(openPR) Bündnis gegen Blockade von Gaza lobt Papst Benedikt XVI
"Mit seiner gestrigen Forderung nach der Aufhebung der Blockade von Gaza hat Papst Benedikt XVI einen wichtigen Beitrag geleistet für einen gerechten Frieden im Nahen Osten", betont die Sprecherin der Pax Christi Nahostkommission, Wiltrud Rösch-Metzler. "In einer äußerst schwierigen Situation hat er Mut und Augenmaß bewiesen. Bundeskanzlerin Merkel und Außenminister Steinmeier sollten sich daran ein Beispiel nehmen und mehr Verantwortung zeigen." Sie müssten sich endlich dafür einsetzen, dass die Blockade des Gazastreifens und die damit einhergehende kollektive Bestrafung der Menschen aufgehoben werden.
"Wenn es der EU und den Vereinigten Staaten nicht gelingt, die Öffnung der Grenzen zum Gazastreifen durchzusetzen, werden sie als Partner des Grenzübergangsvertrags zu Komplizen von Menschenrechtsverletzungen an der Bevölkerung von Gaza", erklärt IPPNW-Vorstand Matthias Jochheim. Durch die Blockade fehlen Medikamente und Ersatzteile für medizinische Geräte. Ärzten und Studierenden werden Auslandsaufenthalte unmöglich gemacht. Patienten, die in Gaza nicht versorgt werden können, haben keinen Zugang zur Behandlung.
Mit einem Schiff nach Gaza mit medizinischen Hilfsgütern wollen die deutsche IPPNW-Sektion (Internationale Ärzte für die Verhütung eines Atomkriegs/Ärzte in sozialer Verantwortung), die internationale katholische Friedensbewegung pax christi, die Palästinensische Gemeinde Deutschland, die Deutsch-Palästinensische Gesellschaft, die Deutsch-Palästinensische Medizinische Gesellschaft und die Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost gegen die Blockade des Gazastreifens protestieren.
"Wir wollen der Strangulation und dem Aushungern einer Bevölkerung von 1,5 Millionen Menschen nicht tatenlos zusehen, zumal sie weiterhin unter den fortgesetzten militärischen Angriffen und ihren Folgen leiden", heißt es im Appell des Bündnisses, den u.a. Bundestagsvizepräsident Dr. Wolfgang Thierse und weitere Bundestagsabgeordnete, Prof. Dr. Ulrich Gottstein, IPPNW-Ehrenvorstand, die Bischöfe Heinz Josef Algermissen, Fulda und Dr. Hans-Jürgen Abromeit, Pommersche Evangelische Kirche, und Prof. Dr. Rolf Verleger, ehemaliger Vorsitzender des Landesverbands Jüdische Gemeinschaft Schleswig-Holstein, unterzeichnet haben.




