(openPR) München: Am 29.11.2007 findet in der Stadtbibliothek Nymphenburg, Arnulfstr. 294, um 19.30 Uhr unter dem Titel „Das volle Leben“ eine Lesung von Prosatexten und Gedichten HIV-positiver Frauen statt. Mit dieser Veranstaltung will das Projekt „Positive Frauen“ des FrauenGesundheitsZentrums München zeigen, wie Frauen in Deutschland heute mir Ihrer HIV-Infektion leben.
Die Diagnose „HIV-positiv“ ist in den Ländern, in denen Medikamente verfügbar sind, kein Todesurteil mehr. Die Infektion ist heute eine schwere chronische Erkrankung, die inzwischen meistens gut behandelbar ist. Eine Heilung ist allerdings immer noch nicht möglich. Und: „Eine HIV-Diagnose kann das Leben der Betroffenen völlig verändern“, so Ulrike Sonnenberg-Schwan, Psychologin im FGZ, „Immer noch fehlt es häufig an Verständnis und Solidarität. Ablehnung, Vorurteile und Ausgrenzung können im Privatleben und im Beruf zu großen Problemen führen. Für Frauen sind vor allem die psychosozialen Folgen des Lebens mit der HIV-Infektion oder AIDS schwerwiegend: Sie sind häufiger von Armut, existenzieller Not und Angst vor Ausgrenzung betroffen als Männer. Bei Frauen mit Kindern verschärfen sich diese Probleme noch“.
Fast ein Fünftel der rund 56.000 HIV-positiven Menschen in Deutschland sind Frauen, weltweit stellen sie mehr als die Hälfte der etwa 40 Millionen HIV-Infizierten.
In den Texten der HIV-positiven Frauen kommen ihre Ängste, aber auch ihre Wünsche und Hoffnungen und ihr Lebensmut zum Ausdruck. Sie setzen sich damit auch für Aufklärung, Verständnis und Solidarität ein – ganz im Sinne des diesjährigen Mottos des Welt-AIDS-Tags „Gemeinsam gegen AIDS: Wir übernehmen Verantwortung. Für uns und für andere“.
FrauenGesundheitsZentrum e.V.
Projekt "Positive Frauen"
Nymphenburger Str. 38/Rgb.
80335 München






