(openPR) Erstmals nach einer langen Reihe von Tagen mit steigendem Ölpreis setzt gestern eine Korrektur der mehrheitlich nicht nachvollziehbaren Preissteigerung ein. Der Preis für ein Fass Rohöl fällt in London und New York auf USD 66. Die US-Währung selber steht stabil bei CHF 1.06, was einem der tieferen Werte dieses Jahres entspricht. Die längst überfällige (schwache) Korrektur wird ausgelöst durch eine überraschende Zunahme der Ölvorräte in den USA. Und eine etwas weniger optimistische Einschätzung der amerikanischen Konjunktur durch Notenbank-Chef Ben Bernanke, der gestern seine rosa Wirtschaftsbrille für einen Moment weggelegt hat. Ob sich die Korrektur der Ölpreise nach unten fortsetzt, darf bezweifelt werden, obwohl alle wirtschaftlichen Grundlagen dafür offen auf dem Tisch liegen. Zuviel spekulative Mittel fliessen wieder in die Rohwaren, die Wetten auf steigende Ölpreise laufen erneut auf hoher Tourenzahl. Dass sich bloss der wirtschaftliche Abschwung verlangsamt, heisst ja noch nicht, dass der Aufschwung der Weltwirtschaft begonnen hat. Und weil den niemand verpassen will, wird wieder kräftig Spielgeld in die Aktien- und Rohwarenmärkte investiert. Dabei stören die grottenschlechten Nachrichten aus der realen Wirtschaft nur und können straflos eine Weile überhört werden.













