(openPR) Jetzt kommt wohl ein Bürgerentscheid über den geplanten Weinberg in der Bamberger Innenstadt. 5300 Bürger sind gegen den Weinberg, weil Obstbäume gefällt werden müssten.
Wie die Stadt Bamberg mitteilte, übergaben Vertreter einer Bürgerinitiative rund 5300 gesammelte Unterschriften im Bamberger Rathaus. Für den Bürgerentscheid sind nur 3240 Unterschriften notwendig.
Der Weinberg mit einer Größe von einem Hektar soll auf dem Gelände einer Streuobstwiese am Südhang des Michaelsbergs entstehen. Die Gegner nehmen besonders daran Anstoß, dass für das Vorhaben zwischen 50 und 80 Obstbäume gefällt werden müssten. "Wir befürchten zum einen hohe ökologische Belastungen und zum anderen eine Beeinträchtigung des Bamberger Stadtbildes", erklärte ein Sprecher der Bürgerinitiative. Die Stadt hat sich zum Ziel gesetzt, den Weinberg bis zum Jahr 2012 zu realisieren, wenn in Bamberg die Landesgartenschau stattfindet.
"Die Unterschriften müssen nun auf ihre Zulässigkeit geprüft werden", sagte ein Stadtsprecher. Dazu zählten Kriterien wie Wahlberechtigung und eine einheitliche Fragestellung. Ob es tatsächlich zu dem Bürgerentscheid kommt, soll in der Stadtratssitzung am 21. August besprochen werden.
Der Weinbau am Michaelsberg hat Tradition. Bis zur Verstaatlichung der fürstbischöflichen Weinberge im 19. Jahrhundert gehörten die meisten Weinberge in Bamberg zum Kloster St. Michaelsberg. Nach Angaben von Schützwohl hat sich der Stadtrat in der letzten Sitzung vor der Sommerpause um eine Einigung bemüht und die Verkleinerung der Anbaufläche angeboten. Zudem sollen dort lediglich für den biologisch-kontrollierten Weinanbau geeignete Dünge- und Spritzmittel zum Einsatz kommen. Die Weinbau-Gegner halten weiterhin am Bürgerentscheid fest. www.nikos-weinwelten.de













