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Transrapid am Ende - Ignoranz der CSU verzögert Alternativplanung

28.03.200800:40 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Die Münchner ödp stellt ihr Verkehrskonzept vor.

Schon lange war klar, dass die propagierten 1,85 Milliarden Euro für die Transrapidstrecke vom Münchner Hauptbahnhof zum Flughafen reine Makulatur sind. Eine Kostensteigerung von mindestens einer Milliarde Euro war schon vor zwei Jahren abzusehen. Der ödp-Verkehrsexperte Johannes Grössl dazu: „Es ist ein großes Zeichen der Ignoranz, dass die CSU so lange an den ‚mit der Industrie vereinbarten Festpreis’ geglaubt hatte. Die Folgen davon waren vom Staat bezahlte Planungskosten von weit über 100 Millionen Euro und außerdem eine Verzögerung der Alternativplanungen um mehrere Jahre - zum Nachteil aller Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs.“

Die CSU sei nur aus wahlkampftaktischen Gründen zurückgerudert, so Grössl. Aus denselben Gründen bekämpften die ursprünglich begeisterten Transrapid-Anhänger Ude und Maget die Planungen. Gewänne die CSU wieder eine absolute Mehrheit, würde sie vier weitere Jahre den Interessen von Siemens, Thyssen und Co. folgen, um danach wieder einige Monate lang den Wählerwillen zu respektieren.

Nun müssten aber so schnell wie möglich Alternativen ausgearbeitet und abgewogen werden. Bisher ist nur das Konzept der Münchner Ökodemokraten aus einem Guss und nicht nur auf den Flughafen ausgerichtet: Die ödp will einen 2-gleisigen Tunnel für Regionalverkehr und Express-S-Bahnen vom Hauptbahnhof über das Sendlinger Tor und über eine Einfädelung in den Südring zum Ostbahnhof, ähnlich wie ihn das Konzept „München 21“ vorsah. Ein viergleisiger und teilweise untertunnelter Ausbau von Daglfing nach Johanneskirchen soll für S-Bahnen, Regionalzüge und Güterverkehr ausreichend Kapazität schaffen und die Anwohner vom Lärm entlasten. Ein zusätzlicher Bahnsteig am Flughafen und Verbindungsspangen Richtung Landshut (Marzlinger Spange) und Mühldorf (Erdinger Ringschluss und Walpertskirchener Spange) bewirken optimale Anbindungen.

Die Ergebnisse dieser Maßnahmen sind eine schnelle Anbindung des Flughafens an Hauptbahnhof und Innenstadt (15-20 Minuten), Ostbahnhof (ca. 12 Minuten) und an den Regionalverkehr von Passau, Regensburg und Mühldorf. Auf der nun reinen S-Bahn-Strecke der S1 ließen sich Express-S-Bahnen nach Freising und Moosburg einführen.

Die Kosten des gesamten Konzepts betragen voraussichtlich nicht mehr als diejenigen der sich in Planung befindenden 2. Stammstrecke. Diese geplante Strecke soll in gefährlichen 40 Metern Tieflage gebaut werden und bei schlechten Umsteigebedingungen sogar den Ostbahnhof umfahren. Der ödp-Verkehrsexperte Grössl fordert die bayerische Landesregierung zu einer Verkehrspolitik auf, die nach dem Motto „den größten Nutzen der größten Zahl“ vorgeht, anstatt Steuergelder für Planungen von nicht realisierbaren Prestigeprojekten zu vergeuden.

Herbert Brunner
Pressebeauftragter (V.i.S.P.)

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