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Knappe Mehrheit der Ostdeutschen bedauert Guttenbergs Rücktritt

08.03.201113:59 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) - Aber 44 Prozent begrüßen den Amtsverzicht -
- Nur kleine Minderheit glaubt an Ehrlichkeit Guttenbergs in der Affäre -
- Drei Viertel hoffen auf ein Comeback des CSU-Politikers -
- Merkels Verhalten wird deutlich zwiespältig beurteilt -



Berlin, 5. März – Der Rücktritt Karl-Theodor zu Guttenbergs als Verteidigungsminister spaltet die Ostdeutschen. Nach einer am Samstag vorab veröffentlichten repräsentativen Umfrage der Zeitschrift „Super Illu“ bedauert zwar eine knappe Mehrheit von 52 Prozent der Menschen in den neuen Ländern die Demission des CSU-Politikers wegen der Plagiatsaffäre. Eine starke Minderheit von 44 Prozent begrüßt allerdings den Amtsverzicht. Vier Prozent machten keine Angabe auf die Frage nach ihrer Beurteilung von Guttenbergs Rücktritt. Im Auftrag von „Super Illu“ hatte das Institut für Marktforschung Leipzig 702 Frauen und Männer in den neuen Bundesländern und dem Ostteil Berlins befragt.

Deutlich anders sieht das Stimmungsbild in Bezug auf Guttenbergs Rücktritt unter den ostdeutschen CDU-Anhängern aus. Nur 21 Prozent der Unions-Wähler begrüßen den Amtsverzicht, während eine große Mehrheit von 76 Prozent den Schritt Guttenbergs bedauert. Drei Prozent machten keine Angabe. Unter den Anhängern der SPD ist das Bild dagegen klar zwiespältig: 49 Prozent begrüßen den Rücktritt – und ebenso viele bedauern ihn (keine Angabe: zwei Prozent). Ganz anders wird Guttenbergs Demission von den ostdeutschen Wählern der Grünen beurteilt. Hier gibt es der Umfrage zufolge eine große Mehrheit von 82 Prozent, die den Rücktritt begrüßt, während nur 17 Prozent ihr Bedauern darüber aussprechen (keine Angabe: ein Prozent). Unter den Wählern der Linkspartei gibt es dagegen nur eine knappe Mehrheit von 52 Prozent, die den Amtsverzicht begrüßt. 46 Prozent bedauern den Rücktritt Guttenbergs (keine Angabe: zwei Prozent). Bei den Anhängern der FDP wiederum gibt es eine deutliche Mehrheit von 73 Prozent, die den Amtsverzicht bedauert, während nur 24 Prozent den Schritt begrüßen (keine
Angabe: drei Prozent).

Die Umfrage zeigt außerdem, dass es in Ostdeutschland um Guttenbergs Glaubwürdigkeit in Bezug auf die Plagiatsaffäre nicht gut bestellt ist. Nur eine Minderheit von 24 Prozent glaubt dem CSU-Politiker, dass er die Fehler in seiner Doktorarbeit ohne Absicht gemacht hat. Die große Mehrheit von 69 Prozent nimmt ihm das aber nicht ab und erklärt: „Wer weite Teile seiner Doktorarbeit anderswo abschreibt, der weiß genau, was er tut.“ Sieben Prozent machten keine Angabe auf die Frage nach der Glaubwürdigkeit Guttenbergs. Trotzdem hat der CSU-Politiker nach Ansicht von 73 Prozent der Ostdeutschen „in ein paar Jahren eine zweite Chance in der Politik verdient, weil Deutschland auf so ein außergewöhnliches Talent nicht verzichten sollte“. Nur 24 Prozent lehnen ein Comeback ab, weil Guttenberg sich ihrer Ansicht nach „mit seinem Verhalten nachhaltig für hohe politische Ämter disqualifiziert hat“. Drei Prozent machten keine Angabe.

Deutlich gespalten sehen die Ostdeutschen auch das Verhalten von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Guttenberg-Affäre: Eine knappe Mehrheit von 54 Prozent erklärt in der Umfrage zwar, dass sich die Kanzlerin mit ihrem langen Festhalten an Guttenberg richtig verhalten habe. Eine starke Minderheit von 41 Prozent sagt jedoch, Merkel habe sich falsch verhalten und zu lange an Guttenberg festgehalten. Fünf Prozent machten keine Angabe.

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