(openPR) Das Konsumenten-Vertrauen in den USA sinkt offenbar. Jedenfalls stellen das die Messgeräte des US-Conference-Board fest. Die Erkenntnis ist wenig erstaunlich und auch nicht neu, wenn man einen scharfen Blick in die Arbeitslosen-Statistiken und die Anzahl der Immobilien-Verkäufe der grössten Wirtschaftsnation wirft. Ebenfalls (auf den Markt) geworfen werden an den Aktien- und Rohwarenbörsen Firmenanteile und Ölpapiere. Was zum stärksten Ölpreis-Rückgang des laufenden Monates führt. Derzeit beherrscht offenbar der Pessimismus den Aktien- und Rohwarenhandel. Die Korrektur beim Ölpreis bleibt bisher allerdings im Rahmen, gemessen an den realen Verhältnissen zwischen Angebot und Nachfrage hätte die Korrektur längst und stärker ausfallen sollen. Derzeit bewegt sich der Ölpreis etwa im Mittelfeld der vergangenen zwölf Monate, hätte also noch allerhand Potenzial, um weiter nachzugeben. Bisher wurde das allerdings durch den spekulativ orientierten Teil der ‚Finanzindustrie’ verhindert, die dank tiefer Leitzinsen kostenlos zu milliardenschwerem Spielgeld der Notenbanken kommt. Wohin deren Handeln führt, zeigt die Verurteilung eines britischen Rohwarenhändlers, der Ende Juni 2009 sturzbetrunken und ohne Auftrag seiner Kunden/Anleger 7 Mio. Fass Brent gekauft hatte. Darauf stieg der Ölpreis nicht nachvollziehbar auf den damaligen Jahres-Höchststand, nur, um nach Bekanntwerden der Ursache ein paar Tage auf den seither tiefsten Wert zu fallen. Der peinliche Vorgang zeigt, welche Reformen diese Branche nötig hat. Verbot des Eigenhandels. Abtrennung des Investment-Banking vom ‚normalen’ Geschäftsfeld eines Finanzhauses. Schärfere Kontrolle von Hedge-Fonds, kombiniert mit wesentlich höheren Eigenkapitalquoten. Höhere Einstiegshürden bei der Kreditbeschaffung also. Solang dieser Markt nicht in diesem Sinne reformiert wird, müssen wir alle jederzeit mit einem weiteren sturzbetrunkenen Rohwarenhändler rechnen. Manchmal reicht es hier ja schon, rasch ‚etwas Geld’ verdienen zu wollen. Beides führt zu gleichen Verzerrungen der realen Verhältnisse der Rohwaren-Preis-Bildung.













