(openPR) Mit beinahe CHF 1.06 ist die amerikanische Währung so teuer wie letztmals im September vergangenen Jahres. Derweil sinkt der Ölpreis und notiert heute für die Qualität Brent mit USD 71.60 so günstig wie seit Oktober letzten Jahres nicht mehr. Für die Bildung der Ölpreise sind derzeit folgende Faktoren am wichtigsten: 1. Die Unsicherheit über die Stabilität oder Nachhaltigkeit der wirtschaftlichen Erholung. 2. Finanzpolitik der Industrieländer. 3. Ölschwemme. 4. Schwache Nachfrage. Ein detaillierter Blick darauf zeigt, dass nur mit einer Fortführung der enormen Wirtschaftshilfen der Industrieländer eine langsame Besserung der wirtschaftlichen Perspektiven realistisch beibt. Würden die milliardenschweren Hilfsprogramme abgesetzt, steckten die Volkswirtschaften der Schlüsselmärkte in erheblichen Schwierigkeiten. Damit sind wir beim zweiten Punkt. Für die erwähnte Politik ist eine (sehr) grosszügige Geldmengenpolitik und ein (rekord-) tiefer Leitzins nötig, auch wenn damit die Gefahr einer starken Inflation erhöht wird. Beides hilft mit zusätzlicher Liquidität nicht nur der realen Wirtschaft, es ist auch eine günstige Quelle spekulativer Mittel, die in Rohwaren-, Edelmettal- oder Aktienmärkte und Währungs-Geschäfte fliessen und dort zu teilweise unwirklichen Verzerrungen bei der Preisbildung führen. Solange die grosszügige Geldmengenpolitik beibehalten wird, ändert sich daran kaum etwas. Das führt uns zu Punkt drei und vier. Beides sind Werte aus dem realen Leben. Tatsache ist, dass die Welt mit Öl überversorgt ist. Die Wirtschaftskrise drückt auf den Ölverbrauch. Dergestalt, dass die Nachfrage auf dem Niveau von 2005 stagniert und gleichzeitig trotz erheblich gedrosselter Raffinerie-Leistung die Öllager in den USA voll bleiben. Da hilft auch ein normal kalter Winter nicht weiter. Kommt dazu, dass allein der gesamte weltweite Ölverbrauch zweier Tage in Form schwimmender Lager (ungelöschte Tanker) auf den Weltmeeren umherschippern. Der Ölpreis wird deswegen allerdings voraussichtlich nicht in den Keller fallen. Das verhindern die grossen Mengen spekulativer Mittel in diesem Markt. Auch nach oben sehen wir wenig Spielraum. Dafür fehlt die physische Nachfrage. Und mit den derzeitigen, vorsichtig-optimistischen Wirtschafts-Perspektiven dürfte sich daran in nächster Zeit auch nichts ändern. Insgesamt liegt der aktuelle Schweizer Heizölpreis auf einem moderaten Niveau, wie es in den vergangenen fünf Jahren selten erreicht wurde. Zumeist war Heizöl teurer als jetzt.












