(openPR) TOTAL E-QUALITY diskutiert in Berlin bei Prädikatsvergabe an 42 Vorbilder neue Rezepte für Gleichberechtigung in der Arbeitswelt
04.10.2011 – „Die TOTAL E-QUALITY Prädikatsträger liefern die sozialen Innovationen für die Gesellschaft von morgen“, hob Eva Maria Roer, Vorsitzende des Vereins TOTAL E-QUALITY bei der diesjährigen Prädikatsvergabe für gelebte Chancengleichheit an 22 Wissenschaftseinrichtungen und 20 Unternehmen, Verbände und öffentlich-rechtliche Arbeitgeber hervor. Berlins Wirtschaftssenator Harald Wolf forderte auf der Veranstaltung an der Freien Universität in Berlin: „Wir brauchen eine Kulturrevolution um zu gleichen Chancen für Frauen und Männer in der Arbeitswelt zu kommen.“
„Dass Deutschland nach einer Studie des Magazins Newsweek nur auf Platz 30 von 165 Nationen bei der Frage ,wo Frauen gut leben’ ist, macht mich zornig“, so Roer. „Deutschland gehört mindestens unter die TOP 10. Die knapp drei Millionen Menschen, die bei unseren Prädikatsträgern arbeiten, leben Chancengleichheit schon vor. Für alle anderen Beschäftigten liegt noch jede Menge Arbeit vor Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.“ Wolf wies auf die volkswirtschaftliche Bedeutung der Chancengleichheit hin: „Wir können die demografische Herausforderung nur lösen, wenn wir das Verhältnis zwischen den Geschlechtern auf den Prüfstand stellen.“ Die lebendige Diskussion über den Frauenanteil in Führungspositionen reiche dazu nicht, da es auf den Hierarchieebenen darunter gleichermaßen Handlungsbedarf gebe. „Es ist nach volkswirtschaftlichen Kriterien absurd, dass wir heute die bestausgebildetste Frauengeneration nicht wirtschaftlich nutzen.“
42 Vorbilder ausgezeichnet
Unter den 42 Prädikatsträgern sind elf Neuzugänge, darunter Leibniz-Institute und namhafte Unternehmen wie die TUI AG. Weitere 31 wurden zum wiederholten Male ausgezeichnet, darunter renommierte Einrichtungen wie die RWTH Aachen, die Freie Universität Berlin, die Stadt München oder die Bayer AG. Die Träger des Prädikats schaffen für Frauen und Männer die gleichen Rahmenbedingungen für beruflichen Erfolg. Die Prädikatsträger haben sich in den letzten Monaten einem intensiven Jurierungs-Prozess unterworfen und ihre Mittel sowie Maßnahmen chancengerechter Personalpolitik offengelegt. Dabei steht nicht die offenkundige Relation von Frauen und Männern in Führungspositionen im Vordergrund der Bewertung, sondern die definierten Ziele der Organisationen und die erfolgreiche Implementierung von Prozessen, die zu diesen Zielen hinführen.
Insgesamt wird die Zahl der aktiven Prädikatsträger zum Jahresende bei 138 liegen, in den vergangenen Jahren wurden bislang insgesamt 406 Prädikate vergeben. Das Prädikat ist jeweils für drei Jahre gültig.













