(openPR) Das Projekt „Positive Frauen“ des Münchner FrauenGesundheitsZentrums wurde am 5. März 2010 im Rahmen der 13. Münchner AIDS-Tage für sein neues Buch „eben leben“ mit dem Annemarie-Madison-Preis ausgezeichnet. 16 Autorinnen, die zum Teil schon seit mehr als 20 Jahren HIV-positiv sind, geben in Gedichten, Berichten und Prosatexten Einblicke in ihr Leben und ihre Lebensentwürfe. Sie möchten damit anderen Frauen mit HIV Lust auf und Mut zum Leben machen und dazu beitragen, Vorurteile und Diskriminierungen abzubauen, denen HIV-positive Menschen in unserer Gesellschaft immer noch begegnen.
Drei Preise – verliehen vom KIS - Kuratorium für Immunschwäche in München - zeichnen in diesem Jahr Autorinnen und einen Autor für Bücher aus, die zum besseren Verständnis der Lebensrealität von Menschen mit HIV beitragen. Neben dem Projekt „Positive Frauen“ sind dies Majella Lenzen, eine ehemalige Ordensschwester, für „Das möge Gott verhüten“ und Matthias Gerschwitz, selbst HIV-positiv, für "Endlich mal was Positives".
Annemarie Madison, Aids-Aktivistin und Namensgeberin des Preises, der in diesem Jahr zum 9. Mal verliehen wurde, setzte sich seit 1985 für einen menschenwürdigen Umgang mit HIV-positiven und an Aids erkrankten Menschen ein. Sie starb am 30. Januar 2010 im Alter von 89 Jahren in San Francisco.
"Mut und Zivilcourage zeichnen alle Preisträger aus", so Hans Jäger, Jury-Mitglied und Vorstand von KIS - Kuratorium für Immunschwäche. "Die Bücher führen ohne Larmoyanz und Pathos ganz nah an die alltäglichen Situationen von Betroffenen heran und schaffen eine offenere Haltung gegenüber Menschen, die mit HIV leben."
Zur Erstellung des Buches „eben leben“ trug neben weiteren Unterstützerinnen vor allen Dingen die Techniker Krankenkasse in Bayern bei. Es ist ab dem 8. März 2010 im FGZ erhältlich.
Das Projekt „Positive Frauen“ ist seit 1993 in der Beratung und Unterstützung von Frauen mit HIV/Aids und der frauen- und mädchenspezifischen HIV-Prävention tätig.


