(openPR) Die Ausstellung entwirft anhand von 590 dokumentarischen Fotografien ein umfassendes Lebenspanorama der Menschen in China. Die Aufnahmen, die in den letzten fünf Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts entstanden sind, stammen ausnahmslos von chinesischen Fotografen.
Ausgerichtet vom Guangdong Museum of Art, Guangzhou, wird die Ausstellung nun nach dem Museum für Moderne Kunst, Frankfurt, als zweite deutsche Station in der Staatsgalerie Stuttgart in neuer Präsentation zu Gast sein.
In vier Themenbereiche gegliedert – Existenz, Beziehung, Begehren und Zeit – schildern die dicht an dicht präsentierten Bilder den chinesischen Alltag vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Modernisierung. Hinter dem äußeren und für je-dermann offensichtlichen Glanz des wirtschaftlichen Booms in Chinas Metropolen suchen die Fotografen vor allem die zunächst schleichende, dann aber rasant fort-schreitende Veränderung nach den für die weitere Entwicklung des Landes ein-schneidenden Wendepunkten zu dokumentieren: der Kulturrevolution von 1969 und dem Tod Maos im Jahr 1976.
An Glaubwürdigkeit gewinnen die Aufnahmen, weil sie nichts verstellen, in ihrer Fülle nichts auslassen und nicht den Zweck haben, inszenieren zu wollen. Gerade weil der Blick nicht bestimmt ist von einer fremden Wahrnehmung, sondern die Sicht einer in China heranwachsenden Generation selbst zum Ausdruck bringt, ist die Ausstellung mehr als eine fotografische Schau: Sie ist ein Zeitdokument.
Die Staatsgalerie übernimmt diese facettenreiche Ausstellung – unverändert und unkommentiert – in der Überzeugung, dass dieser „Blick der Chinesen auf sich selbst“ ein erster Schritt ist, sich dem fernen unbekannten Land in kultureller Hin-sicht zu nähern.
Yvonne Mielatz
Staatsgalerie Stuttgart
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