folgen“, ergänzt Schier. „Wir fordern die Einlösung der Koalitionsvereinbarung bezüglich einer Weiterbildung mit System.“ Bildungsprämie und Bildungszeitkonten seien wichtige, aber keine hinreichenden Schritte auf dem Weg dorthin. „Eine nachhaltige Erhöhung der Weiterbildungsbeteiligung ist nur über eine umfassende Bildungsberatung, über abgestimmte Konzepte der Weiterbildungsfinanzierung und über einen Ausbau der regionalen Strukturen zu erreichen.“











