(openPR) Der Ölpreis startet nach einem deutlichen Rücksetzer von letzter Woche in London mit USD 65 stabil in die neue Handelswoche, während das Fass WTI in New York rund einen Dollar teurer ist. Teurer ist auch die amerikanische Währung, sie kostet heute Morgen wieder deutlich mehr als CHF 1.03. Teurer werden derzeit auch die Frachtkosten auf dem Rhein. Wegen der anhaltend trockenen Witterung und des tiefen Wasserpegels fahren die Rheinschiffe nur mit einem Teil der üblichen Ladung, die Kosten haben sich derzeit gegenüber normalen Niveau vervierfacht. Heizöl kostet trotzdem in der Schweiz derzeit so wenig wie seit Jahren nicht. Der Heizölpreis bewegt sich nämlich auf dem Niveau von 2004 und 2005. Keine schlechte Gelegenheit also, den Heizöl-Vorrat rechtzeitig zu ergänzen, bevor auf den 1. Januar 2010 mit der erhöhten CO2-Abgabe eine garantierte Teuerung von CHF 7.— pro 100 Liter auf Sie zukommt. Die weitere Entwicklung der Ölpreise wird geprägt von folgenden Faktoren: einer äusserst komfortablen Versorgungslage, einer schwachen Nachfrage und einem hohen Anteil an Spekulation in den Rohwarenmärkten. Die US-Vorräte sind auf einem Niveau, das seit Jahrzehnten nicht mehr erreicht wurde. Die täglichen Förderreserven liegen bei 5 Mio. Fass Rohöl pro Tag (Weltweiter Verbrauch: 84 Mio. Fass pro Tag). Die jüngsten Ölfunde lassen inzwischen auch Zweifel aufkommen, ob ‚Peak Oil’ nicht möglicherweise wieder etwas in die Zukunft verschoben werden müsste. Darauf basieren u.a. die hohen Wetten der Investmentbanker auf steigende Ölpreise. Die weltweite Nachfrage schwindet indessen. Einerseits als Folge der wirtschaftlichen Abkühlung, anderseits dank einem sich ändernden Verbraucher-Verhalten z.B. in den energie-intensiven USA, dem weltgrössen Ölverbraucher. Die US-Finanzbehörden wollen gemeinsam mit den andern G-20-Staaten die Spekulation an eine kürzere Leine nehmen. Die Kombination all dieser Faktoren hat letzte Woche zu einer erheblichen Ölpreis-Korrektur geführt. Es ist nicht auszuschliessen, dass sie weitergeht – vor allem, wenn die Weltwirtschaft nicht so schnell wie erhofft wieder auf Temperatur kommt.













