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AIDS trifft Frauen und Männer 2002 erstmals gleichermaßen Welt-Aids-Tag am 1. Dezember

01.01.200410:00 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) 29. November 2002 - Anlässlich des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember 2002 erklärt die gesundheitspolitische Sprecherin und Vorsitzende der Gruppe der Frauen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Annette Widmann-Mauz MdB:

AIDS ist kein Problem von gestern. Es bedroht die Gegenwart und die Zukunft von Millionen Frauen und Männern in der ganzen Welt. 2002 sind erstmals die Hälfte aller HIV-infizierten Erwachsenen Frauen. Insgesamt leben weltweit 42 Millionen Menschen mit dem Virus, 3,1 Millionen Menschen starben 2002 an AIDS.

Die rasende Ausbreitung der tödlichen Immunschwäche muss dringend gestoppt werden. Die Stigmatisierung und Diskriminierung von betroffenen Frauen in vielen Teilen der Welt ist unerträglich. Vor diesem Hintergrund ist die Forderung des Leiters des UN-AIDS-Programms, Peter Piot, nach einem weltweit angelegten Vorbeugungsprogramm, mit dem die Neuinfizierung von 29 Millionen Menschen bis zum Ende des Jahrzehntes verhindert werden könnte, von deutscher Seite nachdrücklich zu unterstützen.

Auch in der Bundesrepublik Deutschland ist AIDS weiterhin eine große Gefahr. Für das Jahr 2002 wird von Seiten des Robert-Koch-Instituts damit gerechnet, dass sich knapp 2000 Menschen neu infiziert haben. Rund ein Viertel der Neuinfizierten sind Frauen. Insgesamt leben in Deutschland etwa 30 000 HIV-infizierte Männer und 9000 Frauen.

Während Gesundheitsministerin Schmidt diese Zahlen als weitgehend konstant bezeichnet und somit der allgemeinen Verharmlosungstendenz Vorschub leistet, sehen das Robert-Koch Institut und die Berliner AIDS-Hilfe Hinweise dafür, dass die Infektionen mit dem tödlichen Virus weiter zunehmen könnten. Indikatoren seien hier die steigende Zahl der Syphilis-Erkrankungen und ein nachlassendes Gefahrenbewusstsein. Aus deutscher Perspektive ist – gerade vor dem Hintergrund der EU-Osterweiterung - die starke Zunahme der Infektionsraten in Osteuropa mehr als besorgniserregend. Mit dieser Tendenz wird einmal mehr deutlich, dass es noch lange nicht an der Zeit ist, Präventionsbemühungen zurückzufahren, sondern die Bundesregierung in der Pflicht ist, dieses Problem aktiv anzugehen.

Das zu befürchtende Verschwinden des Themas AIDS aus den Gedanken und Köpfen der Menschen muss aufgehalten werden. Das betrifft nicht nur das veränderte sexuelle Risikoverhalten, das sich in einer Zunahme sexuell übertragbarer Infektionen widerspiegelt, sondern auch den teilweisen Abbau personeller und finanzieller Ressourcen bei Präventionsmaßnahmen wie den AIDS-Beratungsstellen oder Informationsveranstaltungen. Die Bundesregierung ist vor diesem Hintergrund abermals nachdrücklich aufgefordert, zu überprüfen, ob die gegenwärtige Aids-Aufklärungs-Kampagne die Zielgruppen überhaupt noch wirkungsvoll erreicht. Sie wird weiter aufgefordert, diese gegebenenfalls zu überarbeiten und insgesamt ihre Präventionsmaßnahmen zu forcieren.

Zudem dürfen die von der Bundesregierung zu verantwortenden ökonomischen Probleme im Gesundheitswesen in Deutschland gerade bei der AIDS-Bekämpfung nicht zu einer Zwei-Klassen-Medizin führen. Die verbesserten Behandlungsmöglichkeiten müssen für alle Betroffenen gleichermaßen zugänglich bleiben. Innovative Medikamente dürfen nicht durch eine rigide Sparpolitik auf Kosten der AIDS-Kranken verhindert werden. Mit den Nullrunden für die GKV provoziert Ministerin Schmidt die Gefährdung der Versorgungsqualität der AIDS-Patientinnen und Patienten!

 

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