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Proteste gegen Bergbau im Bezirk Namling: Fünfzig Tibeter festgenommen

29.06.201008:26 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Proteste gegen Bergbau im Bezirk Namling: Fünfzig Tibeter festgenommen

(openPR) Die chinesische Polizei im Bezirk Namling der Präfektur Shigatse, TAR, nahm am 21. Mai etwa 30 Tibeter fest, die aus Protest gegen den Bergwerksbetrieb im Kreis Uyuk Sogchen chinesische Sicherheitsfahrzeuge mit Steinen bewarfen und sie bespuckten. Der Bergbau wirkt sich nämlich sehr negativ auf die Gesundheit der dortigen Bewohner und ihren Lebensunterhalt aus.



Im April begann eine chinesische Gesellschaft auf einem nicht näher spezifizierten Stück Land mit ihren Operationen zur Förderung von Bodenschätzen mit der Folge, daß das Grundwasser unbrauchbar geworden ist. In der Gegend werden schon seit Jahren Bodenschätze abgebaut, aber diese neuen Grabungen betreffen ein Stück Land, wo die Einheimischen seit eh und je ihr Vieh weideten, was nun wegen Wassermangels kaum mehr möglich ist.

In ihrer Verzweiflung wandten sich die Tibeter immer wieder an die Behörden mit der Bitte, diese Operationen einzustellen, sie schilderten, welche Schäden die Bergbauaktivitäten der Umwelt, den Trinkwasservorräten und den Weidegründen für ihr Vieh zufügen.

Statt den Beschwerden der Einwohner Gehör zu schenken und nach einer Lösung zu suchen, sandten die Behörden Sicherheitskräfte, um das Bergbauareal abzuriegeln und die Tibeter zum Schweigen zu bringen. Bald kamen zehn gepanzerte Polizeifahrzeuge an.

„Die Tibeter waren so verzweifelt, daß sie am 21. Mai diese Fahrzeuge, in denen die Sicherheitsleute herbeigebracht wurden, mit Steinen angriffen. Diese feuerten Warnschüsse in die Luft ab und nahmen mehrere der Protestierenden fest. Viele wurden schwer geschlagen“, berichtete ein Augenzeuge RFA.

„Andere flohen in die Berge oder versteckten sich anderswo. Die Behörden schafften 30 Tibeter in das Haftzentrum von Shigatse, aber zwei verbrachten sie an einen unbekannten Ort, und man hörte seitdem nichts mehr von ihnen.“

Auf den Protest hin suchten die Behörden jedes Haus in der Gegend einzeln auf und erklärten den Bewohnern, daß der Bergbau nicht eingestellt werde. Überall patrouilliert nun Polizei durch die Straßen, und die Zufahrtsstraßen zu der Mine sind blockiert.

Ein Mitarbeiter des Public Security Bureau von Shigatse bestätigte den Vorfall auf der Blog-Seite sina.com: „Über 50 Leute wurden festgenommen. Es ist nicht das erste Mal, daß es zu solchen Vorfällen in dieser Gegend kam. Jedes Jahr gibt es einen, doch die Regierung darf keine Schwäche zeigen“.

Es gibt kaum Informationen über den Bergwerksbetrieb in dieser Gegend, den Bewohnern von Namling zufolge kommen die dort operierenden Firmen jedoch aus der Stadt Welfang in der Provinz Shangdong.

Quelle: Tibetan Review, http://www.tibetanreview.net/

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