(openPR) Unbeeindruckt von der Insolvenz des ehemals grössten Autobauers der Welt, GM, steigt der Ölpreis anfangs dieser Woche in New York und London auf den höchsten Wert seit letzten Oktober. Gleichzeitig steht der US-Dollar bei CHF 1.07. Der Ölpreis soll wegen der ‚positiveren Wirtschafts-Aussichten’ so deutlich angestiegen sein, berichten verschiedene 'Analysten' übereinstimmend. Uns würde interessieren, wo genau diese positiven Perspektiven ersichtlich sind... Es hat aber wenig Sinn, gegen den aktuell an Umfang und Geschwindigkeit zunehmenden Strom zu schwimmen, der in Richtung steigender Ölpreise zieht. Nach unserer Einschätzung fehlt dafür vorläufig die wirtschaftliche Grundlage. Alle Schlüsselmärkte dieser Welt befinden sich in einer Rezession. Die Ölvorräte der westlichen Industrieländer waren seit mehr als einem Jahrzehnt nie mehr so hoch wie jetzt. Die Nachfrage nach Ölprodukten soll deutlich sinken und sich auf dem Niveau von 2004 stabilisieren. Trotz dieser klar preissenkenden Aussichten werden an den Rohwarenbörsen ‚positive Perspektiven’ gehandelt. Dabei kann es sich eigentlich nur um ein erneutes Wettspiel handeln, wie wir es letztes Jahr schon erlebten. Gefüttert werden diese Wetten teilweise von den enormen staatlichen Unterstützungen für die Finanzindustrie, die nicht in Kredite für die in grossen Schwierigkeiten steckenden Firmen der realen Wirtschaft fliessen, sondern für den ‚schnellen Dollar’ an den Rohwarenbörsen Verwendung finden.













