(openPR) Der Kunsthandel Dr. Wilfried Karger zeigt neben der ständigen Ausstellung figurativer Skulptur in seinem showroom im stilwerk Berlin, Kantstraße 17, 10623 Berlin eine neue Kabinettausstellung mit Skulpturen und Plastiken von Susanne Rast.
Die Vernissage ist am Donnerstag, dem 23. Mai 2019 um 19.00 Uhr. Es spricht: Dr. Katrin Arrieta, Kunsthistorikerin und Künstlerische Leitung des Kunstmuseums Ahrenshoop.
Ausstellungsdauer ist vom 24. Mai bis 16. Juli 2019,
geöffnet: Dienstag bis Freitag 14 bis 19 Uhr, Sonnabend 10 bis 19 Uhr und nach Vereinbarung.
Susanne Rast wurde 1962 in Rostock geboren. Nach dem Abitur und einer Töpferlehre in Ahrenshoop begann sie das Studium der Bildhauerei an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee bei Prof. Jo Jastram, Rolf Biebl und Prof. Eberhart Bachmann, das sie 1986 mit dem Diplom abschließt. 1989 beendete Susanne Rast eine dreijährige Aspirantur bei Prof. Bachmann mit dem Magister Artium. Seit 1986 arbeitet Sie als freischaffende Bildhauerin und nimmt an nationalen und internationalen Ausstellungen sowie Symposien teil. 1999 hatte sie einen Studienaufenthalt in den USA und begegnete den Werken von Donald Judds. Lehraufträge hatte sie an der TU Braunschweig und an der Hochschule für Kunst und Design Halle – Burg Giebichenstein. Im Jahre 2004 gründete sie die Produzentengalerie
»Raum 5« und 2005 die Künstlergruppe Marfa. Susanne Rast lebt und arbeitet in dem kleinen vorpommerschen Ort Kneese, einem Ortsteil von Marlow.
Die Figuren der Susanne Rast zeigen Gesicht, sie sind frontal zum Betrachter und frontal zur Welt
gerichtet. Insofern lag es auf der Hand, ihre zweite Ausstellung im stilwerk Berlin »en face II« zu betiteln, treffender ist die Ausstellung nicht zu charakterisieren.
Natürlich sind auch die Plastiken und Skulpturen von allen Seiten zu betrachten und zu entdecken, dennoch zieht es den Betrachter immer wieder in die Frontale, en face eben.
Schon immer verstand es Susanne Rast mit ihrem klaren Blick, die Dinge auf den Punkt zu bringen. Plastik vermag eben mehr zu sagen, oder besser, anderes zu sagen, als Worte dies können, jedenfalls jene der Susanne Rast. Bei Ihren Skulpturen werden die Spuren des Stechbeitels eins mit den Spuren des Pinsels. Im Zusammenklingen beider entstehen Töne, die von tiefer Menschlichkeit künden.
In den jüngsten Jahren wendet sie sich wieder der modellierten Plastik zu.
Seit der griechischen Antike ist der menschliche Körper das Symbol für Menschlichkeit. Über Jahrtausende hinweg haben die Bildhauer das Geheimnis Mensch mit ihren unterschiedlichsten Sichtweisen beleuchtet und immer wieder neue Seiten entdeckt, sinnliche, soziale, inhaltliche und formale. In Susanne Rast hat das Menschenbild in der Kunst eine neue, eine einzigartige Verteidigerin gefunden.
Angesichts des hektisch agierenden Kunstmarktes ist der Name Rast, der im Übrigen ein Künstlername ist, ein Programm. Innehalten, fern der Moden ist Ihr Programm. In steter Ruhe mit gleichbleibender Intensität und wachsender Perfektion verfolgt sie ihr Ziel, ihre Sicht auf unsere Welt mit emotionalrer Tiefe zu vermitteln. Das Wesen des Menschen zu erfassen und zu vermitteln, das fern maktwirtschaftlichen Strebens angesiedelt ist, bestimmt ihr Tun, ein Lied auf die Menschlichkeit, unspektakulär und verinnerlicht, »aus der Mitte sind sie gerückt«, so der Titel einer Werkgruppe von Skulpturen aus Holz, Menschen außerhalb der Norm, außerhalb einer Norm, die wohl wer und warum erstellt hat?
Weitere Informationen zur Ausstellung: www.kunsthandel-karger.com.
Druckfähige Abbildungen (*300 DPI) werden auf Anforderung per Mail zugesandt.























