openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Staatsmonopol auf Sportwetten nicht weiter begründbar

13.11.200914:18 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Staatsmonopol auf Sportwetten nicht weiter begründbar
www.oddscompany.com
www.oddscompany.com

(openPR) von www.oddscompany.com



Mit Schleswig Hohlstein Kiel kündigt das erste deutsche Bundesland den heftig umstrittenen Glücksspielstaatsvertrag und hat Zusagen von anderen Bundesländern, die sich dieser Kündigung anschließen wollen, wie der Landtagsabgeordnete Hans-Jörn Arp (CDU) in einer dpa Meldung zitiert wird.

„Und das ist gut so“, ist doch den Propagandisten des Vertragswerks längst die Argumentation zur Fortführung des Monopols „Spielsuchtprävention“ widerlegt worden.

Harvard-Experte Shaffer: "95 Prozent spielen sehr moderat"

Seit 2005 erforscht die DOA bereits in Langzeitstudien das Spielverhalten bei Sportwetten und anderen Gaming-Angeboten im Web. In der ersten empirischen Untersuchung kommt die Division on Addictions (DOA) http://www.divisiononaddictions.org der Harvard Medical School zu dem Ergebnis, dass rund 95 Prozent der Online-Spieler kein problematisches Spielverhalten aufweisen. DOA-Direktor Howard J. Shaffer führte bei einer Präsentation in Wien aus, Zitat: „Internet-Glücksspiel sei bei weitem nicht so gefährlich wie bislang angenommen. Keine wissenschaftlich fundierte empirische Studie kann die risikoverstärkende Wirkung von Online-Gaming beweisen. Alle bisherigen Untersuchungen zum Thema basieren auf eingeschränkt zulässigen Befragungsmethoden und nicht-repräsentativen Stichproben". Die überwiegende Mehrheit betreibe ihre Leidenschaft in einer sehr moderaten Art und Weise. So habe die Analyse von über 40.000 Online-Spielern ergeben, dass diese im Schnitt nur 2,5 Sportwetten mit jeweils vier Euro Einsatz an jedem vierten Tag nutzen.“ Quelle: pressetext.at.

Ökonomisch ist das staatliche Monopol nicht zu rechtfertigen

Ein Forschungsprojekt des Center of Sports Management (CSM) des Instituts für Marketing und Management der Leibniz Universität Hannover untersuchte die Regulierung des deutschen Sportwettenmarktes und veröffentlichte das Ergebnis auf der Homepage der uni-hannover.de. Die Wissenschaftler kommen dabei zu folgendem Ergebnis: Das staatliche Monopol ist ökonomisch nicht zu rechtfertigen. Die Ökonomen konnten beim Glücksspielmarkt indes keine Gründe für eine Monopolisierung finden. Dr. Luca Rebeggiani: „Der einzige ist tatsächlich die Suchtgefahr“, sagt er, „aber da schießt man eindeutig mit Kanonen auf Spatzen.“ Weiter führt der Wissenschaftler aus: „Glücksspielsüchtige sind aber meistens Automatensüchtige. Lotto- oder Sportwettensüchtige muss man fast mit der Lupe suchen“.

Auch der DOSB ist nun für private Sportwettenanbieter

Mittlerweile schwenken auch ursprüngliche Befürworter eines staatlichen Monopols, wie etwa der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB), um und favorisieren nun die Beteiligung privater Wettanbieter, wie das Handelsblatt berichtete. Aus Sicht von Michael Vesper sind die Einnahmen der Sportverbände in Gefahr, da auf Grund geringerer Einnahmen aus dem Glückspiel die Zuschüsse für den Breitensport und den DOSB dramatisch sinken. Anfang des Jahrzehnts machte die staatliche Sportwette Oddset mehr als 500 Millionen Euro Umsatz. Der jedoch bis dato auf 37 Millionen Euro eingebrochen ist. Quelle: wuv.de

Kohärenzerfordernis im Glücksspielmarkt wird ignoriert

Die EU-Kommission und der Europäische Gerichtshof haben deutlich gemacht, dass ein Glücksspielmonopol nur dann gerechtfertigt ist, wenn eine Politik der Kohärenz betrieben wird, d. h., alle Facetten des Glücksspiels Berücksichtigung finden.

