(openPR) Bonn, November 2006: Handys gehören mittlerweile zur Mediengrundausstattung in Deutschland. Sie sind aus dem Alltag, vor allem junger Menschen, kaum mehr wegzudenken. Und doch sind Handys nicht nur Segen, sondern für Eltern, Lehrkräfte und pädagogisch Tätige eine große Herausforderung. Immer wieder geistern Nachrichten über den Tausch gewalthaltiger/pornografischer Filme oder die Inszenierung von „Happy Slapping“ durch die Medien. Das Jugendportal netzcheckers.de zeigt auf dem Münchner Fachforum „Mobile Kommunikation“, was derzeit technisch möglich ist und wie Handys sinnvoll genutzt werden können. Statt über den Missbrauch der Handys zu debattieren, werden effektive Möglichkeiten des präventiven Jugendmedienschutzes aufgezeigt.
92 Prozent der Jugendlichen verfügen laut der JIM-Studie 2006 über ein Mobiltelefon, und die Nutzer werden immer jünger. Laut KIM-Studie 2006 hat fast jeder Zweite der 6- bis 13-Jährigen bereits ein Handy. Neben Telefonieren und SMS verschicken, erfüllt es immer mehr Aufgaben. Klingeltöne herunterladen, Spielen, Fotografieren und Filmen waren allerdings erst der Anfang. Neue Möglichkeiten wie SMS-Chats, Foto-Blogging, Cellcasts und die Erstellung eigener Handy-Logos sowie -Klingeltöne liegen im Trend.
Handy-Missbrauch aktiv entgegen wirken
Während die Jugendlichen die neuen Interaktionsformen schnell begreifen und nutzen, stehen Eltern, Lehrkräfte und pädagogisch Tätige vor einer großen Herausforderung: Sie müssen die Jugendlichen bei der Nutzung unterstützen und kompetent beraten. Dabei fehlen ihnen oft die Kenntnisse über die technischen Möglichkeiten. Außerdem sollten sie einen positiven kreativen Zugang zu den Medien erschließen und gleichzeitig aktiv die kritische Auseinandersetzung mit Inhalten sowie das Unrechtsbewusstsein fördern. Reflexionsprozesse bei Jugendlichen anzustoßen, ist entscheidend, um dem Missbrauch der Handys entgegenzuwirken. Lösung der öffentlichen Diskussion um den Tausch gewalthaltiger/pornografischer Filme oder die Inszenierung von „Happy Slapping“ kann nicht sein, Handys zu verbieten.
Wie kann was wofür genutzt werden?
Das Fachforum Mobile Kommunikation von netzcheckers.de in Kooperation mit dem JFF – Institut für Medienpädagogik und Schulen ans Netz präsentiert Alternativen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfahren am 25. November in München, wie sie Handys in ein zeitgemäßes medienpädagogisches Angebot integrieren können. Dabei zeigt Jürgen Ertelt von netzcheckers.de, auf, was technisch bereits im Bereich der mobilen Kommunikation möglich ist. Ausgehend vom derzeitig technischen Stand geht das Fachforum der Frage nach, wie die neuen Technologien die Kommunikation in der Gesellschaft verändern. Neben interessanten Vorträgen werden Best Practice-Projekte präsentiert, die zeigen, wie die modernen Kommunikationsmittel praktisch in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen eingesetzt werden können. Nur wenn Jugendliche wissen, dass ihre Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner verstehen, wovon sie reden und ihren Mediengebrauch nicht von vornherein verurteilen, sind sie bereit, sich mit ihren Problemen an diese zu wenden.
Das Fachforum richtet sich an Eltern, Lehrer und pädagogisch Tätige. Es findet von 13.00 bis 18.30 Uhr im Ampere/Muffatwerk in der Zellstr. 4 in München statt. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung unter 089-689890 erforderlich. Weitere Informationen zum Fachforum unter: www.jugend.info.
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Nicole Chemnitz
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