(openPR) Annähernd jeder zweite wahlberechtigte Bundesbürger (47 Prozent) und fast jeder zweite Bürger Nordrhein-Westfalens (46 Prozent) hielte es aufgrund der aktuellen Vorwürfe für angebracht, wenn Guido Westerwelle (FDP) vom Amt des Außenministers zurücktreten würde. Damit sprechen sich insgesamt mehr Bundesbürger für als gegen den Rücktritt des FDP-Politikers aus, der gern für sich in Anspruch nimmt, er stehe für die Meinung der „schweigenden Mehrheit“. Auch unter den Unionswählern findet Westerwelle, der behauptet, „das auszusprechen, was viele denken“, wenig Rückhalt.
Dies sind Ergebnisse der täglichen Befragung “YouGov 12nach12” des Markt- und Meinungsforschungsinstituts YouGov. Befragt wurden über 1000 wahlberechtigte Deutsche.
Vor allem die männlichen Befragten hielten Westerwelles Rücktritt aktuell für angebracht: Mehr als die Hälfte der Männer würde diesen Schritt begrüßen. Besonders häufig fordern darüber hinaus die über 51-Jährigen und die Bürger der neuen Bundesländer Westerwelles Rücktritt. In beiden Gruppen hielte mehr als jeder Zweite Westerwelles Rücktritt für geboten. Und auch 18 Prozent der befragten FDP- und 40 Prozent der Unionswähler würden den Rücktritt Westerwelles aktuell begrüßen.
Zu Kontroversen hatte die personelle Besetzung der Wirtschaftsdelegation geführt, die Westerwelle kürzlich auf dessen Südamerika-Reise begleitete. Die Opposition kritisierte, er habe bei der Zusammensetzung der Wirtschaftsvertreter private Kontakte begünstigt und warf ihm "Günstlingswirtschaft" vor. Westerwelle wies die Vorwürfe zurück und warf der Opposition vor, sie betreibe kurz vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen eine Kampagne gegen ihn.
(Eine Grafik finden Sie unter www.12nach12.de)




