openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Bürgerentscheid über künftige Stadtwerke GL

27.11.201317:11 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Bürgerentscheid über künftige Stadtwerke GL
Stadtwerke Bergisch Gladbach
Stadtwerke Bergisch Gladbach

(openPR) Bergisch Gladbach: Die Fraktion DIE LINKE./BfBB im Stadtrat Bergisch Gladbach fordert einen Bürgerentscheid zur Kommunalwahl 2014 und mehr Beteiligung der Öffentlichkeit an der Diskussion über die künftige Energieversorgung der Stadt.
Tomás M. Santillán, Fraktionsvorsitzender DIE LINKE./BfBB betont ausdrücklich, dass seine Fraktion neue Stadtwerke Bergisch Gladbach grundsätzlich befürworten, sieht aber viele kritische Punkte in dem Konzept, welches Bürgermeister Lutz Urbach dem Stadtrat vorgelegt hat. “Wir treten für eine Rekommunalisierung der Energie- und Wasserversorgung ein und haben deshalb schon 2010 vorgeschlagen neue Stadtwerke zu gründen. Damals wurden wir belächelt und der Vorschlag wurde von SPD, CDU und FDP abgelehnt. Jetzt fabuliert die SPD von „Energiemillionen“ und die CDU bekommt „Goldgräberstimmung“. Doch bevor es zu einer Gewinnausschüttung in den städtischen Haushalt kommen wird, werden mindestens zehn bis zwanzig Jahre vergehen, denn erst müssen die Kredite zurückgezahlt werden, die man für die Gründung der Stadtwerke aufnehmen muss. DIE LINKE./BfBB will ein finanzierbares, nachhaltiges und sozial verträgliches Modell für moderne und soziale Bürgerstadtwerke, welches Bürgerbeteiligung und Klimaschutzprojekte einbezieht, und ausschließlich auf regenerative Energie setzt. Der Vorschlag des Bürgermeisters tut dies nicht.,“



„Zu hohe Verbrauchertarife und zu hohe Haushaltsrisiken!“
„Dabei darf es nicht sein, dass die Bürgerinnen und Bürger mit überteuerten Tarifen benachteiligt werden. Der Vorschlag aus der Verwaltung aber kauft sich nicht nur zu teure Tarife ein, sondern auch noch hohe Risiken im städtischen Haushalt. Die Vorlage von Bürgermeister Lutz Urbach enthält eine Bürgschaft für einen Kredit von ca. 80 Millionen €. Um diesen Kredit und die dazugehörigen Zinsen zu tilgen sollen die Bürgerinnen und Bürger mit hohen Strom-, Gas- und Wassertarifen zur Kasse gebeten werden. Nur so können die hohen Gewinnversprechen erreicht werden. Meine Fraktion lehnt diese hohen Verbrauchertarife und ein zu hohes Haushaltsrisiko jedoch ab.“ so Santillán weiter.

Darüber hinaus kritisiert DIE LINKE./BfBB die aus steuerrechtlichen Gründen verschachtelte Firmenstruktur, die eines der drei Angebote enthält. „Diese Verschachtelung von insgesamt 3 Firmen plus der Stadt und einem Partner macht eine transparente Einsicht unmöglich, zumal die Stadt Bergisch Gladbach dort nur über eine Minderheitenbeteiligung verfügen soll. Schon jetzt bekommen die gewählten Stadtverordneten keinen vollen Einblick in die Geschäfte der städtischen Gesellschaften. Was uns der Bürgermeister als Vorschlag unterbreitet treibt diese Undurch-sichtigkeit auf die Spitze. Es ist damit zu rechnen, dass ein Stadtverordneter die Entscheidungen der Verwaltungsspitze nicht kontrollieren kann, weil ihm der Einblick verwehrt wird. Auch eine Minderheitenbeteiligung widerspricht den Beschlüssen des Stadtrats, in denen einstimmig beschlossen wurde, dass ein neues Stadtwerk unter Kontrolle der Stadt sein muss.“

„Öffentliche Diskussion und Bürgerbeteiligung statt geheime Verhandlungen im Hinterzimmer!“

