(openPR) Neben der ständigen Ausstellung figurativer Plastik in seinem Showroom in der 3. Etage des stilwerk Berlin zeigt der Kunsthandel Dr. Wilfried Karger die Kabinettausstellung
Michael Karlovski: »Artefakte«
Die Ausstellung zeigt etwa 25 Bronzeplastiken und einige Entwürfe in Gips oder Plastellin aus den Jahren von 1999 bis 2013, ausgewählte ›Hinterlassenschaften‹ des Bildhauers, zu denen auch ein Katalog erscheint mit einem Text von Dieter Rudolf Knoell, Professor für Ästhetik an der Hochschule für Kunst und Design, Halle Burg Giebichenstein.
Michael Karlovski hat sich über viele Jahre dem Studium der figurativen Bildhauerei gestellt, zuerst in Kiew und dann an der Burg Giebichenstein in Halle, insgesamt von 1989 bis 1998.
Er hat die mit diesem Metier notwendiger Weise verbundenen handwerklichen Fertigkeiten und Fähigkeiten erworben bis hin zur Formerei, Ziselierung und Patinierung zur Realisierung von Bronzegüssen.
Das ist ein langer schwieriger Weg, den er geht, unbeeinflusst von den Vorgaben der Venedig-Biennalen, oder der Kasseler documenta. Karlovski ist ein Klassiker. Er beherrscht die Anatomie des menschlichen Körpers ebenso wie er frei umgeht mit den Volumina, mit dem Verhältnis von Körper und Raum, mit der bildhauerischen Komposition, um so dem menschlichen Abbild einen Sinn zu geben, aus dem Abbild ein Sinnbild zu machen.
Mit Vorliebe bedient er sich dabei verschiedener Gestalten aus der Historie und der Mythologie, oftmals auch wiederholt nach vergangenen Jahren, in denen er deren Sinngebung variiert.
Sein jüngster David aus dem Jahre 2010 ist ein Torso mit einem Stein in der linken Hand, der Goliath töten wird oder schon getötet hat, die Mimik eher resignativ als siegerhaft, der David aus dem Jahre 2007 war noch gut gerüstet mit Panzer, Lanze und Schwert.
Im Gewirr des postmodernen Pluralismus stehen Adam und Eva, Harlekin und Columbine, die Pandora, Holofernes sowie David und Goliath von Michael Karlovski als ›Restposten‹ meisterhafter Bildhauerkunst, selbst Schönheit und Erhabenheit sind ihm als Werte nicht indiskutabel. Sie reiben sich an unserem Sein, an unseren Ängsten und an unseren Hoffnungen, Disharmonien sind auf dialektische Weise integriert.
Holofernes' Kopf symbolisiert Übermacht und Bedrohung einerseits sowie Ohnmacht und Wehrlosigkeit andererseits, von Judith abgeschlagen ist er das Ergebnis des Erliegens gegenüber allzu betörender weiblicher Reize.
Viele der Figuren von Michael Karlovski gipfeln in deren beeindruckenden Köpfen, keine Porträts, doch Spiegelung ihrer ›Seele‹.
Zur Vernissage der Ausstellung am Donnerstag, dem 20. Februar 2014, sprach Prof. Rudolph Schäfer, Professor für Fotografie und Kommunikation an der Hochschule für Kunst und Design Halle, Burg Giebichenstein
Geöffnet ist die Ausstellung vom 21. Februar bis zum 12. April 2014,
Dienstag bis Freitag von 14 bis 19, Sonnabend von 10 bis 19 Uhr und nach Vereinbarung.













