(openPR) Der Konstanzer Bildhauer Werner Schlotter steht vom 18. Mai bis zum 27. Juni 2008 im Fokus der neuen Ausstellung in der Überlinger Galerie walz kunsthandel.
Werner Schlotters Arbeitsfelder sind Holz-, Stein- und Bronze-Skulpturen sowie Terrakotta-Plastiken und Zeichnungen. Für ein souveränes Erarbeiten der künstlerischen Form sind ihm die bildnerischen Mittel und hier vor allem das von ihm bearbeitete Material von entscheidender Bedeutung. Die ästhetische wie sinnliche Auseinandersetzung mit der eigentümlichen Beschaffenheit des jeweiligen Materials hinterlässt die unverkennbaren Arbeitsspuren eines am Ende produktiven Dialogs zwischen Künstler und seinem Werkstoff. Aus der engen Wechselbeziehung Schlotters zur Materie leiten sich im Ergebnis seine Tendenz zum Abstrakten, seine Rückbesinnung auf archaische Formen sowie sein stilistischer Minimalismus ab. Nicht selten „verweigert“ er seinen Plastiken einen konkreten Titel, vordergründige Sinnzuweisungen oder Deutungen sind ihm fremd.
Der Movens künstlerischen Handels ist für Werner Schlotter die Spurensuche. Ihn treibt die Archäologie menschlicher Daseinsformen, die Suche, das Auffinden und das Sammeln von Wegzeichen unserer Existenz. Er entwickelt aus solchen von ihm entdeckten und angeeigneten Fundstücken seine Plastiken und nimmt ihre Patina nicht nur billigend in Kauf, sondern tut alles, um die natürliche Versehrtheit des Materials ins ,,zweite Leben" hinüberzuretten - in das eines Kunstwerks. Der Zugang zur Figur bahnt sich auf höchst unterschiedliche Weise: Die stelenartige Holzskulptur erfordert eine völlig andere Weise der Bearbeitung als der tektonisch orientierte Aufbau des Tons für eine gebrannte Terracottaplastik oder des Wachses für einen Guß in Bronze. Die notwendigen Variationen der Formensprache beschreiben vor ihrer Vollendung keinen linear verlaufenden Prozeß, sondern viel mehr ein „suchendes Umkreisen“, wie Schlotter es selbst bezeichnet. Dies gilt auch für den eminenten Zeichner, der er ist: Seine mitunter skizzenhaften Kohle-Acryl-Bilder, seine Zeichnungen in Bleistift, Kreide oder Ziegelpigment haben in aller Regel nicht den Charakter eines Entwurfs, der anschließend plastisch umzusetzen ist. Sie entstehen stattdessen meist im Wechselspiel zur plastischen Gestaltung, verkörpern eigenständige Parallelwege zur Erarbeitung der Formen Figur und Kopf.
Es sind die Reinheit, die Archaik, die Erhabenheit der Ergebnisse dieses ästhetischen Suchens und Gestaltens, die das plastische und zeichnerische Oeuvre von Werner Schlotter einzigartig erscheinen lassen.
Der 1947 in Schwenningen geborene Werner Schlotter ist Bildhauer und Zeichner. 1962-65 absolvierte er eine Mechanikerlehre in Villingen. 1965-67 besuchte er die Berufsaufbauschule zur Erlangung der Fachhochschulreife. 1967-71 Technikstudium an der FH Konstanz. 1971-72 Assistenzzeit an der FH Konstanz. 1972-76 Studium der Sozialwissenschaften an der TU Berlin und der TH Darmstadt 1976-68 Referendariat Ab 1978: Lehrauftrag an einer Berufsfachschule für Körperbehinderte. Seit 1980: Selbständiger Bildhauer. 1982-1984: Ausbildung an der Freien Kunstschule in Ravensburg. Seit 1984: Arbeitsaufenthalte bei Holzbildhauern in Oberschwaben und Tirol. Kurse in Bildhauerei und Plastik bei Prof. Eberhard Linke, Prof. Richard Hess und Sandor Kecskemeti. Teilnahme an Wettbewerben und Symposien. Sein Werk ist in zahlreichen privaten und institutionellen Sammlungen vertreten. Werner Schlotters Atelier befindet sich seit 2003 im Konstanzer Stadtteil Paradies.
Vernissage: Sonntag, 18. Mai, 11.30 Uhr
An diesem Tag ist die Galerie von 11 bis 16 Uhr zur Besichtigung geöffnet.
Öffentliche Führungen durch die Ausstellung:
Samstag, 31 Mai, 15 Uhr
Mittwoch, 11. Juni, 18 Uhr
Freitag, 27. Juni, 18 Uhr
Eintritt frei.
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 11-13 Uhr und 15-18 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung unter 07551-93 77 92,
www.walz-kunsthandel.de








