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Abgeltungssteuer – Was ist das? Ein Kommentar

(openPR) Bis zum Jahresende wird mit dem Thema Abgeltungssteuer viel Werbung und wahrscheinlich auch viel Umsatz gemacht. Viele Fragen sich aber: Muss ich auf die Abgeltungssteuer reagieren? Wie betrifft die Abgeltungssteuer meine Kapitalanlage? Welche Auswirkungen hat die Abgeltungssteuer auf die Altersvorsorge? Es hat sich eine große Verunsicherung breit gemacht.


Das Wichtigste vielleicht vorweg: Es hat sich noch nie gelohnt nur aus steuerlichen Gründen Anlagen zu tätigen. Ihre Anlageentscheidungen müssen immer zuerst zu Ihnen passen und sich so auch rechnen. Wenn dann ein zusätzlicher Bonus entsteht, weil die steuerlichen Rahmenbedingungen das hergeben, gut! Nur so wird ein Schuh daraus. Und natürlich macht es Sinn, wenn sowieso eine Entscheidung ansteht, die jetzt zu treffen und nicht erst nach Eintritt der Abgeltungssteuer im Januar.
Für die meisten wird die Abgeltungssteuer allerdings dazu führen, dass sie sich falsche und/oder zu risikoreiche Anlagen aufschwatzen lassen. Ein Beispiel aus meiner Praxis: Ein Arbeitsloser Techniker mit 10.000 Euro auf einem Geldmarktkonto wurde von seiner Bank aufgefordert dieses Geld in Aktienfonds zu investieren um bei zukünftigen Erträgen keine Abgeltungssteuer zahlen zu müssen. Aus meiner Sicht ist Arbeitslosigkeit eine Zeit in der man sein Geld zusammenhalten solle und schnell auch mal Geldbedarf hat, weil man z.B. um einen Job antreten zu können umziehen oder sich ein Auto kaufen muss. Es ist auf jeden Fall keine Zeit, um Kursschwankungen von z.B. 25 % auszuhalten. Nur damit man mich hier nicht falsch versteht. Aktieninvestments oder allgemeiner Sachwertinvestments sind bei langen Zeithorizonten, wie Altersvorsorge, fast alternativlos. In Krisenzeiten, und Arbeitslosigkeit ist für die meisten eine Krisenzeit, ist die verlustfreie Verfügbarkeit von Geld der wichtigste Faktor! Solche Beispiele gibt es leider viele.
Nachdem in Boomjahren 1999/2000 jede Oma in Technologiefonds gesteckt wurde, nach dem Crash die Verkäufer scheinbar nur noch Rentenfonds anboten, soll jetzt in blinder Panik jeder noch schnell sein Depot auf Aktienfonds umstellen weil er dann keine Abgeltungssteuer zahlt. Sicher ist: Es gibt eine Anlageform die zu Ihnen passt, in guten und in schlechten Börsen- oder Steuerphasen. Steuergesetze ändern sich deutlich schneller als Ihr Bedarf. Fragen sie sich: Wann benötige ich welches Geld und wie viel Verlust kann ich während der Laufzeit und bei der Auszahlung aushalten – dann kommen Sie zu der für sie richtigen Struktur.
Meine Branche braucht Geschichtenerzähler um An- und Verkäufe zu produzieren. Wenn man in Deutschland Geld bewegt zahlt man auf die eine oder andere Weise ca. 4 % Vertriebskosten. Das ist für eine langfristige Anlage auch OK so und entspricht ungefähr der Marge die man bei Aldi vermutet. Bei jeder Steuerrechtsänderung das Vermögen der Kunden einmal komplett umzuschichten hilft allerdings nur den Geschichtenerzählern und nicht ihnen, liebe Kunden.
Wenn man die Abgeltungssteuer kurz zusammenfassen kann, zeigt sich, dass im Wesentlichen sich die Besteuerung von Aktienkursgewinnen ändert. Diese sind nicht mehr nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei sondern werden mit 25 % zzgl . Soli und Kirchsteuer veranlagt. Die Besteuerung von Renten- und Immobilienfonds hat sich für die Menschen mit Grenzsteuersätzen über 25 % sogar verbessert. Der Grenzsteuersatz von 25 % beginnt beim Single bei ca. 1.200 Euro Brutto pro Monat. An der Besteuerung von Lebens- oder Rentenversicherungen ändert sich gar nichts. Da ein großer Teil der langfristigen Spargroschen dort landet, ist der „Hype“ doppelt unverständlich. Für eine detailiertere Darstellung verweise ich hier auf Finanztest, Welt am Sonntag oder andere Tabellenübersichten in der Presse.
Fazit: Lassen sie sich nicht bange machen! Überlegen Sie, ggf. mit einem guten Berater, welche Anlageform für sie passt. Wenn eine Entscheidung zur Anlage jetzt ansteht, kann es Sinn machen diese noch in diesem Jahr zutreffen.

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