Jens Kalke vom Institut für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung (ISD) erklärt laut einer Veröffentlichung in der Zeit online: „Manche Eigenschaften eines Spiels haben besonders viel Suchtpotenzial. Erstens: Wenn nur wenig Zeit vergeht zwischen Spiel und Ergebnis. Bei den unterschätzten Rubbellosen erfährt man beispielsweise sofort, ob man gewonnen hat. Kalke erzählt, es gebe Menschen, die kurz vor Ladenschluss noch 500 Lose kaufen, weil sie nicht bis zum nächsten Tag warten können.“ Quelle: zeit.de

Besonders das suchtrelevante Automatenspiel steigerte die Umsätze im Zeitraum von 2005 von € 5,5 Mrd. auf € 8,1 Mrd. € im Jahr 2008.

Umkehr ist richtig und zwingend notwendig, ja sogar überfällig

Seit Einführung des Glücksspielstaatsvertrages im Januar 2008, sorgte dieser Vertrag bei vielen Teilnehmern am Glücksspielmarkt für großen Unmut. Wir von www.oddscompany.com berichteten in mehreren Presseaussendungen darüber. „Viele Verlierer aber kaum Gewinner“ trifft die Meinung vieler Experten zum Glücksspielstaatsvertrag.

Bedingt durch den Glücksspielstaatsvertrag müssen die Landesregierungen mit beträchtlichen Einnahmeausfällen zurechtkommen und notwendige Ausgaben für kulturelle und/oder soziale Zwecke stehen nicht mehr in dem benötigten Umfang bereit. Einige Landesregierungen egalisieren diese Einnahmeausfälle indem die jeweiligen Budgets zu Lasten der Steuerpflichtigen aufgebracht werden. So konnten im Jahr 2008 lediglich noch 120 Mio. Euro für soziale Projekte zur Verfügung gestellt werden, im Jahr zuvor waren es noch 172 Mio. Euro.

Die Begründung der Spielsuchtprävention ist ein Vorwand um ein staatliches Monopol in einem stark wachsenden Markt zu gewährleisten. Ein staatliches Wettmonopol lässt sich aber nur dann durchsetzten wenn es mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Dies ist jedoch nur dann der Fall wenn man als Kernziel dieses Vertrages die Spielsuchtprävention festlegt.

Den Weg den Schleswig-Holstein mit dem Ministerpräsidenten Peter Harry Carstensen (CDU) und dem Vorsitzender der FDP-Fraktion Wolfgang Kubicki (FDP) beschreitet ist richtig und zwingend notwendig, ja sogar überfällig. Das Bundesland aus dem Norden wollte diesen Vertrag nie wirklich. Zitat Wolfgang Kubicki (Auszug aus dem Plenarprotokoll 16/67): „Aber es ist eine Schande für den deutschen Rechtsstaat, dass die Landesregierungen es wagen, für diesen offensichtlich verfassungsrechtswidrigen Vertrag parlamentarische Ratifizierungen zu beantragen. Wir lehnen den Gesetzentwurf ab und wir werden das auch weiterhin deutlich machen.“

Das Monopol im Bereich Sportwetten wird deutschlandweit in jedem Fall durch diesen Schritt beendet und die Kündigung wird eine bundeseinheitliche Änderung der Rechtslage erzwingen. Nur so kann in naher Zukunft eine politische Entscheidung herbeigeführt werden. Die Landesregierungen sind bisher Juristen gefolgt die versuchten mit zweifelhaften Argumenten ein Staatsmonopol zu begründen.

Wir von www.oddscompany.com appellieren an alle Landesregierungen, dass sie sich der Tragweite Ihres Handels bewusst werden und dem Weg der schleswig-holsteinischen Landesregierung folgen.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 370734
 1171

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Staatsmonopol auf Sportwetten nicht weiter begründbar“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Oddscompany Sportwetten GmbH

