(openPR) Das Auf und Ab der Ölpreise geht weiter. Der Heizölpreis bewegt sich dabei in einem der teureren Preisbänder der letzten Monate, aber in einem der moderateren der letzten Jahre. Da auf den 1. Januar 2010 in der Schweiz die CO2-Abgabe verdreifacht wird, empfehlen wir Ihnen, rechtzeitig (also vor einem möglichen Lieferstau um Dezember) zu handeln und den Heizöl-Tank dieses Jahr noch zu füllen. Die neue Abgabe verteuert Ihr Heizöl ‚über Nacht’ um CHF 7.— pro 100 Liter. Bei der Ölpreis-Bildung hat sich an den grundlegenden Faktoren nichts geändert. Was sich hingegen stündlich ändert, ist die Einschätzung der aktuellen Wirtschaftslage. Sorgt ein unerwarteter Anstieg der Inland-Produktion in den USA für Ölpreis-Höhenflüge, holt die seit Lehman-Brothers grösste Pleite einer US-Bank die Höhenflieger wieder zu Boden. Die US-Währung kompliziert die Markt-Einschätzung zusätzlich. Günstige Leitzinsen lenken einerseits das Interesse der Anleger in attraktivere Anlagen ausserhalb des Dollar-Raums wie z.B. in Rohwaren, gleichzeitig ermöglich die Flutung der Finanzmärkte durch die Notenbanken den grossen Investment-Banken, sich kostenlos zu refinanzieren und im grossen Stil u.a. auf höhere Ölpreise zu wetten. Was natürlich zu einer Verzerrung der Ölpreis-Bildung aufgrund von Angebot und Nachfrage führt. Es ist also noch schwerer als sonst schon, eine Einschätzung der Heizölpreise der nächsten Wochen vorzunehmen. Tatsache ist, dass sie aufgrund der wirtschaftlichen Situation zu hoch sind. Dass die Spekulationsblase in absehbarer Zeit abgebaut wird, scheint allerdings auch unwahrscheinlich – wenn sich nicht im grossen Stil schlechte Wirtschafts-Nachrichten aneinander reihen, die für alle spekulativ engagierten Anleger erkennbar aufzeigen, wie weit sich der aktuelle ‚spekulative’ Ölpreis vom ‚real berechtigten’ Ölpreis entfernt hat.













