(openPR) In London springt der Ölpreis heute Morgen deutlich über 51 USD, in New York nähert er sich 52 USD. Der Dollar verliert dagegen wieder etwas an Wert und kostet heute Morgen noch CHF 1.13. Als Erklärung für die Oel-Teuerung werden die abnehmenden amerikanischen Benzinvorräte bemüht (was um diese Jahreszeit nicht aussergewöhnlich ist). Ausgeblendet wird die Tatsache, dass die US-Ölvorräte insgesamt auf dem höchsten Wert der letzten 19 Jahre liegen. Ausgeblendet wird auch, dass die US-Industrie auch im ersten Quartal 2009 die Marschrichtung nicht ändert, sondern nur die Geschwindigkeit der wirtschaftlichen Schrumpfkur verlangsamt. Ausgeblendet wird auch, dass die weltweite Ölnachfrage dieses Jahr auf den Stand von 2006 fallen wird. Weder die Bemühungen der OPEC, mit drastischen Förderkürzungen den Ölpreis zu stabilisieren, noch die ungewöhnlichen Konjunktur-Stützungsmassnahmen der westlichen Welt in Form von rekordtiefen Zinsen, frisch gedrucktem Geld à discrétion sowie enorme Hilfspakete in bisher nicht gekannter Dimension haben bis dato geholfen, die Wirtschaft von den Folgen der Finanzkrise zu entrümpeln und wieder auf Trab zu bringen. Offenbar zieht das aktuelle Ölpreisniveau wieder neues spekulatives Spielgeld in den Markt. Anders ist die Ölpreissteigerung eigentlich nicht zu erklären. Der Vorgang zeigt aber, wie rasch der Ölpreis Fahrt aufnehmen wird, sollte sich die Wirtschaft dereinst tatsächlich erholen und die Nachfrage nach Ölprodukten wirklich wieder wachsen.