In dem Beschlussvorschlag soll der Bürgermeister bevollmächtigt werden, die Verträge mit einem Partner zu „finalisieren“. Eine spätere Abstimmung im Rat oder eine Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger ist in der Vorlage nicht enthalten. Santillán kritisiert dieses: „Seit Monaten werden die Verhandlungen mit den Energieunternehmen, Rechtsanwälten und Beratern im Geheimen durchgeführt. Während immer wieder vertrauliche Informationen aus dem Bürgermeisterbüro in der Presse erscheinen, wird der Stadtrat zur Verschwiegenheit verpflichtet. In der Ratssitzung will man die Öffentlichkeit bei diesem Tagesordnungspunkt wieder ausschließen. Während der Bürgermeister auf Wahlkampftour mit seinem Vorschlag geht, sollen andere Parteien und Kritiker dazu schweigen. Damit muss jetzt Schluss sein, denn die Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht darauf zu hören, was bei den Verhandlungen herausgekommen ist. Alle Fakten gehören auf den Tisch und die Öffentlichkeit muss beteiligt werden. Am Ende sollen die Bürgerinnen und Bürger im Rahmen eines Ratsbürgerentscheids über die Gründung von neuen Stadtwerken abstimmen, so wie es die Gemeindeordnung nach §26 ermöglicht. Schließlich geht es hier um eine Entscheidung von sehr großer Tragweite. Das geht alle Bürgerinnen und Bürger an, denn am Ende müssen wir die Zeche zahlen!“

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 763739
 221

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Bürgerentscheid über künftige Stadtwerke GL“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von DIE LINKE. Bergisch Gladbach

Bild: "Rheinisch-Bergische Siedlungsgesellschaft RBS soll 300 neue Wohnungen in Bergisch Gladbach bauen"Bild: "Rheinisch-Bergische Siedlungsgesellschaft RBS soll 300 neue Wohnungen in Bergisch Gladbach bauen"
"Rheinisch-Bergische Siedlungsgesellschaft RBS soll 300 neue Wohnungen in Bergisch Gladbach bauen"
Bergisch Gladbach: Die Stadtratsfraktion DIE LINKE./BfBB Bergisch Gladbach fordert in einem Positionspapier den Bau von 300 neuen Wohnungen innerhalb von fünf Jahren durch die kommunale Rheinisch-Bergischer Siedlungsgesellschaft RBS. Der Fraktionsvorsitzende Tomás M. Santillán ist verwundert über die Aussage aus der Geschäftsführung der RBS, dass man in Bergisch Gladbach keinen Wohnungsmangel feststellen könne: “Wer in dieser Lage behauptet, dass es keinen “Wohnungsmangel” gäbe, hat offensichtlich den Sinn für die Realität verloren. Ich selbs…
Bild: Wieder ein neues Prestigeprojekt in Bergisch Gladbach?Bild: Wieder ein neues Prestigeprojekt in Bergisch Gladbach?
Wieder ein neues Prestigeprojekt in Bergisch Gladbach?
Bergisch Gladbach: Die Stadtratsfraktion DIE LINKE./BfBB in Bergisch Gladbach kritisiert die neuen Pläne eines Neubaus des Stadthauses auf dem Gelände an der S-Bahn in Bergisch Gladbach als städtebaulich unausgegoren, teuer und unsozial. Die Verschuldung der Stadt erreicht eine halbe Milliarde €. Tomás M. Santillán, Vorsitzender der Stadtratsfraktion DIE LINKE./BfBB meint zu dem neuen Plan: „Man muss alle städtebaulichen Folgen betrachten. Ein Neubau an der S-Bahn würde das belebte Zentrum weiter verlagern. Der Konrad-Adenauer Platz und die …

