(openPR) Drohender Einbruch beim Wohnungsbau – steigende Kosten verzögern energetische Modernisierungen
München (3.12.2008) – Die Finanzkrise und steigende energetische Standards verschlechtern die Rahmenbedingungen für die Wohnungswirtschaft. Der Verband bayerischer Wohnungsunternehmen (VdW Bayern) appelliert an die Staatsregierung, die Wohnraumförderung für das Jahr 2009 zu erhöhen. Damit könnten auch konjunkturelle Anreize für Handwerk und Bauwirtschaft gegeben werden. „Ohne ausreichende Förderung werden sich die Investitionen der Wohnungsunternehmen verringern“, warnt Verbandsvorstand Xaver Kroner.
In Bayern müssten laut Staatsregierung jedes Jahr 60.000 Wohnungen gebaut werden, um den Bedarf zu decken. Doch 2007 wurden nur 44.000 Wohnungen errichtet und der Trend bleibt 2008 ungebrochen. Auch die Aussichten für das Jahr 2009 sehen düster aus, meldet der VdW Bayern. „Durch die Finanzkrise wird die Kreditversorgung für Wohnungsunternehmen immer schwieriger“, so Kroner. Hinzu kämen die steigenden Kosten bei energetischen Sanierungen durch die Energieeinsparverordnung (EnEV) 2009.
Der Verbandsvorstand fordert, die Mittel für die Wohnraumförderung um 100 Millionen Euro auf insgesamt 300 Millionen Euro zu erhöhen. „Wenn die Förderung nicht erhöht wird, geht der Wohnungsbau noch weiter zurück und die ehrgeizigen Klimaschutzziele werden unerreichbar“, erklärt Kroner.
Besonders gefährdet sei der soziale Wohnungsbau. In ganz Bayern gebe es nur noch 200.000 Sozialwohnungen. Allein in den kommenden fünf Jahren würden weitere 70.000 Wohnungen aus der Sozialbindung fallen. Angesichts der drohenden Rezession sei es dringend erforderlich, dass genügend bezahlbare Wohnungen für Einkommensschwache zur Verfügung stehen.
Investitionskraft der Wohnungsunternehmen stärken
Die Mitgliedsunternehmen des VdW Bayern investieren jährlich rund 1,1 Milliarden Euro in Wohnungsneubau, Modernisierung und Instandhaltung, doch damit seien sie an der Grenze ihrer Belastbarkeit. Steigende Mindestanforderungen an das energiesparende Bauen und verschärfte Baustandards verteuern jede Einzelmaßnahme. „Bei gleichbleibender Investitionskraft können deshalb immer weniger Gebäude gebaut und modernisiert werden“, analysiert Kroner.




