(openPR) RCDS Niedersachsen lehnt Bildungsstreik ab
Am Mittwoch den 09.06.10 soll der sogenannte Bildungsstreik fortgesetzt werden. Protestaktionen sind für Göttingen, Hannover, Vechta, Wilhelmshaven, Osnabrück und Soltau-Falingbostel vorgesehen. Der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) Niedersachsen lehnt den Bildungsstreik und insbesondere Teile seiner Aktionsformen ab und ruft alle Studenten in Niedersachsen dazu auf sich in den demokratischen Gremien sachorientiert zu engagieren anstatt sich von Antifa und Linke.SDS für System- und Kapitalismuskritik missbrauchen zu lassen.
Bereits im vergangenen Jahr zeigte sich, dass der Bildungsstreik weniger an Ergebnissen als an öffentlichwirksamen Protestfomen interessiert war. Es wurden Hörsäle und Seminarräume besetzt und somit den Kommilitonen die Grundlage für deren Bildung genommen. Darüber hinaus kam es zu Zerstörung von Universitätseigentum. Vielfach wurden Politiker mit Forderungen konfrontiert, deren Umsetzung jedoch im Aufgabenfeld der Universitäten lag.
Der RCDS Niedersachsen ist sich des Reformbedarfes im Bologna-Prozess bewusst. Auf der letzten Bundesdelegiertenversammlung wurde ein umfassendes Papier verabschiedet, welches konkrete Verbesserungsvorschläge für die Bologna-Reform aufzeigt. Den Akteuren im Bildungsstreik hingegen scheint es nicht um wirkliche Verbesserungen zu gehen. Dies zeigt auch das frühzeitige Verlassen der Bolognakonferenz durch Vertreter des Bildungsstreikes. Wieder einmal stand das Interesse an Presseauftritten vor den Interessen der Studierenden.
„Der diesjährige Bildungsstreik wird teils drastisch beworben“, so der Landesvorsitzende des RCDS Niedersachsen, Sascha Tietz,“ in Göttingen kursieren beispielsweise Flyer auf denen ein Vermummter zum Wurf mit einem Buch ausholt. Wir dürfen nicht tolerieren, das Symbolik der Antifa genutzt wird um den Reformbedarf im Bildungssystem zu missbrauchen. Der Bildungsstreik scheint durchsetzt von extremistischen Tendenzen. Kapitalismus- und Systemkritik wird vermischt mit Wut und garniert mit den bildungspolitischen Fehlern der letzten Jahre verabreicht. Im Bildungsstreik spricht nicht die Stimme aller Studenten, dies darf nicht vergessen werden!“ Vollkommen ignoriert werden von den Initiatoren des Bildungsstreikes die Bemühungen der aktuellen Bundesregierung trotz Sparzwängen die Ausgaben im Bereich Bildung und Forschung zu erhöhen. Der RCDS Niedersachsen hält es nun für angebracht sich aktiv in den Gremien der studentischen Selbstverwaltung für eine Reform der Reform einzusetzen anstatt wieder die Politik für Probleme anzuprangern, die sich vielfach in den Fakultätsräten lösen lassen.
„Das Motto in der hochschulpolitischen Debatte muss lauten: Engagieren statt Streiken, Argumente statt Gewalt! Es bleibt zu hoffen, dass die geplanten Aktionen nicht zum Nachteil der übrigen Studenten ausgetragen werden. Ansonsten sind die Universitäten aufgefordert keine Besetzungen zu tolerieren sondern entschlossen für frei zugängliche Räume einzutreten,“ so Sascha Tietz abschließend.