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: 1. Habichtswalder Bürgerentscheid am 31.10.2021 geht auf die ZielgeradeBild: 1. Habichtswalder Bürgerentscheid am 31.10.2021 geht auf die Zielgerade
1. Habichtswalder Bürgerentscheid am 31.10.2021 geht auf die Zielgerade
Am 31.10.2021 entscheiden die Wahlberechtigten in der Gemeinde Habichtswald erstmals in einem Bürgerentscheid, ob die von der Gemeindevertretung beschlossenen Aufstellungsbeschlüsse für zwei beabsichtigte Neubaugebiete im Ortsteil Dörnberg zurückgenommen werden sollen.Bereits im April hatte die Bürgerinitiative (BI) „Rettet die Natur am Südrand von Dörnberg“ …
Frankfurter Bürgerentscheid: Wahl zwischen zwei schlechten Alternativen
Frankfurter Bürgerentscheid: Wahl zwischen zwei schlechten Alternativen
Nach Auffassung des BdSt Hessen lässt der bevorstehende Bürgerentscheid über das derzeitige Rennbahngelände in Frankfurt-Niederrad den Stimmberechtigten lediglich die Wahl zwischen zwei unwirtschaftlichen Alternativen. „Entscheidend ist eigentlich die Frage, welche Nutzung der Fläche für Bürger und Steuerzahler die sinnvollste ist. Stattdessen wird lediglich …
Stadtwerke Elzach: Piratenpartei fordert mehr Transparenz
Stadtwerke Elzach: Piratenpartei fordert mehr Transparenz
… alle denkbaren Optionen ergebnisoffen zu prüfen und die Erkenntnisse öffentlich zugänglich zu machen. Damit könnte auch die Grundlage für einen möglichen Bürgerentscheid geschaffen werden. Generell setzt sich die Piratenpartei Baden-Württemberg für eine dezentralisierte Energieversorgung ein. Ob auch die Stadtwerke Elzach unabhängig weitergeführt werden …
Energieversorgung - Die Rückkehr des Staates
Energieversorgung - Die Rückkehr des Staates
… ineffizient. In der Bevölkerung war die Zustimmung zur Privatisierung kommunaler Wasser- und Stadtwerke hingegen weniger ausgeprägt. So sprach sich eine große Mehrheit in einem Bürgerentscheid im Juni 2002 gegen eine (Teil-)Privatisierung der Stadtwerke Münster aus. Beim ersten Leipziger Volksentscheid votierten Anfang 2008 149.000 Bürger gegen den Verkauf …
Bild: Beitrag zur Behebung der Wohnraumknappheit: Bauprojekt „Platzscher Garten“Bild: Beitrag zur Behebung der Wohnraumknappheit: Bauprojekt „Platzscher Garten“
Beitrag zur Behebung der Wohnraumknappheit: Bauprojekt „Platzscher Garten“
… Anzahl der Studenten in Würzburg wird sich die nächsten Jahre weiter auf hohem Niveau halten.“ Für den liberalen Hochschulgruppenchef liegt die Ablehnung des Bürgerentscheid am kommenden Sonntag auf der Hand: „Würzburg braucht diese Wohnungen, der Wohnungsmarkt ist vollkommen ausgereizt. Protektionismus im Namen eines vermeintlichen Umweltschutzes hat …
Bild: 60,2 % für den KohleausstiegBild: 60,2 % für den Kohleausstieg
60,2 % für den Kohleausstieg
… Meinung der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) Nordrhein-Westfalen ein deutliches Signal, dass die Menschen weit aus konsequenteren Klimaschutz wollen, als dies die etablierten Parteien anstreben. Der Bürgerentscheid wurde maßgeblich von der ÖDP in München in die Wege geleitet und durchgesetzt. Die ÖDP hat sich damit erneut als wirksame Par-tei der …
Bild: Aufruf zum Bürgerentscheid für Flughafen Tempelhof am 7. JuniBild: Aufruf zum Bürgerentscheid für Flughafen Tempelhof am 7. Juni
Aufruf zum Bürgerentscheid für Flughafen Tempelhof am 7. Juni
… über ein Weltkulturerbe Flughafen Tempelhof in Sicht. (Berlin, 5.Juni 2009) Am 7. Juni wird gleichzeitig mit der Europawahl auch über den ersten Bürgerentscheid im Bezirk Tempelhof-Schöneberg abgestimmt. Gegenstand der Abstimmung ist das erfolgreiche Bürgerbegehren: "Das Denkmal Flughafen Tempelhof erhalten - als Weltkulturerbe schützen". Das Aktionsbündnis …
Ehren, mahnen, erinnern?
Ehren, mahnen, erinnern?
… sich am Meinungsbildungsprozess nicht beteiligen können. Die Stadt geht mit der Bürgerumfrage und der Veranstaltungsreihe einen demokratischen Weg, Forderungen nach einem Bürgerentscheid sieht Pirat Powroznik als unverhältnismäßig an. "Sollte sich nach der Entscheidung, der gewählten Mandatsträger, dennoch eine Gruppe finden, die einen Bürgerentscheid …
Bild: Historisch einmalige Chance nutzenBild: Historisch einmalige Chance nutzen
Historisch einmalige Chance nutzen
In der Geschichte Weinstadts einmalig, von den Bürgern gewünscht und erkämpft ist der Bürgerentscheid am Sonntag dem 10.10.2010 eine große Chance.Nie in der Historie Weinstadts war der Wille für ein basisdemokratisches Verfahren so groß wie heute. „Der Bürgerentscheid ist eine Weichenstellung mit erheblicher Tragweite für unsere Stadt. Die Bürger entscheiden …
Bild: Bürgerinitiative gegen Bamberger WeinbergBild: Bürgerinitiative gegen Bamberger Weinberg
Bürgerinitiative gegen Bamberger Weinberg
Jetzt kommt wohl ein Bürgerentscheid über den geplanten Weinberg in der Bamberger Innenstadt. 5300 Bürger sind gegen den Weinberg, weil Obstbäume gefällt werden müssten. Wie die Stadt Bamberg mitteilte, übergaben Vertreter einer Bürgerinitiative rund 5300 gesammelte Unterschriften im Bamberger Rathaus. Für den Bürgerentscheid sind nur 3240 Unterschriften …
Sie lesen gerade: Bürgerentscheid über künftige Stadtwerke GL