(openPR) Waigel rät Stoiber, nach Berlin zu gehen
Der ehemalige CSU-Vorsitzende Waigel fordert seinen Nachfolger und bayerischen Ministerpräsidenten Stoiber dazu auf, in die Bundespolitik zu wechseln. "Nur wer mit einem mutigen Sprung den Abgrund überwindet, übernimmt die notwendige Verantwortung für Deutschland und Europa, durchaus im Wissen um das politische und persönliche Risiko", schreibt der frühere Bundesfinanzminister unter Bundeskanzler Kohl in einem Beitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung (Samstagsausgabe).
Waigel erinnert daran, daß es für bayerische Ministerpräsidenten immer verlockend war, in ihrer Münchener Staatskanzlei zu bleiben, auch wenn sie von dort aus die "Bonner Statthalter" zu steuern versuchten. Dies sei aber nicht immer von Erfolg gekrönt gewesen, bilanziert Waigel. Wer zu Recht auf Erfolge in Bayern verweise, müsse aber dann "wenn sich die realistische Chance zur Neugestaltung Deutschland bietet, die Herausforderung annehmen und zeigen, wie es besser gemacht werden kann." Gegenargumente weist Waigel in seinem längeren Artikel mit dem Hinweis zurück, daß Stoiber 2002 bereit war, die Staatskanzlei zu verlassen, um selber Kanzler zu werden.
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