(openPR) Familienfreundliche Unternehmen beweisen Chancengleichheit
Verleihung des TOTAL E-QUALITY Prädikats
Bad Bocklet/München, 22. Juni 2009 - „Nichts ist so beständig wie der Wandel“. Dass dieser heute unsere Gesellschaft massiv verändert und Organisationen auch an den Rand ihrer Existenz bringen kann, wissen wir inzwischen alle. Doch auch tiefgreifende Veränderungen bieten viele neue Chancen. Umso wichtiger ist es, mit einer zukunftsorientierten Personalpolitik für den Wandel gerüstet zu sein. Denn nicht, wer seinen weiblichen Mitarbeitern anbietet, in Teilzeit- oder Telearbeitsformen Beruf und Familie vereinbaren zu können, wird langfristig erfolgreich sein, sondern nur der, der die Frauen auch befähigt, in Führungspositionen erfolgreich „ihre Frau zu stehen“. Chancengleichheit leistet einen Beitrag zur Sicherung des wirtschaftlichen Erfolgs und der Zukunftsfähigkeit. In diesem Sinne werden heute erneut 37 Organisationen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung für ihre an Chancengleichheit orientierte Personalpolitik ausgezeichnet.
Frauen sind für das Berufsleben genauso gut ausgebildet wie Männer – und genauso gut in der Lage, Unternehmen zu führen“; erklärt Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen. „Was Schule, Hochschule und Fachqualifikation angeht, so haben Frauen nicht nur mit den jungen Männern gleichgezogen, sondern sie zum Teil schon überholt. Wer zum Beispiel als Unternehmen im Konkurrenzkampf bestehen will, braucht die besten Köpfe – und kommt deshalb gar nicht darum herum, die gut ausgebildeten jungen Frauen durch Chancengleichheit und Familienfreundlichkeit an sich zu binden.“
Bayerns Frauenministerin Christine Haderthauer, zugleich Frauenbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung: „Gleiche Chancen für Frauen und Männer, das ist weiterhin die Aufgabe unserer Zeit – und ich füge hinzu: leider! Ich bin erst zufrieden, wenn Weiblichkeit keine Gehaltsbremse und kein Karrierehindernis mehr ist. Es darf nicht sein, dass eine Ingenieurin – nachdem sie Kinder bekommen hat – unter ihrem Qualifikationsniveau arbeiten muss, nur weil sie in Teilzeit tätig ist. Hier sind in erster Linie die Unternehmen gefragt, die Vereinbarkeit von Familie und Karriere weiter voranzutreiben. Familienfreundlichkeit wird der Erfolgsfaktor der Zukunft sein! Qualifizierte Fachkräfte suchen sich ihren Arbeitsplatz zunehmend nach diesem Kriterium aus – wo Familie auf der Strecke bleibt, gehen Spitzenkräfte zur Konkurrenz. Ich appelliere aber auch an alle Frauen: Stellt Euer ‚Licht nicht unter den Scheffel’ – Frauen müssen sich den Aufstieg in Führungspositionen zutrauen und ihn wagen!“
Die Initiative TOTAL E-QUALITY Deutschland e. V. verfolgt das Ziel, Chancengleichheit in Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zu etablieren und nachhaltig zu verankern. Hierfür zeichnet sie Organisationen aus, die sich in besonderer Weise für Chancengleichheit einsetzen. In mittlerweile zwölf Jahren wurden 263 Prädikate verliehen. Jede einzelne dieser Organisationen hat für sich erkannt: Engagement für Chancengleichheit rechnet sich nachhaltig und kann in wirtschaftlich schwierigen Zeiten auch dazu beitragen, neuen Schwung für die künftige Entwicklung zu gewinnen.
Besonders erfolgreich ist die vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., die in diesem Jahr erstmals ausgezeichnet wird. Sie ist Gastgeberin der 16. Prädikatsvergabe am heutigen Tag. In dieser Rolle sendet sie ein deutliches Signal in die mittelständische Unternehmenslandschaft, um auch in Zukunft viele andere Unternehmen zu gewinnen, sich für Chancengleichheit einzusetzen.
„Wir brauchen gute Köpfe – egal ob von Frauen oder Männern. Deshalb ist es für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen entscheidend, auch das hohe Potential der Frauen zu nutzen“, sagt Bertram Brossardt. Der Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. sieht in einer Unternehmenskultur, die Chancengleichheit gewährleistet, eine Win-win-Situation: „Sowohl für die Unternehmen wie für die Beschäftigten ist es ein Gewinn, wenn Arbeitnehmer Familie und Beruf besser vereinbaren können oder wenn Frauen trotz Babypause Chancen auf Führungspositionen bekommen.“ Die vbw werde das Thema deshalb weiter verfolgen.
Bundesregierung und Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft empfehlen seit 2001 ausdrücklich, die Initiative zu nutzen. Das Prädikat wird für jeweils drei Jahre verliehen. Danach erfolgt nur dann eine erneute Auszeichnung, wenn die wiederholte Bewerbung weitere Erfolge und Nachhaltigkeit auf dem Weg zur Chancengleichheit zeigt.
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