Bild: Wichtig für Leistungsempfänger (Hartz IV) - Lottogewinne & Co. sind tabuBild: Wichtig für Leistungsempfänger (Hartz IV) - Lottogewinne & Co. sind tabu
Wichtig für Leistungsempfänger (Hartz IV) - Lottogewinne & Co. sind tabu
Von oddscompany.com Die 13. Kammer des Sozial¬gerichts Detmold hat mit dem Urteil vom 23.10.2009 – S 13 AS 3/09 (nicht rechtskräftig) auf die Klage eines Arbeitslosengeld-II-Empfängers entschieden, dass Gewinne angerechnet werden müssen und Arbeitslo¬sengeld-II-Leistungen entsprechend zu reduzieren sind. Der Kläger vertrat die Ansicht Lottogewinne dürfen nicht als Einkommen angerechnet werden. Im Urteil verwies das Gericht darauf, dass Glückspielgewinne allgemein als Einkommen qualifiziert werden, wobei Einkommen nach den insoweit maßgebl…
Bild: Spielsuchtprävention - Zweifelhafte MaßnahmenBild: Spielsuchtprävention - Zweifelhafte Maßnahmen
Spielsuchtprävention - Zweifelhafte Maßnahmen
Umfangreiche im Glücksspielstaatsvertrag festgelegte Maßnahmen zielen darauf ab, mündige Staatsbürger in Deutschland vor den Gefahren der Spielsucht zu schützen. Dieser auf den ersten Blick löbliche „Beschützerinstinkt“ seitens des Staates erweist sich jedoch bei genauerer Betrachtung als reiner Versuch der Aufrechterhaltung des staatlichen Glücksspielmonopols und somit der Sicherung von Steuereinnahmen aus dem Glücksspielbereich. Gemäß einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2006 kann ein staatliches Glücksspielmonopol nämlic…

Das könnte Sie auch interessieren:

