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Vier Tibeter wegen Protest gegen Olympiafeier festgenommen

01.08.200818:22 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Vier Tibeter wegen Protest gegen Olympiafeier festgenommen
Trauer, - aber keine Feier für Olympiafeier der KPC
Trauer, - aber keine Feier für Olympiafeier der KPC

(openPR) Einer bestätigten, dem TCHRD zugegangenen Information zufolge wurden am 26. Juli vier Tibeter im Bezirk Nangchen in der Provinz Qinghai von den Polizeioffizieren des Public Security Bureau festgenommen, weil sie gegen ein von der Regierung geplantes Sommerfest protestiert hatten, das aus Anlass der der Olympischen Spiele durchgeführt werden soll.


Wie aus unseren Quellen hervorgeht, ordneten die Behörden des Bezirks Nangchen, TAP Jyekundo (chin. Yushu) an, dass alle Gemeinden und Dörfer unter ihrer Jurisdiktion für ein in der Gemeinde Drokshog geplantes Fest eine passende Darbietung beizusteuern hätten, um die Olympiade in Peking zu ehren. Die Behörden hatten das Sommerfest, das fünf Tage lang die Zuschauer durch Gesang, Tanz und traditionelle Wettkämpfe erfreuen sollte, vor etwa zwei Monaten angekündigt und jede Familie zur Beteiligung verpflichtet. Für den 25. Juli war eine Probeaufführung angesetzt. Die von jedem Dorf zuvor eingereichten Gedichte und Lieder wurden von den Behörden eingehend überprüft, damit sie nicht etwa versteckte Botschaften der Trauer über die Trennung oder zum Lobpreis des im Exil lebenden Dalai Lama oder des Gyalwa Karmapa enthielten. Die dort ansässigen Tibeter waren recht erbost über den Zwang, dem die chinesischen Behörden sie da unterwarfen.
Am 26. Juli, nur drei Tage vor dem offiziellen Beginn des Sommerfestes, riefen vier Tibeter aus dem Bezirk Nangchen - Asang Bersatsang, 21, Ngoesoe Konkyaptsang, 35, Jamsang und Gadho (Alter unbekannt) - in Gegenwart einer großen Zahl von lokalen Regierungsbeamten und anderen Leuten Parolen auf dem Festgelände, wo schon Zelte aufgebaut und Vorbereitungen getroffen wurden. Die vier bekundeten ihre Empörung über das Sommerfest zur Bejubelung der Olympischen Spiele mit folgenden Rufen: „Dies ist kein Jahr zum Feiern, weil die Tibeter in diesem Jahr unsägliches Leid durch die Repression des chinesischen Regimes erdulden mussten, es ist vielmehr eine Zeit zur Trauer und zum Beten (für jene, die starben oder bei den jüngsten Protesten in ganz Tibet inhaftiert wurden)“; „Wir wollen Freiheit“; „Der Dalai Lama soll nach Tibet zurückkehren“. Dann verteilten sie Flugblätter und baten die dort versammelten Tibeter, in ihre jeweiligen Dörfer zurückzukehren. Unserer Quelle zufolge packten die für die vorbereitenden Arbeiten bereits angereisten Tibeter daraufhin in Solidarität mit den Demonstranten ihre Zelte und andere Gerätschaften wieder zusammen und ließen nur die Zelte der Offiziellen auf der Festwiese stehen. Das in der Gemeinde Drokshog im Bezirk Nangchen zum Jubel der Pekinger Olympiade geplante Sommerfest konnte nicht stattfinden, weil sich auf den Protest der vier Tibeter hin die meisten Leute wieder zurückzogen.
Wie weiter verlautet, wurden die vier Tibeter noch am selben Abend von den Polizisten des PSB der Gemeinde Drokshog im Bezirk Nangchen verhaftet und im PSB-Haftzentrum des Bezirks eingesperrt. Auf ihre Verhaftung hin richteten die Bewohner der Gemeinde Drokshog am 28. Juli einen Appell an die Bezirksverwaltung, in dem sie ihre sofortige Freilassung forderten und erklärten, alle Leute stünden hinter ihnen, bis sie aus dem Haftzentrum freigelassen würden. Bislang gibt es keine weitere Information über die vier Festgenommen.
Das Zentrum ist in großer Sorge über die fortgesetzte Inhaftierung von Tibetern, deren einziges „Verbrechen“ ist, dass sie auf friedliche Weise ihre Meinung zum Ausdruck bringen. Die Verfassung und die Gesetze Chinas garantieren den Bürgern das Recht auf freie Meinung und freie Meinungsäußerung. Das TCHRD ist der Ansicht, dass diese vier Tibeter sich keiner Gesetzesübertretung schuldig gemacht haben und nichts getan haben, was gegen die chinesische Verfassung verstoßen hätte. Es appelliert daher an die chinesische Regierung, alle Tibeter unverzüglich freizulassen, die nur wegen der Ausübung ihrer grundlegenden, in der Verfassung und den diversen internationalen Menschenrechtsverträgen verankerten Menschenrechte inhaftiert wurden. Es ist besonders besorgt wegen der strengen Kontrollmaßen und der exzessiven Repressionspolitik im Namen der Sicherheit vor den Olympischen Spielen, die das tägliche Leben der Menschen in ganz Tibet und auch anderen Gegenden Chinas unerträglich machen.

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