Wegfall des Staatsmonopols bei Sportwetten verspricht mehr Steuereinnahmen – Münchner Ifo-Institut: Ausschaltung der privaten Konkurrenz würde 15.000 Arbeitsplätze in der Wirtschaft kosten
Wegfall des Staatsmonopols bei Sportwetten verspricht mehr Steuereinnahmen – Münchner Ifo-Institut: Ausschaltung der privaten Konkurrenz würde 15.000 Arbeitsplätze in der Wirtschaft kosten
… zu mehr ökonomischer Vernunft offenkundig. Kluge Politiker, die besser rechnen als reglementieren können, haben registriert, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis das Staatsmonopol fällt. Wenn der Staat auch private Anbieter zulässt, kann er auf lange Sicht viel eher von den Einnahmen profitieren. Außerdem hat das renommierte Münchner Ifo-Institut …
Sportwetten-Zeitung eingestellt
Sportwetten-Zeitung eingestellt
… Mitglied der Geschäftsführung die Entscheidung. Seit dem 1. Januar 2008 gilt in Deutschland der neue Glücksspielstaatsvertrag. Dieser sichert für die nächsten vier Jahre das Staatsmonopol auf Sportwetten. Privaten Wettanbietern ist es somit untersagt in Deutschland Wetten anzubieten, zu vermitteln und dafür zu werben. Die Sportwetten-Zeitung war seit …
Sportwetten: Neues Jahr, neues Spiel, neues Glück? – Die Märkte der Zukunft liegen östlich der EU-Grenzen
Sportwetten: Neues Jahr, neues Spiel, neues Glück? – Die Märkte der Zukunft liegen östlich der EU-Grenzen
… Freiheit wagen“ war bei den Ministerpräsidenten der Länder augenscheinlich nicht angekommen, sonst würden sie nicht weiter verbissen am überkommenen und europarechtlich fragwürdigen Staatsmonopol mit aller Gewalt festhalten wollen. Dabei hätte 2006 das Jahr der Sportwetten werden können. Durch die Fußball-Weltmeisterschaft hatte sich diese Form der …
Gezerre um Sportwetten stimmt Experten sarkastisch – „Hetzjagd auf Wettanbieter“ durch staatliche Steuerabzocker
Gezerre um Sportwetten stimmt Experten sarkastisch – „Hetzjagd auf Wettanbieter“ durch staatliche Steuerabzocker
… wolle: „Das ist so unmoralisch, dass selbst mir die Worte fehlen. Dennoch bleiben die entsprechenden Aktien unter Druck, solange die staatlichen Steuerabzocker ihr Unwesen treiben.“ Dass das Staatsmonopol – Moral hin oder her – auf Dauer nicht zu halten sein wird, erkennt jetzt auch die Mainzer Landesregierung und passt die eigene Meinung zu den Sportwetten …
Deutsche Fernsehanbieter fordern Liberalisierung des Sportwettenmarktes - Verwaltungsgericht stoppt die Schließung privater Wettbüros
Deutsche Fernsehanbieter fordern Liberalisierung des Sportwettenmarktes - Verwaltungsgericht stoppt die Schließung privater Wettbüros
… garantierte Niederlassungs- und Dienstleistungsfreiheit. Europarechtliche Regelungen seien höher zu bewerten als die Anwendung der deutschen Rechtsordnung. "Die Besitzstandswahrer des Staatsmonopol können sich nicht ausschließlich mit verbalen Bekenntnissen zur Suchtbekämpfung aus der Affäre stehlen. Die von vielen Politikern proklamierte 'gemeinwohlorientierte' …
Freistaat Bayern: Zahnloser Tiger beim Gammelfleisch, fauchender Löwe beim Thema Sportwetten - WettCorner darf seine drei Münchner Wettbüros jedoch wieder aufmachen
Freistaat Bayern: Zahnloser Tiger beim Gammelfleisch, fauchender Löwe beim Thema Sportwetten - WettCorner darf seine drei Münchner Wettbüros jedoch wieder aufmachen
… obwohl auch Wettcorner die sofortige Schließungsverfügung am 7. Juli erhalten hatte“, schreibt die tz. Wettcorner-Anwalt Claus Hambach sagte dazu, dass das Bundesverfassungsgericht das Staatsmonopol in seiner jetzigen Form eindeutig als grundgesetzwidrig bezeichnet habe. Man musste sich aber dem staatlichen Druck in München aber wohl oder übel beugen: …
CDU Schleswig-Holstein: Ergebnisse der Kommission Sportwetten dürfen nicht in der Schublade landen – Landesfürsten wollen offenbar unliebsames Gutachten totschweigen
CDU Schleswig-Holstein: Ergebnisse der Kommission Sportwetten dürfen nicht in der Schublade landen – Landesfürsten wollen offenbar unliebsames Gutachten totschweigen
… der Welt ist die Kommission zu dem Schluss gekommen, dass eine „kontrollierte Öffnung des Geschäfts“ für besser gehalten wird als ein stures „Festhalten am Staatsmonopol“. So würde es unter anderem zur „Erschließung von bislang den Sportveranstaltern nicht zugänglicher Wertschöpfung“ kommen. Der neue Entwurf des Glücksspiel-Staatsvertrags solle am 13. …
Droht neues Chaos beim Glücksspielrecht? – EU legt Länderregelungen auf Eis
Droht neues Chaos beim Glücksspielrecht? – EU legt Länderregelungen auf Eis
… gäben nur vor, die Spielsucht bekämpfen zu wollen. In Wahrheit gehe es ihnen darum, missliebige private Konkurrenz auszumerzen. Ein Staatsmonopol sei wettbewerbsfeindlich, zentralistisch und bürokratisch, meinte der Top-Wetten-Vorstand. Auch der Verband Europäischer Wettunternehmer (VEWU) http://www.vewu.com bezeichnete den Glücksspielstaatsvertrag als …
Bitkom kritisiert Blockadepolitik der Ministerpräsidenten
Bitkom kritisiert Blockadepolitik der Ministerpräsidenten
… Regel nicht nach Steuererhöhungen. Beim Thema Sportwetten stellt sich die Situation etwas anders da. Länderfürsten roter und schwarzer Couleur hielten über lange Zeit am Staatsmonopol fest, um Geld in ihre Kassen spülen zu können. Die Finanzpolitiker von CDU/CSU http://www.cducsu.de haben jetzt den Vorschlag unterbreitet, eine Steuer auf Sportwetten …
Verwaltungsgericht Karlsruhe unterbindet Ordnungsverfügung gegen Sportwettvermittler
Verwaltungsgericht Karlsruhe unterbindet Ordnungsverfügung gegen Sportwettvermittler
… des Europäischen Gerichtshofes, nach der die Unterbindung der Vermittlung von Sportwetten in andere Mitgliedsstaaten nur dann mit dem Gemeinschaftsrecht vereinbar ist, wenn ein Staatsmonopol wirklich das Ziel besitzt, die Gelegenheit zum Spiel zu verhindern. Weiterhin darf die Finanzierung sozialer Aktivitäten mit Hilfe einer Abgabe auf die Einnahmen …
Sie lesen gerade: Staatsmonopol auf Sportwetten nicht weiter begründbar